Verein Gesellschaft 50 (Bestand)
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E Gesellschaft 50
>> Familien- und Herrschaftsarchive, Archive von Organisationen und Firmen
1951/2016
Vorwort: Bei einer Vereinssitzung der Ulmer Künstlergilde im Gasthaus "Zur Forelle" im Herbst 1949 gerieten die Künstler derart aneinander, dass drei von ihnen - der Glaskünstler Wilhelm Geyer, seine Schülerin Lis Schmitt-Bundschuh und Wilhelm Luib - und der Ulmer Stadtbaudirektor Max Guther das Lokal verließen. Sie zogen weiter in eine Kneipe, wo sie beschlossen, einen eigenen, dem Fortschritt verpflichteten Verein zu gründen. Tatsächlich wurde die Gesellschaft 50 am 2. Januar 1950 gegründet, die erste Satzung, in der sie sich als "Kulturelle Vereinigung" bezeichnete, wurde am 2. Juli 1951 errichtet. Die Gesellschaft 50 wurde zu einem Motor der kulturellen Entwicklung Ulms, zu einem Sammelbecken der Kreativen, die nach den Jahren des Nationalsozialismus, in denen einige diffamiert und sogar verhaftet worden waren, eine neue, demokratische und offene Gesellschaft wollten.
Die Verdienste der Gruppe, zu der auch große Namen wie der Zeitungsverleger Kurt Fried oder der HfG-Mitgründer Otl Aicher gehörten,wirken bis heute nach. So bekam bei den vom Verein organisierten "Ulmer Konzerten" in den 60er-Jahren auch die Neue Musik ein Forum; sogar Stars der Szene wie Pierre Boulez gastierten in der Stadt. Vor allem in den Anfangsjahren spielte auch die Auseinandersetzung mit der Politik eine wichtige Rolle. Während der Wiederaufbau-Diskussion in den 1950er Jahren setzte sich die Gesellschaft 50 für eine moderne, zukunftsfähige Gestaltung ein, die der Erhaltung und Wiederherstellung historischer Bausubstanz entgegenstand.
Die Gesellschaft 50 löste sich zum Jahresende 2017 auf. Die Unterlagen des Vereins wurden im Sommer 2019 dem Stadtarchiv übergeben, die zuvor von einzelnen Vereinsmitgliedern zur Erstellung der Vereinschronik von Dagmar Hub unter dem Titel "Die Gesellschaft 50 - Mythos, Nimbus oder was?" zusammengetragen worden waren.
Die Verdienste der Gruppe, zu der auch große Namen wie der Zeitungsverleger Kurt Fried oder der HfG-Mitgründer Otl Aicher gehörten,wirken bis heute nach. So bekam bei den vom Verein organisierten "Ulmer Konzerten" in den 60er-Jahren auch die Neue Musik ein Forum; sogar Stars der Szene wie Pierre Boulez gastierten in der Stadt. Vor allem in den Anfangsjahren spielte auch die Auseinandersetzung mit der Politik eine wichtige Rolle. Während der Wiederaufbau-Diskussion in den 1950er Jahren setzte sich die Gesellschaft 50 für eine moderne, zukunftsfähige Gestaltung ein, die der Erhaltung und Wiederherstellung historischer Bausubstanz entgegenstand.
Die Gesellschaft 50 löste sich zum Jahresende 2017 auf. Die Unterlagen des Vereins wurden im Sommer 2019 dem Stadtarchiv übergeben, die zuvor von einzelnen Vereinsmitgliedern zur Erstellung der Vereinschronik von Dagmar Hub unter dem Titel "Die Gesellschaft 50 - Mythos, Nimbus oder was?" zusammengetragen worden waren.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 12:43 MESZ