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Inventur- und Verlassenschaftsakten des Herzogs Carl Rudolf von Württemberg-Neuenstadt
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, G 170 Herzog Karl Rudolf von Württemberg-Neuenstadt (1667-1742)
Herzog Karl Rudolf von Württemberg-Neuenstadt (1667-1742) >> Unterlagen zu Herzog Karl Rudolf von Württemberg-Neuenstadt >> Testament und Verlassenschaft
1742-1743
Enthält:
Inventarium und Abteilung über des Herzogs Carl Rudolf zeitliche Verlassenschaft d. d. 12. Dez. 1742/8. März 1743. Mit notarieller Beglaubigung. Gebunden in Pergament. Entspricht inhaltlich (mit teils abweichender Gliederung und Foliierung) Bü 21 und Bü 22.
Das Inventarium ist folgendermaßen untergliedert:
a) Liegende Güter (fol. 4v-36r).
b) Jährlich beständige Gefälle und Gülten (fol. 36v-42).
c) Verbriefte Kapitalien (fol. 43-44).
d) Bargeld (fol. 45-54).
e) Allerlei Medaillen (fol. 55-58): Münzen und Medaillen aus Gold und Silber.
f) Gold- und Silbergeschirr, auch andere Pretiosen (fol. 59-77): Geschirr (Teller, Becher, Schalen, Schüsseln, Flaschen u.a.), Besteck (Messer, Gabeln, Löffel), Behältnisse (u.a. Teedosen, Zuckerdosen), Leuchter, Aufsätze, Schreibzeug, Nachtgeschirr aus Silber, tw. vergoldet, Glas; Tabatièren (u.a. mit Miniaturporträts), Uhren, Hemdknöpfe, Büchslein, Schnallen aus Gold, Achat, Elfenbein, Kupfer, Holz, Tombak, Schildpatt, Perlmutt, Glas, Silber, Jaspis; ein Degengefäß aus Gold; der St. Joris-Orden aus vergoldetem Silber; ein Stockknauf aus Dresdner Porzellan; seidene Geldbörsen; Pfeifen sowie ein Fernglas aus Elfenbein; ein türkischer Tabakspfeifenkopf; Spiegel, Scheren, Federmesser; Siegelstempel aus Stahl, Onyx; ein silbernes Fernglas; Kristallgläser; braune Kassetten mit Messingbeschlägen und Vergoldungen; weitere Fern- und Brenngläser, u.a. ein in Silber und Schildpatt gefasstes Brennglas; Porträtgemälde; ein Ringfutteral mit 14 Ringen, überwiegend mit teils antiken Gemmen, Kameen oder Steinen, Schlaguhren aus Messing, Silber.
g) Allerhand Raritäten und Antiquitäten (fol. 78-88): Geschirr aus Glas, Jaspis, Achat, Horn (bzw. Einhorn), Elfenbein, Silber, Rhinozeroshorn, Holz, Porzellan, Gold, Kristall, Email; Besteck (Löffel) aus Achat; Ringe aus Achat, grünen Steinen, Silber; Gemmen aus Achat, Jaspis (u.a. Judith und Holofernes, Adam und Eva, Lazarus); aus Holz geschnitzte Figuren und Porträts; Miniaturgemälde, u.a. auf Elfenbein; kleine Figuren bzw. Zierstücke aus Koralle, Elfenbein, Holz, Bein, Gold; anatomisches Modell eines Auges; Gemälde (u.a. auf Kupfer, Glas, Pergament); ein Magnet; geschliffene Marmor-, Achatstücke; zerbrochene Schnupftabaksdose aus Elfenbein; getrocknete Rose von Jericho; Muscheln und Schnecken; schwarzweiße Brettspielsteine mit "Gesichtern"; zoologische Präparate (z. B. Basilisk, Krebsschere, Fischhaut, Vogelschnabel); zwölf in Alabaster geschnittene Köpfe römischer Kaiser; Metallstatuen; "Täfelein" und "Blättlein" aus Achat; hölzernes Büchslein; Korallenzinken in einer Schachtel.
h) Bücher und Manuscripta, auch Landkarten und Risse (fol. 89-118).
i) Fürstliche Garderobe (fol. 119-146r): v.a. Kleidungsstücke; Schnallen, Degen, Hirschfänger aus tw. vergoldetem Silber, Email, Gold, Stahl; Stöcke (spanische Rohre oder Ruten) mit Knäufen u.a. aus Gold, Metall, Kristall; Peitschen; Hüte mit Gold- und Silberschmuck; Degengehänge und Sporen aus Silber; Felle und Häute; Samt-, Seiden-, Gold- und Silberstoffe und weitere Textilien; Knöpfe aus Gold und Silber; Schermesser und Scheren, Spiegel, Besteck, Tapeten, Decken; Kassetten, Koffer, Kästen aus Leder, Holz, Eisen.
