Diskussion über die Verwaltungsreform
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/003 D711006/102
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/003 Chronik der Woche Baden-Württemberg SDR 1971-1974
Chronik der Woche Baden-Württemberg SDR 1971-1974 >> 1971 >> Februar
13.02.1971
(O-Ton) Hans Filbinger, Ministerpräsident von Baden-Württemberg: Ausschnitt aus der Regierungserklärung zur Verwaltungsreform (1'47) / Es diskutieren: (O-Ton) Lothar Späth, MdL, CDU: Letztliche Entscheidung über die Regierungsvorlage liegt beim Landtag
(O-Ton) Günter Erlewein, MdL, SPD: Abstimmung für die Reform ist weniger Koalitionszwang als Verantwortungsbewußtsein des einzelnen Abgeordneten gegenüber dem Land
(O-Ton) Lothar Späth: Gewissensentscheidung bleibt auf jeden Fall erhalten; Frage der Überzeugungskraft der Abgeordneten untereinander
(O-Ton) Hans Albrecht, MdL, FDP: Beschränkung des Mitspracherechts des Landtags auf Feinabgrenzungen steht im Widerspruch zu seiner Kontrollfunktion gegenüber der Landesregierung
(O-Ton) Lothar Späth: Ablehnung der Überweisung der Verwaltungsreform in den Sonderaussschuß durch die Opposition zeigt ihre mangelnde Kooperationsbereitschaft
(O-Ton) Hans Albrecht: Grundsätzlicher Reformwille der Opposition; doch Forderung einer anderen Verfahrensweise: zunächst Gemeindereform in Verbindung mit der Funktionalreform, dann erst Entscheidung über Verwaltungsinstanzen zwischen Gemeinden und Ministerien
(O-Ton) Lothar Späth: Gesetzentwurf zur Delegation von Aufgaben sieht auch weiterhin Zuständigkeit der Kreisstädte vor
(O-Ton) Hans Albrecht: Unklarheit darüber, welche Behörde die Aufgaben der Regierungspräsidien übernimmt
(O-Ton) Günter Erlewein: neue Verteilung der Aufgaben in allen Bereichen der Verwaltung / Konzeption der FDP führt zu langen Leerraumzeiten
(O-Ton) Lothar Späth: bessere Informierung der Bürger über die Aufgabenstellung der einzelnen Instanzen nötig
(O-Ton) Hans Albrecht: Bessere Informierung der Bürger ist auch Anliegen der Opposition
(O-Ton) Günter Erlewein, MdL, SPD: Abstimmung für die Reform ist weniger Koalitionszwang als Verantwortungsbewußtsein des einzelnen Abgeordneten gegenüber dem Land
(O-Ton) Lothar Späth: Gewissensentscheidung bleibt auf jeden Fall erhalten; Frage der Überzeugungskraft der Abgeordneten untereinander
(O-Ton) Hans Albrecht, MdL, FDP: Beschränkung des Mitspracherechts des Landtags auf Feinabgrenzungen steht im Widerspruch zu seiner Kontrollfunktion gegenüber der Landesregierung
(O-Ton) Lothar Späth: Ablehnung der Überweisung der Verwaltungsreform in den Sonderaussschuß durch die Opposition zeigt ihre mangelnde Kooperationsbereitschaft
(O-Ton) Hans Albrecht: Grundsätzlicher Reformwille der Opposition; doch Forderung einer anderen Verfahrensweise: zunächst Gemeindereform in Verbindung mit der Funktionalreform, dann erst Entscheidung über Verwaltungsinstanzen zwischen Gemeinden und Ministerien
(O-Ton) Lothar Späth: Gesetzentwurf zur Delegation von Aufgaben sieht auch weiterhin Zuständigkeit der Kreisstädte vor
(O-Ton) Hans Albrecht: Unklarheit darüber, welche Behörde die Aufgaben der Regierungspräsidien übernimmt
(O-Ton) Günter Erlewein: neue Verteilung der Aufgaben in allen Bereichen der Verwaltung / Konzeption der FDP führt zu langen Leerraumzeiten
(O-Ton) Lothar Späth: bessere Informierung der Bürger über die Aufgabenstellung der einzelnen Instanzen nötig
(O-Ton) Hans Albrecht: Bessere Informierung der Bürger ist auch Anliegen der Opposition
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Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Chronik Baden-Württemberg
Partei: CDU
Partei: FDP
Partei; SPD
Verwaltung: Verwaltungsreform
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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21.11.2025, 3:19 PM CET