Klage am weltl. Hofgericht der Maria Christine von Schonebeck (vertr. d.d. Agenten Deiters) ./. den Hauptmann Max Heinrich von Cornarens vom Rgt. Graf Lippe (vertr. d.d. Agenten Heikel). wegen Unterlassung des angeblich versprochenen Heirat und Unterhaltung für ein uneheliches Kind. Auf Anordnung des Kurfürsten wurde zur Klärung der Sache eine Kommission eingesetzt mit Kanonikus Büren, Bürgermeister Dr. von der Beck und Kriegsauditor Dr. Christian Schilgen.
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Klage am weltl. Hofgericht der Maria Christine von Schonebeck (vertr. d.d. Agenten Deiters) ./. den Hauptmann Max Heinrich von Cornarens vom Rgt. Graf Lippe (vertr. d.d. Agenten Heikel). wegen Unterlassung des angeblich versprochenen Heirat und Unterhaltung für ein uneheliches Kind. Auf Anordnung des Kurfürsten wurde zur Klärung der Sache eine Kommission eingesetzt mit Kanonikus Büren, Bürgermeister Dr. von der Beck und Kriegsauditor Dr. Christian Schilgen.
B-Acta jud, 944
B-Acta jud Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten)
Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten) >> 1701-1800
1723 - 1724
Enthält: Am 4.2.1724 wurde Cornarens verurteilt, für die Kosten des Kindbetts (aus Anlass der Entbindung der M. Chr. von Schonebeck) und der Taufe des Kindes 50 Rt. zu zahlen. Am 23.3. 1724 dekretierte der Kurfürst, dass Cornarens für das Kind von der 7. Lebenswoche an mtl. 4 Rt., 4 Schill. und 7 Pf. zu leisten habe; ferner habe er die Prozesskosten zu tragen. Der Oberkriegskommissar Schücking wurde angewiesen, die Gelder von der mtl. Gage des Conarens abzuhalten. Als Schreiber der Kurfürstl. Kommission fungiert der Aktuar Wanray.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:16 MEZ