j) Fürstliche Hausschneiderei (fol. 146v-154): Weitere Kleidungsstücke. k) Fürstliche Gewehr- und Rüstkammer (fol. 155-195): Büchsen, Standrohre, Karabiner, Flinten, Pistolen, Musketen von Büchsenmachern aus Wien, Ansbach, Darmstadt, Schwerin, Kassel, Kopenhagen, Berlin, Dessau, Stralsund, Utrecht, Dresden, Leuwarden, Straßburg, Gießen, Fürstenau, Paris u.a., mit Schäften u.a. aus Nussbaum, Bein, Elfenbein, Perlmutt, Silber, Messing, Vergoldungen, tw. mit gravierten Marken, Zeilen oder Bilddarstellungen, als Hersteller genannt werden Tobias Ernst Köhler aus Schwerin, Friedrich Ostermann aus Kopenhagen, Georg von der Fecht aus Berlin, Georg Christian Nehler aus Dessau, Johann Erdmann Schinzel aus Dessau und viele andere, außerdem türkische, spanische, französische, italienische Waffen; Degen, Stilets, Säbel mit Zierat aus Silber, Gold, Elfenbein, geschmelzter Arbeit (u.a. ein Haudegen aus dem Besitz des Herzogs Friedrich von Württemberg, ein Stockdegen, der auch als Musketengabel gebraucht werden kann); türkische Säbel; Kugelformen; Flintenfutterale; Pulverhörner und -flaschen, u.a. aus Schildpatt, Wildscheinzahn, Horn, Silber; Fausthämmer, z. T. türkischer Herkunft; Armbrüste und Balläster, z. T. türkischer Herkunft, mit Einlegearbeit; zoologische Präparate, z. B. Elefantenzahn, Rhinozeroshorn, Krokodil, ein Bein von einem Riesen, ein Zahn von einer 1727 durch Herrn von Thevenot in Amerika geschossenen Seekuh.
l) Bettgewand (fol. 196-216).
m) Leinwand und Tischzeug (fol. 217-223).
n) Leinwand und Bettzeug (fol. 224-226).
o) Leinwand auf dem Weißenhof (fol. 227-228).
p) Allerhand Tapezereien (fol. 229-240).
q) Spiegelwaren (fol. 241-244).
r) Zinngeschirr (fol. 245-247).
s) Metall- und Messinggeschirr (fol. 248-250).
t) Kupfergeschirr (fol. 251-254).
u) Eisen-, Blech- und Holzgeschirr (fol. 255-259).
v) Schreinwerk und andere Möbel (fol. 260-294): Tische, Sessel, Truhen, Bettladen, Guéridons, "Tresore" mit Schubladen (u.a. mit Messingbeschlägen), Schränke bzw. Kästen, Nachtstühle, Kommoden, Stühle zumeist aus Nussbaum- oder Tannenholz, Leder- und Stoffüberzügen, außerdem ein Billard mit Elfenbeinkugeln (fol. 275v).
w) Porzellan: Tee-, Kaffee-, Schokoladen-, Konfektgeschirr, Becher, Flaschen, Krüge, Vasen, Töpfe, Schalen, Schüsseln, Teller, Figuren, Dosen, tw. mit Vergoldungen, darunter: Japanisches Porzellan (fol. 295-304), sächsisches Porzellan (fol. 305r), holländisches oder Delfter Porzellan (fol. 305v-314), blau und weißes Porzellan (fol. 315-322r), allerlei Porzellangeschirr (fol. 322v-324).
x) Allerhand gläserne und andere Vasen (fol. 325-330): u.a. Teller, Schalen, Muscheln, Flaschen, Gläser mit und ohne Deckel, Pokale aus teils geschliffenem oder geschnittenem Glas, z. T. mit Devisen.
y) Gemälde und Schildereien (fol. 331-366): V.a. Schlachtengemälde, Landschaften, Bauern-, Tier- und Jagdstücke, Stilleben, biblische, klassisch-mythologische und historische Szenen, Fürstenporträts, darunter zahlreiche holländische Arbeiten ohne Nennung des Künstlers; andere Stücke von Heiß, Caloth, Meyer zu Augsburg, Lukas Cranach, Merian
z) Fürstlicher Marstall (fol. 367-404r).
a') Allerhand Schiff-, Fuhr- und Bauerngeschirr (fol. 404v-409).
b') Jagdzeug und Fischergarn (fol. 410-416r).
c') Orangerie und Gartengewächs (fol. 416v-422r).
d') Gartengeschirr (fol. 423v-426).
e') Faß-, Band-, Küfer- und Keltergeschirr (fol. 427-472).
f') Gemeiner Hausrat (fol. 473-491r).
g') Vieh (fol. 491v-497r).
h') Früchte (fol. 497v-506).
i') Wein und Getränke (fol. 507-522r).
j') Allerlei Getreide und Vorrat (fol. 522v-525v).
k') Allerlei vorrätige Baumaterialien (fol. 526-537).
l') Viktualien, Küchenspeise und dergleichen (fol. 538-540).
m') Insgemein (fol. 541-542).
n') Einnehmende SChulden (fol. 543-563r).
o') Bezahlende Schulden (fol. 563v-568).
württembergische kunstkam
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.