Kreisbauernschaften (Bestand)
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NLA WO, 123 N
Nds. Landesarchiv, Abt. Wolfenbüttel (Archivtektonik) >> Gliederung >> 4 Nichtstaatliches Schriftgut (N) >> 4.6 Parteien, Verbände, Vereine, Gesellschaften, Stiftungen
Enthält: u.a. Hofkarten u. Erbhöferollen der Kreisbauernschaft Brsg nach Gemeinden; Erbhöferollen der Kreisbauernschaften Gandersheim, Goslar, Helmstedt, Wolfenbüttel
Geschichte des Bestandsbildners: Auf Grund der Gesetze über die Zuständigkeit des Reiches für den ständischen Aufbau der Landwirtschaft vom 15.07.1933 und über den vorläufigen Aufbau des Reichsnährstandes ... vom 13.09.1933, sowie der ersten Verordnung über den vorläufigen Aufbau des Reichsnährstandes vom 08.12.1933, wurde der Reichsnährstand die Vertretung der deutschen Bauernschaft.
In Niedersachsen bildete man die drei Landesbauernschaften Hannover, Oldenburg und Braunschweig. Die drei Landwirtschaftskammern dieser Gebiete wurden in den Reichsnährstand eingegliedert und damit aufgelöst.
Jede Landesbauernschaft (Führung: Landesbauernführer) bestand aus einer Verwaltungshauptabteilung, aus der Hauptabteilung I (Der Mensch), aus der Hauptabteilung II (Der Hof), die die Arbeit der früheren Landwirtschaftskammer fast unverändert fortführte, und der Hauptabteilung III (Der Markt). In jedem Kreis bestand eine Kreisbauernschaft mit einem Kreisbauernführer an der Spitze, desgleichen in jedem Ort eine Ortsbauernschaft mit einem Ortsbauernführer. Die innere Organisation einer Kreisbauernschaft entsprach der der Landesbauernschaft. Zu der Landesbauernschaft Braunschweig gehörten die Kreisbauernschaften Blankenburg, Braunschweig, Gandersheim, Helmstedt, Holzminden und Wolfenbüttel. 1937 wurde die Landesbauernschaft Braunschweig zum Bedauern der braunschweigischen Bevölkerung aufgelöst und an die Landesbauernschaft Niedersachsen in Hannover angeschlossen.
Stand: 05.11.1968
Bestandsgeschichte: Das in nachstehendem Findbuch verzeichnete, aus der Zeit von 1933 - 1948 stammende Schriftgut ist mit folgenden Ablieferungen in das Staatsarchiv gekommen:
Zugang 20/1960 - Abgabe der Landwirtschaftsschule Bad Gandersheim,
Zugang 21/1960 - Abgabe der Landwirtschaftsschule Braunschweig,
Zugang 24/1960 und Zugang 45/1960 - Abgaben der Landwirtschaftsschule Wolfenbüttel,
Zugang 42/1960 - Abgabe der Landwirtschaftsschule Helmstedt,
Zugang 11/1961 - Abgabe der Landwirtschaftsschule Goslar,
Das von der Kreisbauernschaft Goslar keine Erbhofakten vorliegen, erklärt sich dadurch, daß nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges das Dienstgebäude der Kreisbauernschaft besetzt war. "Ein Teil der Akten ist verloren gegangen bzw. stark durcheinander gekommen. Dann erfolgte nach 1952 ein totaler Umbau des Gebäudes, so daß die Auffindung der Akten außerordentlich schwierig war" (Mitteilung der Landwirtschaftsschule Goslar vom 07.02.1961).
Die Verzettelung des Bestandes erfolgte durch Magazinwart Gerhard Koch. Die Reinschrift des Findbuches fertigte der Angestellte H. Wöhler. Das Vorwort zum Bestand schrieb Archivdirektor Dr. J. König.
Stand: 05.11.1968
Nach 2000 wurde der Bestand um zwei weitere Zugänge ergänzt:
- Zg. 5/2001 (Abgabe der Landwirtschaftsschule Bad Gandersheim)
- Zg. 26/2009 (Abgabe des Stadtarchivs Holzminden)
Der Zugang 26/2009 entstammte offensichtlich aus der Geschäftsstelle der Kreisbauernschaft Holzminden. Die Akten waren durch feuchte und unsachgemäße Lagerung stark in Mitleidenschaft gezogen. Archivrätin Dr. Roxane Berwinkel und Dr. Pingel stuften im Juni 2009 aus konservatorischen Gründen den überwiegenden Teil der Akten als nicht archivfähig ein. Die Verzeichnung in AIDA der als archivwürdig bewerteten Akten und des bereits vorliegenden Bestands 123 N erfolgte durch Herrn Thomas Herbst, Magazinbetriebsassistent.
