Dr. jur. utr. Wilhelm Bruning, fürstlichen Gograf zu Melle, bestätigt den Kaufvertrag, den am 14. April dieses Jahres Johann Kaspar itzigen Manhenrich zu Gerden, Kirchspiel Melle in Sondermühlen, vor seinem Gutsherrn Friedrich von Neheim, Erbherrn zu Sondermühlen, Rollinghof und Bissendorf sowie Landrat des Stiftes Osnabrück, und in Anwesenheit von Zeugen abgeschlossen hatte. Diesem Vertrage gemäß verkauft Manhenrich den zu seinem Erbe gehörigen Kamp der "lutken Gresling" genannt an Kaspar Lemme und Heinrich Pollman zu Gerden unter Vorbehalt des Wiederkaufsrechts für 188 Taler 15 Schillinge und 9 Pfennige. Verkaufszeugen: Martin Wilke, Kaspar Großgkorn, Vater und Sohn, wie auch Heinrich Vinckmans. Urkundenzeugen: Martin Wilke, Schreiber in Sondermühlen, und Johann Tedinghoff von Gerden. Unterschriften des Gutsherrn und des Gerichsnotars. Petschaft des Gutsherr ab. Siegel des Gerichts in Holzkapsel anhängend
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Dr. jur. utr. Wilhelm Bruning, fürstlichen Gograf zu Melle, bestätigt den Kaufvertrag, den am 14. April dieses Jahres Johann Kaspar itzigen Manhenrich zu Gerden, Kirchspiel Melle in Sondermühlen, vor seinem Gutsherrn Friedrich von Neheim, Erbherrn zu Sondermühlen, Rollinghof und Bissendorf sowie Landrat des Stiftes Osnabrück, und in Anwesenheit von Zeugen abgeschlossen hatte. Diesem Vertrage gemäß verkauft Manhenrich den zu seinem Erbe gehörigen Kamp der "lutken Gresling" genannt an Kaspar Lemme und Heinrich Pollman zu Gerden unter Vorbehalt des Wiederkaufsrechts für 188 Taler 15 Schillinge und 9 Pfennige. Verkaufszeugen: Martin Wilke, Kaspar Großgkorn, Vater und Sohn, wie auch Heinrich Vinckmans. Urkundenzeugen: Martin Wilke, Schreiber in Sondermühlen, und Johann Tedinghoff von Gerden. Unterschriften des Gutsherrn und des Gerichsnotars. Petschaft des Gutsherr ab. Siegel des Gerichts in Holzkapsel anhängend
NLA OS, Rep 3, Nr. 3230
NLA OS, Rep 3 Osnabrücker Hauptarchiv - Urkunden
Osnabrücker Hauptarchiv - Urkunden >> 1 Urkunden
18.04.1694-07.07.1792
Enthält: Dorsualnotiz vom 28.03.1792 Kaspar Heinrich Pollman zediert seinen Anteil an dem im Kaufbrief vom 18. April 1694 enthaltenen Kaufschillinge: 78 Reichstaler, 19 Schillinge und 10 Pfennige an den Altermann Schierbaum zu Osnabrück. Pohlmann hatte das Geld von dem Kammerherrn von Merode bzw. dessen Vertreter dem Prokurator Wieran bekommen, dem dann das Geld von dem Altermann vorgeschossen war. (Kaufschilling wird hier nich wie dort zu 188 Taler etc. sondern zu 190 Reichstaler 15 Schillinge und 9 Pfennige angegeben.) Dorsualnotiz vom 28.03.1792 Johann Matthias und Katharina Maria Lemmen, Eheleute zedieren ihren Anteil an dem im Kaufbriefe vom 18.04.1694 enthaltenen Kaufschillinge: 111 Reichstaler 16 Schillingen und 9 Pfennige dem Altermann Schierbaum (in Osnabrück). Schierbaum hatte die 111 Reichstaler, 16 Schillingen 11 Pfennige dem Kammerherrn von Merode, der den Eheleuten Lemmen die Summe schuldete, vorgeschossen. 75 Reichstaler von dieser Summe hatte der Gläubiger der Lemmenschen Eheleute Ortmeyer erhalten. (Kaufschilling wie bei der Pohlmannschen Zession vom gleichen Datum (28.02.1792) angegeben. Dorsualnotiz vom 28.03.1792 oder später. Johann David Ordtmeyer aus Altenmelle bescheinigt von Lemmen 75 Reichstaler erhalten und diesem daher den Kaufbrief vom 18.04.1694 nebst notariellem Dokument vom 6. Juni? 1790 ausgehändigt zu haben. Dorsualnotiz vom 07.07.1792 Johann Eberhard Schierbaum bescheinigt 190 Reichstaler, 15 Schillinge und 9 Pfennige vom Pater Blankemeyer im Auftrage Gerds Garman erhalten zu haben und überweist ihm den Kaufbrief vom 18.04.1694
Verzeichnung
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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