Mainz, 1612.12.10. (Richter Hettisch). Der Biersieder und Rheinmeister Philipp Fuchs u.s.Fr. Margreth bekennen, daß sie der Präsenz von St. Alban (vertreten durch den Vikar und Kistenmeister Ludwig Braunfels) wegen des von Johann Lautz + an sich erkauften Bierhauses zum großen und kleinen Rohrheimer, nächst beim Diermarkt nahe dem Stephansberg, zu einem Pfründhaus dem Kloster St. Mariä Magdalenä gehörig, unten an den Erben des Schneiders Peter Müller (jetzt Hermann Schwarz, Hühnerfänger bei Hof), und des gegenüberliegenden Hauses zum Nickstein, zwischen dem Garten von St. Agnes und Hans Pfahen, Bäcker, 1000 fl. B. schulden, abzahlbar zu je 500 fl. und bis dahin zu verzinsen. Die beiden Häuser zinsen der Domkustorei 23 Albus, das Haus zum Nichstein zu St. Viktor 30 ß. Unterpfand die beiden Häuser sowie die übrige Habe und Nahrung. Z.: Michael Griel, Wagner, und Adam Osterman.
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Mainz, 1612.12.10. (Richter Hettisch). Der Biersieder und Rheinmeister Philipp Fuchs u.s.Fr. Margreth bekennen, daß sie der Präsenz von St. Alban (vertreten durch den Vikar und Kistenmeister Ludwig Braunfels) wegen des von Johann Lautz + an sich erkauften Bierhauses zum großen und kleinen Rohrheimer, nächst beim Diermarkt nahe dem Stephansberg, zu einem Pfründhaus dem Kloster St. Mariä Magdalenä gehörig, unten an den Erben des Schneiders Peter Müller (jetzt Hermann Schwarz, Hühnerfänger bei Hof), und des gegenüberliegenden Hauses zum Nickstein, zwischen dem Garten von St. Agnes und Hans Pfahen, Bäcker, 1000 fl. B. schulden, abzahlbar zu je 500 fl. und bis dahin zu verzinsen. Die beiden Häuser zinsen der Domkustorei 23 Albus, das Haus zum Nichstein zu St. Viktor 30 ß. Unterpfand die beiden Häuser sowie die übrige Habe und Nahrung. Z.: Michael Griel, Wagner, und Adam Osterman.
U / 1612 Dezember 10 (in 5 / 23)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 5 (Stadtgericht)
10.12.1612
Stadtgericht Mainz
In 5 / 23, fol. 220 v.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:31 MESZ