Ritter Johann vom Stein (vamme Steyne), Drost (drossetze) zu Löwenberg (Lewen-), Hennechen der Lange, Lewe vpme Acker, Hennechen Weetscheer, Hardunck Crueder, Peter Hoift, Hennechen Schruytwin, Heyne Abelen, Hennechen, Gerlachs Sohn, und Hennechen Pentsch, Schöffen und Dorfleute zu Honnef (Hunffe), Heyne in dem Bruche, Hennechen van Cassel, Hennechen, Gerlachs Sohn, Hennechen Koyfferchyn, Hennechen Beggart, Heyne, Claes Sohn, Hennechen Kiitz, Clais, Philips Sohn, Heyne die Vere, Herman Vynkeliin, Mens van Cassel und Hennechen Wynkelman, Schöffen und Dorfleute zu Dollendorf (-p), Heyne Sluyne, Mertin van Cudinckouen, Lotze van Buwil, Hennechen Schicke, Thomais van Buwil, Arnolt zu dem Wasser, Lewe Kauwertziin und Lewe Vogel, Schöffen und Dorfleute zu Küdinghoven (Cudinckouen), Albrecht Spiche, Arnolt Biis, Hennechen Schruytwiin, Herman Soyndach, Arnolt van Creistorp, Arnolt Ouerlair, Johan van Keyre, Hennechen Clockener, Hennechen Lyndener und Gobele Swartze, Schöffen und Dorfleute zu Sieglar (Laire, Lare), Tele Smyt, Widekint van Mauwil, Gyse van Sottinbach, Aleff van Wege, Rychwiin van Selbach, Hyntze van Heppinberch, Albrecht van dem Wege und Iacob van Aldenroide, Schöffen und Dorfleute von Altenrath (Aldenroide) sowie Gobele Monich und Lodowich Hoiffman, Schöffen und Dorfleute zu Rheidt (Reide) bekunden: Erzbischof Friedrich und sie kompromittieren wegen der Forderungen, die der Erzbischof gegen sie und das Land Löwenberg erhebt und derentwegen er und seine Amtleute ihnen Fehde angesagt hatten, auf 7 Ratleute des Erzbischofs, nämlich Godart von Wevelinghoven (Weuelkouen), Keppler und Domherrn zu Köln, Bernd van dem Berne, Propst zu Rees (Reys), Roilmann, Herrn zu Ahrenthal (Arendale), Werner von Bachem, Kämmerer, Harper von Merode (vamme Royde), Heinrich von Dattenberg (Daden-) und Johann Wolff von Rheindorf (Riindorp), Ritter. Erzbischof Friedrich entbietet die Aussteller bis zum 29. April 1375 (andach paisschen neistkomende) zu einem Tag nach Bonn (Bunne); die Benachrichtigung geht 8 Tage vorher nach Löwenberg oder Honnef schriftlich oder durch Boten. Die Aussteller oder ihre Gesandten nehmen dort die Klage [-schrift] des Erzbischofs in Empfang. Nach 14 Tagen überreichen sie wiederum in Bonn die Klage und ihre Antwort, schriftlich und besiegelt, den Schiedsleuten oder deren Beauftragten. Was die Schiedsleute dann einstimmig oder mehrheitlich binnen 14 Tagen für Recht weisen, werden die Aussteller unverzüglich vollführen und einhalten. Damit soll Erzbischof Friedrich sich auch genug sein lassen. Die Schiedsleute können ihre Spruchfrist um weitere 14 Tage oder um einen Monat verlängern. Ihr Spruch ist den Parteien schriftlich zu übergeben. Bei Tod oder Absage von Schiedsleuten wählt Johann vom Stein Ersatzmänner aus dem Rat des Erzbischofs. - Wegen aller weiteren Forderungen der Untersassen und Mannen des Erzbischofs wider die Aussteller und das Land Löwenberg kompromittieren die Aussteller auf den Erzbischof und seinen Rat und unterwerfen sich dem gleichen Verfahren wie vorstehend. - Wenn die Aussteller die Rechtsweisungen der 7 Ratleute bzw. Erzbischof Friedrichs nicht befolgen - ganz oder teilweise - oder wenn sie die Tage nicht leisten, sollen Johann vom Stein bzw. der jeweilige Inhaber der Burg Löwenberg mit 4 ritterbürtigen Mannen (selff vunften guder mannen zu den wapenen geboren), die genannte Schöffen und Dorfleute und zusätzlich 2 Mann aus jedem genannten Dorf, die Erzbischof Friedrich bestimmt, 3 Tage nach Aufforderung Erzbischof Friedrichs, nach Löwenberg oder Honnef schriftlich oder durch Boten zuzustellen, so lange in Einlager und Geiselschaft nach Bonn in vom Erzbischof bestimmte Herbergen gehen, bis sie die Sprüche befolgt haben. Wenn sie binnen 14 Tagen nach dieser Aufforderung deren Gebote nicht erfüllt haben, kann Erzbischof Friedrich ihr Gut sowie Land und Herrschaft Löwenberg angreifen, falls sie das Einlager zudem nicht leisten, sie auch persönlich - mittels Pfändung und Fehde, bis sie den Sprüchen Folge geleistet und außerdem den Schaden ersetzt haben, den ihr Widerstand dem Erzbischof verursacht und den sie anerkennen, wie er ihn ohne Nachweis einfach angibt. - Johann vom Stein bzw. der Burginhaber darf Burg und Land Löwenberg einem andern nur dann in die Hand geben, wenn dieser dem Erzbischof das vorstehende Abkommen beschworen und darüber geurkundet hat. Nachfolger der Schöffen und Dorfleute sollen binnen Monatsfrist in ihr Amt eingesetzt werden und sofort unaufgefordert beim Erzbischof oder dessen Beauftragten erscheinen und alle Punkte des Kompromisses beschwören. Erzbischof Friedrich kann sich in dieser Sache durch einen mit offenem Brief bestellten Bevollmächtigten vertreten lassen. - Die Aussteller beschwören alle Punkte der Urkunde, der Drost für sich, seine Erben und die nachfolgenden Inhaber von Burg und Land Löwenberg, die Schöffen und Dorfleute für sich und als hierzu bestellte Sachwalter, Geiseln und Bürgen aller Untersassen des Landes Löwenberg, und schließen alle Behelfe aus. - Siegelankündigung des Johann vom Stein (1) und der Schöffen von Honnef (2) für sich und die Schöffen, Dorfleute und Gemeinheiten von Dollendorf, Küdinghoven, Sieglar, Altenrath und Rheidt, welche kein Siegel haben. Siegelbitte aller Aussteller an Godart von Wevelinghoven (3), an die Ritter Johann, Herrn zu Saffenberg, (4), Roilmann, Herrn zu Ahrenthal, (5) und Johann Wolf von Rheindorf (6) sowie an Aleff Kratz (7) und die Schöffen zu Bonn (8), der Schöffen des Landes Löwenberg hoift, da wir unse urdeil plegen ze halen. Siegelankündigung der Mitsiegler, die auch Zeugen sind. Gegeven 1374 up sent Nycolaus dach des heiligen bisscoffs.