Bund der Vertriebenen - Landesverband Baden-Württemberg (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Q 3/51
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Nachlässe, Verbands- und Familienarchive >> Verbands- und Familienarchive
(1947-) 1952-2004
Inhalt und Bewertung
Der Bund der Vertriebenen wurde 1949 zunächst als "Landesverband der Vertriebenen Deutschen in Nordwürttemberg" und am 9. November 1952 als Gesamtverband aller Regierungsbezirke in Baden-Württemberg unter dem heutigen Namen gegründet. Der BdV hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich für die rechtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Belange seiner Mitglieder einzutreten, die Interessen der Vertriebenen gegenüber der Politik zu vertreten und das heimatliche Kulturgut zu erhalten und zu fördern.
Mitglieder des BdV sind 43 Kreisverbände und die 21 Landsmannschaften. Die Funktionen des Landesverbands schlagen sich auch in der Überlieferung nieder. Der dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart im Frühjahr 2002 übergebenen Bestand umfasst Unterlagen zu den Heimattagen, Kontakt mit den Kreisverbänden, Veranstaltungen von Tagungen etc.
Vorbemerkung: Über den Landesvorsitzenden des Bunds der Vertriebenen (BdV) in Baden-Württemberg, den früheren Landtagsabgeordneten Arnold Tölg wurde im Januar 2002 der Kontakt zur Geschäftsstelle des BdV im Haus der Heimat (Schlossstr. 92, 70176 Stuttgart) hergestellt. Bei einem Besichtigungstermin vor Ort wurde mit dem Geschäftsführer Ulrich Klein die für eine Abgabe in Frage kommenden Unterlagen gesichtet; auch wurden die Modalitäten der Übergabe geklärt (Schenkungsvertrag). Am 28. Februar 2002 wurden das größtenteils in Ordnern organisierte Schriftgut in 22 Umzugskartons in das Magazin Olgastraße gebracht und in den folgenden Tagen ausgepackt, in die Regale geräumt (wobei versucht wurde, die ursprünglichen Reihen zu rekonstruieren), durchnummeriert und in einer vorläufigen Liste erfasst. Die Reihenfolge im Abgabeverzeichnis folgt der Aufstellung im Regal, Veränderungen in der Klassifikation werden sich evt. bei der Verzeichnung noch ergeben, ebenso werden sich wohl einige wenige Nummern oder Teile daraus als kassabel erweisen. Der Bestand umfasst sowohl Sachakten, z.B. für die Organisation der Heimattage, als auch Korrespondenzserien, die jedoch nur zum Teil zweiseitig angelegt sind. Die Akten mit den "abgelegten Personalakten" (Bü 113 und 114) sind gesperrt. Der Bestand umfasst 188 Nummern und 15 lfd m. Stuttgart, 8. März 2002 Regina Keyler Am 25. Februar 2004 wurden von der Unterzeichneten und Dr. Bohl eine weitere Ablieferung von Akten beim BdV abgeholt und in das Magazin der Olgastraße verbracht. Zwei Ordner, die lediglich Schriftwechsel zum Bezug der Mitgliederzeitschrift enthielten, wurden noch vor Ort kassiert. Die Unterlagen wurden Anfang März 2004 von dem Praktikanten Andreas Neuburger in einem vorläufigen Ablieferungsverzeichnis erfasst und in die erweiterte Gliederung eingearbeitet. Daraufhin wurde ein aktualisiertes Ablieferungsverzeichnis ausgedruckt. Der Bestand umfasst nun 231 Nummern. Stuttgart, 16. März 2004 Regina Keyler
231 Nummern (18,50 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