DSHI 570 Gesellschaft für Geschichte und Altertumskunde Riga (Bestand)
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Dokumentesammlung des Herder-Instituts [Isil-Code DE-1988] (Archivtektonik) >> DSHI 570 Universität u. wissenschaftl. Gesellschaften (Kopienbestand)
Bestandsbeschreibung: Gesellschaft für Geschichte und Altertumskunde Riga (GGA)
1834 als Gesellschaft für Geschichte u. Altertumskunde der Ostseeprovinzen Rußlands gegründet, nach 1918: Gesellschaft für Geschichte und Altertumskunde zu Riga. Entfaltete eine rege Publikationstätigkeit, u.a. Herausgabe der Reihen “Mitteilungen aus dem Gebiete der Geschichte Liv-, Ehst- und Kurlands” 1840-1911 (bzw. 1921-1937: “Mitteilungen aus der livländischen Geschichte” und Neue Folge: “Mitteilungen aus der baltischen Geschichte” 1938/39, insgesamt 26 Bände), die ”Sitzungsberichte” der Gesellschaft 1874-1936 sowie seit 1890 das ”Liv-, Est- und Kurländische Urkundenbuch” (neun Bände). Die Gesellschaft war Veranstalter von Vorträgen, Tagungen und Ausstellungen (u. a. des Ersten Baltischen Historikertags 1908 in Riga) und verfügte über das Dommuseum, eine Bibliothek und eine spezielle Handschriftensammlung (Archiv). 1935 und 1936 wurden die Bestände der Gesellschaft durch die lettischen Behörden verstaatlicht, die Gesellschaft im Zuge der Umsiedlung der Deutschbalten 1939 aufgelöst.
Die Gesellschaft mußte ihre Handschriftensammlung 1935 dem Lettischen Staatsarchiv in Riga übergeben. In geringer Auswahl konnte sie 1940 in die Verfilmungsaktion einbezogen werden. Sie befindet sich heute im Historischen Staatsarchiv Riga.
Dionysius Fabricius: Livonicae Hystoriae compendiosa series 1158-1610; ”Matricula et Diarium” des Lyzeums in Riga 1675-1820; Tagebuch des Propstes Heinrich Baumann 1760-1773; Tagebuch von Friedrich von Meyendorff 1884-1906; Briefe an Friedrich Konrad Gadebusch 1756-1780; August Wilhelm Hupels Briefe an Jakob Benjamin Fischer (1731-1793) 1775-1791; Annales Ecclesiastici Rigenses 1759-1843; Schragenbuch der Stadt Riga; Register des Rigischen Magistrats Correspondence 1710-1774; Gottfried Georg Mylich: Alphabetisches Verzeichnis aller Kirchen der Herzogthümer Kurland, Semgallen, Piltenschen Kreises 1780; Pastor August Wilhelm von Keußler: Konversionen im 19. Jh. (mit Vorwort des Sohnes Friedrich v. K. von 1917); Kurländische Landesschriften 1744-1752; Protokolle der Kirchenvisitationen 1634-1670; Missivregister der deutschen Kanzler des Generalgouvernements Livland 1610-1710; Livonica-Sammlung des Dänischen Reichsarchivs Kopenhagen, u. a.
68 AE, 1158-1906
Ungedruckte Findhilfsmittel. Katalog der Handschriften der Gesellschaft für Geschichte und Altertumskunde zu Riga (Handschrift, drei Bände, 1890er Jahre, DSHI Rep. Riga 19; dazu Typoskript vorh.); Verzeichnis der Karten und Pläne der Gesellschaft für Geschichte und Altertumskunde (463 Nachweise, ein Bd., DSHI Rep. Riga 27); Central'nyj gosudarstvennyj istorièeskij archiv Latvijskoj SSR., S. 68; Grimsted: Archives and Manuscript Repositories, S. 184 f., 189, 238 f.; Enš: Iz istorii archivnogo dela v Latvii, S. 155-157.
Literatur: Hellmuth Weiss: Die historischen Gesellschaften, in: Geschichte der deutschbaltischen Geschichtsschreibung, S. 121-139, insbesondere S. 124-128, mit weiteren Literaturnachweisen.
1834 als Gesellschaft für Geschichte u. Altertumskunde der Ostseeprovinzen Rußlands gegründet, nach 1918: Gesellschaft für Geschichte und Altertumskunde zu Riga. Entfaltete eine rege Publikationstätigkeit, u.a. Herausgabe der Reihen “Mitteilungen aus dem Gebiete der Geschichte Liv-, Ehst- und Kurlands” 1840-1911 (bzw. 1921-1937: “Mitteilungen aus der livländischen Geschichte” und Neue Folge: “Mitteilungen aus der baltischen Geschichte” 1938/39, insgesamt 26 Bände), die ”Sitzungsberichte” der Gesellschaft 1874-1936 sowie seit 1890 das ”Liv-, Est- und Kurländische Urkundenbuch” (neun Bände). Die Gesellschaft war Veranstalter von Vorträgen, Tagungen und Ausstellungen (u. a. des Ersten Baltischen Historikertags 1908 in Riga) und verfügte über das Dommuseum, eine Bibliothek und eine spezielle Handschriftensammlung (Archiv). 1935 und 1936 wurden die Bestände der Gesellschaft durch die lettischen Behörden verstaatlicht, die Gesellschaft im Zuge der Umsiedlung der Deutschbalten 1939 aufgelöst.
Die Gesellschaft mußte ihre Handschriftensammlung 1935 dem Lettischen Staatsarchiv in Riga übergeben. In geringer Auswahl konnte sie 1940 in die Verfilmungsaktion einbezogen werden. Sie befindet sich heute im Historischen Staatsarchiv Riga.
Dionysius Fabricius: Livonicae Hystoriae compendiosa series 1158-1610; ”Matricula et Diarium” des Lyzeums in Riga 1675-1820; Tagebuch des Propstes Heinrich Baumann 1760-1773; Tagebuch von Friedrich von Meyendorff 1884-1906; Briefe an Friedrich Konrad Gadebusch 1756-1780; August Wilhelm Hupels Briefe an Jakob Benjamin Fischer (1731-1793) 1775-1791; Annales Ecclesiastici Rigenses 1759-1843; Schragenbuch der Stadt Riga; Register des Rigischen Magistrats Correspondence 1710-1774; Gottfried Georg Mylich: Alphabetisches Verzeichnis aller Kirchen der Herzogthümer Kurland, Semgallen, Piltenschen Kreises 1780; Pastor August Wilhelm von Keußler: Konversionen im 19. Jh. (mit Vorwort des Sohnes Friedrich v. K. von 1917); Kurländische Landesschriften 1744-1752; Protokolle der Kirchenvisitationen 1634-1670; Missivregister der deutschen Kanzler des Generalgouvernements Livland 1610-1710; Livonica-Sammlung des Dänischen Reichsarchivs Kopenhagen, u. a.
68 AE, 1158-1906
Ungedruckte Findhilfsmittel. Katalog der Handschriften der Gesellschaft für Geschichte und Altertumskunde zu Riga (Handschrift, drei Bände, 1890er Jahre, DSHI Rep. Riga 19; dazu Typoskript vorh.); Verzeichnis der Karten und Pläne der Gesellschaft für Geschichte und Altertumskunde (463 Nachweise, ein Bd., DSHI Rep. Riga 27); Central'nyj gosudarstvennyj istorièeskij archiv Latvijskoj SSR., S. 68; Grimsted: Archives and Manuscript Repositories, S. 184 f., 189, 238 f.; Enš: Iz istorii archivnogo dela v Latvii, S. 155-157.
Literatur: Hellmuth Weiss: Die historischen Gesellschaften, in: Geschichte der deutschbaltischen Geschichtsschreibung, S. 121-139, insbesondere S. 124-128, mit weiteren Literaturnachweisen.
Archivbestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
18.02.2026, 15:26 MEZ
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