An die Meister Caspar Friedrich Lorentz und Johann Georg Hass (= Haas) wie auch die Gesellschaft der Posamentierer zu Reitlingen
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A 2 c (Zünfte) Nr. A 2 c (Zünfte) Nr. 3863
A 2 c (Zünfte) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 8-11 u. 18)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 8-11 u. 18) >> Bd. 10 Zünfte Posamentierer
1722 Dezember 22
Regest: Auf den Brief des Andreas Kestner wie auch das Schreiben des Hass ist nicht sogleich geantwortet worden, ehe hier (in Stuttgardt) Handwerk gehalten worden ist. Das ist am 21. Dezember geschehen. Auch der Meister Heussler von Metzingen ist gegenwärtig gewesen. Denn er ist mit dem Andreas Kestner in Streit gekommen, weil der Gesell wegen der Beschimpfung hier Herrschaftsstraf hat ausgestanden. So ist auch der Heussler vor offener Lade bei Meistern und Gesellen abgestraft worden. Was aber des Andreas Kestner wegen Ketten +) belangt, weil man die Gewissheit hat, dass er ohne Gruss und Kundschaft (= Zeugnis) von dort hinweg ist und Schulden hinterlassen hat, so hat das Handwerk beschlossen, ihm 2 Monat Zeit zu geben, dass er seine Kundschaft schaffen (= beschaffen) soll. Wenn er nach Verfluss von 2 Monat seine Kundschaft von Ketten oder seinen ehrlichen Namen von Ketten nicht vorweisen kann, so soll er nach Handwerks Gerechtigkeit nicht länger geduldet werden. Die Unterzeichneten hoffen, Meister und Gesellen werden sich in genannter Zeit in Ruh und Frieden miteinander betragen.
Joh. Georg Falckh,
Christianus Groß,
beide Obermeister.
Carl Christian Hoffmann von Halle aus ... (?), dieser Zeit Altgesell.
Joh. Georg Falckh,
Christianus Groß,
beide Obermeister.
Carl Christian Hoffmann von Halle aus ... (?), dieser Zeit Altgesell.
Beschreibstoff: Pap.
Archivale
Ausstellungsort: Stuttgardt
Siegel (Erhaltung): auf der Rückseite Papiersiegel
Bemerkungen: +)= Köthen (vgl. Schreiben vom 22. März 1723)
Genetisches Stadium: Or.
Siegel (Erhaltung): auf der Rückseite Papiersiegel
Bemerkungen: +)= Köthen (vgl. Schreiben vom 22. März 1723)
Genetisches Stadium: Or.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