Anspruch auf Einhaltung eines Vertrages, den Nachlaß des Wilhelm Roeders, besonders dessen Stockgüter in Heinsberg betreffend. Nach seinem kinderlosen Tod blieb zunächst seine Witwe Leibzüchterin. Die Appellanten beanspruchten als Nachkommen einer Schwester dieser Witwe und nächste Verwandte die Güter, aber auch Nachkommen von Wilhelms Vater Rutger aus einer ersten Ehe, die Appellaten, stellten Ansprüche. Der Streit konnte zunächst vor Vogt, Statthalter und Schöffen des Gerichts Heinsberg unter den drei Parteien verglichen werden. Die Drittel wurden ausgelost. Später ließ sich Gerhard von Wierdt von Wilhelm Roeders Schwester Elisabeth, die als Nonne längst verzichtet hatte, ihre Ansprüche zedieren. Die Zession wird wegen Formfehlers (sitzend anstatt stehend erfolgt) nicht akzeptiert.
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Anspruch auf Einhaltung eines Vertrages, den Nachlaß des Wilhelm Roeders, besonders dessen Stockgüter in Heinsberg betreffend. Nach seinem kinderlosen Tod blieb zunächst seine Witwe Leibzüchterin. Die Appellanten beanspruchten als Nachkommen einer Schwester dieser Witwe und nächste Verwandte die Güter, aber auch Nachkommen von Wilhelms Vater Rutger aus einer ersten Ehe, die Appellaten, stellten Ansprüche. Der Streit konnte zunächst vor Vogt, Statthalter und Schöffen des Gerichts Heinsberg unter den drei Parteien verglichen werden. Die Drittel wurden ausgelost. Später ließ sich Gerhard von Wierdt von Wilhelm Roeders Schwester Elisabeth, die als Nonne längst verzichtet hatte, ihre Ansprüche zedieren. Die Zession wird wegen Formfehlers (sitzend anstatt stehend erfolgt) nicht akzeptiert.
AA 0627, 2218 - H 32/105
AA 0627 Reichskammergericht, Teil IV: H
Reichskammergericht, Teil IV: H >> 1. Buchstabe H
1553 - 1645 (1553 - 1630)
Enthaeltvermerke: Kläger: Wilhelm Habich gen. Röders und Konsorten: Gerit Raphans, Reinhard Pauls und Johann Sauellender, Heinsberg, (Bekl.) Beklagter: Wilhelm von Wierdt (Wirdt, Werdt, Wirde, Werth), Linnich, und Konsorten: Gerhard von Wierdts Kinder und Erben, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Deschler 1553 - Dr. Julius Marth 1553 - Dr. Laurentius Vomelius 1591 - Dr. Johann Jakob Kremer 1591 - Dr. Johann Guddelman (statt Gödelmann) 1591 - Lic. Johann Vianden 1591 - Dr. Marsilius Berchener 1594 - Dr. Caspar Morhardt 1602 - Lic. Wilhelm Fabritius 1623 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Ludwig Ziegler 1553 - Dr. Adam Themar 1553 - Lic. Mauritius Breunlin 1553 (gest. 26. Feb. 1564) - Lic. Eobaldus Silvius 1564 - Dr. Johann Brentzlin 1577 - Dr. Caspar (falsch statt Johann ?) Lasser 1577 - Lic. Johann Konrad Streitter 1586 - Lic. Johann Vianden 1586 - Dr. Johann Jakob Kölblin 1602 - Dr. Johann Friedrich Haugh 1603 Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Statthalter und Mannen von Lehen des Hauses Heinsberg 1532 - 2. Jül.-berg. Räte - 3. RKG 1553 - 1645 (1553 - 1630) Beweismittel: Bd. I: Genealogisches Schema (78 und Q 25). Bd. II: Verhandlungen und Zeugenaussagen vor dem Aachener Kanoniker und kaiserlichen Kommissar Heinrich Lyneman 1563 (Q 30). Anwaltskosten Lic. Silvius (Q 41). Urteile 1. und 2. Instanz (Q 44). Aufstellung der umstrittenen Güter einschließlich des Ertrages der letzten 20 Jahre 1573 (Q 50). Bd. III: Angaben über die umstrittenen Güter (Q 51). Abschrift des Protokolls Q 36 - 101 (39 - 48). Zeugenaussagen (Q 69). Bd. V: überwiegend Zeugenaussagen. Gezeichneter Plan, vermutlich Heinsberg (121/122). Beschreibung: 5 Bde., alle gebunden, 16 cm, 748 Bl.; Q 1 - 102, 16 Beilagen; Bd. I: 162 Bl.; Q 1 - 29; Bd. II: 139 Bl.; Q 30 - 50; Bd. III: 164 Bl.; Q 51 - 69; Bd. IV: 136 Bl.; Q 71 - 102, 12 Beilagen; Bd. V: 147 Bl. Lit.: H. H. Deußen, Verwandtschaftliche Beziehungen innerhalb Heinsberger Beamtenfamilien im 16./17. Jahrhundert, in: Heimatkalender des Selfkantkreis Geilenkirchen- Heinsberg 7. Jg. (1957) S. 21.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.04.2022, 23:22 MESZ