Stand: 16.11.2009
Bearbeiter: Dr. J. König (1968)
Bearbeiter: Dr. Norman-Mathias Pingel (2009)
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: ja
Geschichte des Bestandsbildners: Auf Grund der Gesetze über die Zuständigkeit des Reiches für den ständischen Aufbau der Landwirtschaft vom 15.07.1933 und über den vorläufigen Aufbau des Reichsnährstandes ... vom 13.09.1933, sowie der ersten Verordnung über den vorläufigen Aufbau des Reichsnährstandes vom 08.12.1933, wurde der Reichsnährstand die Vertretung der deutschen Bauernschaft.
In Niedersachsen bildete man die drei Landesbauernschaften Hannover, Oldenburg und Braunschweig. Die drei Landwirtschaftskammern dieser Gebiete wurden in den Reichsnährstand eingegliedert und damit aufgelöst.
Jede Landesbauernschaft (Führung: Landesbauernführer) bestand aus einer Verwaltungshauptabteilung, aus der Hauptabteilung I (Der Mensch), aus der Hauptabteilung II (Der Hof), die die Arbeit der früheren Landwirtschaftskammer fast unverändert fortführte, und der Hauptabteilung III (Der Markt). In jedem Kreis bestand eine Kreisbauernschaft mit einem Kreisbauernführer an der Spitze, desgleichen in jedem Ort eine Ortsbauernschaft mit einem Ortsbauernführer. Die innere Organisation einer Kreisbauernschaft entsprach der der Landesbauernschaft. Zu der Landesbauernschaft Braunschweig gehörten die Kreisbauernschaften Blankenburg, Braunschweig, Gandersheim, Helmstedt, Holzminden und Wolfenbüttel. 1937 wurde die Landesbauernschaft Braunschweig zum Bedauern der braunschweigischen Bevölkerung aufgelöst und an die Landesbauernschaft Niedersachsen in Hannover angeschlossen.
Stand: 05.11.1968
Bestandsgeschichte: Das in nachstehendem Findbuch verzeichnete, aus der Zeit von 1933 - 1948 stammende Schriftgut ist mit folgenden Ablieferungen in das Staatsarchiv gekommen:
Zugang 20/1960 - Abgabe der Landwirtschaftsschule Bad Gandersheim,
Zugang 21/1960 - Abgabe der Landwirtschaftsschule Braunschweig,
Zugang 24/1960 und Zugang 45/1960 - Abgaben der Landwirtschaftsschule Wolfenbüttel,
Zugang 42/1960 - Abgabe der Landwirtschaftsschule Helmstedt,
Zugang 11/1961 - Abgabe der Landwirtschaftsschule Goslar,
Das von der Kreisbauernschaft Goslar keine Erbhofakten vorliegen, erklärt sich dadurch, daß nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges das Dienstgebäude der Kreisbauernschaft besetzt war. "Ein Teil der Akten ist verloren gegangen bzw. stark durcheinander gekommen. Dann erfolgte nach 1952 ein totaler Umbau des Gebäudes, so daß die Auffindung der Akten außerordentlich schwierig war" (Mitteilung der Landwirtschaftsschule Goslar vom 07.02.1961).
Die Verzettelung des Bestandes erfolgte durch Magazinwart Gerhard Koch. Die Reinschrift des Findbuches fertigte der Angestellte H. Wöhler. Das Vorwort zum Bestand schrieb Archivdirektor Dr. J. König.
Stand: 05.11.1968
Nach 2000 wurde der Bestand um zwei weitere Zugänge ergänzt:
- Zg. 5/2001 (Abgabe der Landwirtschaftsschule Bad Gandersheim)
- Zg. 26/2009 (Abgabe des Stadtarchivs Holzminden)
Der Zugang 26/2009 entstammte offensichtlich aus der Geschäftsstelle der Kreisbauernschaft Holzminden. Die Akten waren durch feuchte und unsachgemäße Lagerung stark in Mitleidenschaft gezogen. Archivrätin Dr. Roxane Berwinkel und Dr. Pingel stuften im Juni 2009 aus konservatorischen Gründen den überwiegenden Teil der Akten als nicht archivfähig ein. Die Verzeichnung in AIDA der als archivwürdig bewerteten Akten und des bereits vorliegenden Bestands 123 N erfolgte durch Herrn Thomas Herbst, Magazinbetriebsassistent.
Stand: 16.11.2009
Bearbeiter: Dr. J. König (1968)
Bearbeiter: Dr. Norman-Mathias Pingel (2009)
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: ja
11,0
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 12:45 PM CEST