Testament des Eraßmus Stürstab, Bürgers zu Nürnberg. Die Beerdigung soll in dem Kirchlein zu Rückersdorf vor dem Choraltar erfolgen. Den Teilnehmern aus Peringsdorf und Rückersdorf sollen je 8 Pfenning oder ½ Batzen und dem amtierenden Priester 1 Goldgulden gereicht werden. Folgende Legate werden ausgesetzt: dem Neuen Spital 30 fl.; den Hausarmen in der Stadt und auf dem Lande 30 fl.; der Losungstube 10 fl.; dem Gotteshaus zu Rückersdorf alle lateinische und teutsche bücher, so evangelisch und dem evangelis angehörig; einem unvermögenden, aber mit einem stipendis juris Begabten alle lateinische bücher, so der juristerey dienstlich; einem gelehrten Bürgersknaben, der von dem Schulmeister zu St. Sebald als geeignet angesehen wird, alle anderen lateinischen bücher; der pfaffensfründt zu Rückersdorf jährlich 5 fl. aus einem Kapital von 100 fl, das die Ehefrau des Erblassers, Anna, zu diesem Zwecke anlegen soll; einer armen bürgers tochter von frommen Landtwercksleuten der Erlös aus dem Verkauf der Kleider des Erblassersausgenommen die hembder - zur Aussteuer, den ehalten je 2 fl.; den überlebenden Geschwistern je 2 fl.; der Schwester das Erblassers, Catharina Lienhart Theurlin, ein trinckgschirr oder cleinod im Werte bis zu 12 oder 14 fl.; der Ehefrau Anna zur Erfüllung des ihr im Heiratsbrief zu gesicherten Gegenvermächtnisses von 1000 fl. aus den Breitensteiner Lehen 400 fl. Hauptgut oder 20 fl. jährlichen Gattergelds; der selben die Renten aus den Lehengütern zum untern oder nidern Galgenhof, derselben die Nutzung der unverbrauchten Errungenschrift. Zu Erbin wird eingesetzt die Ehefrau des Erblassers, Anna. - Zeugen: Cristoff Gugel, der rechten doctor und Wolf Harsdorfer, Bürger und des kleineren Rats.

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Staatsarchiv Nürnberg