Parteien: Gebr. Johann Raab, kurbayerischer Obrist, und Anton Ulrich von Haxthausen gegen Graf Maximilian Karl von Löwenstein-Wertheim-Rochefort, Schultheiß, Bürgermeister und Gemeinde zu Zeilhard Vertreter: Dr. Johann Ulrich Zeller 1697 subd. Dr. Johann Paul Fuchs 1697 Lic. Johann Philipp Nidderer 1697 (1693) subd. Lic. Franz Konrad Steinhausen 1697 (1693) subd. Lic. Wilhelm Heeser 1701 Gegenstand: mandati auf die pfandungs constitution de restituendo, non amplius turbando nec offendendo s.c. Verletzung kläg. Obrigkeit in Jörgenhausen (Georgenhausen), insbes. des Rechts zum Einzug der für die Ritterkasse bestimmten Kriegssteuern, durch Wegnahme von Feldfrüchten aus Gütern, die im benachbarten löwensteinischen Ort Zeilhard liegen. Frage der Besteuerung von Gütern ortsfremder Personen (collectatio forensium). Sie erfolgt nach Reichsrecht und Gewohnheit dortiger Gegend entspr. Belegenheit des besteuerten Grundstücks (locus rei sitae) und nicht nach Wohnsitz des Steuerpflichtigen (locus domicilii). Mandatum ulterius wegen fortdauernder Beeinträchtigung.
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Parteien: Gebr. Johann Raab, kurbayerischer Obrist, und Anton Ulrich von Haxthausen gegen Graf Maximilian Karl von Löwenstein-Wertheim-Rochefort, Schultheiß, Bürgermeister und Gemeinde zu Zeilhard Vertreter: Dr. Johann Ulrich Zeller 1697 subd. Dr. Johann Paul Fuchs 1697 Lic. Johann Philipp Nidderer 1697 (1693) subd. Lic. Franz Konrad Steinhausen 1697 (1693) subd. Lic. Wilhelm Heeser 1701 Gegenstand: mandati auf die pfandungs constitution de restituendo, non amplius turbando nec offendendo s.c. Verletzung kläg. Obrigkeit in Jörgenhausen (Georgenhausen), insbes. des Rechts zum Einzug der für die Ritterkasse bestimmten Kriegssteuern, durch Wegnahme von Feldfrüchten aus Gütern, die im benachbarten löwensteinischen Ort Zeilhard liegen. Frage der Besteuerung von Gütern ortsfremder Personen (collectatio forensium). Sie erfolgt nach Reichsrecht und Gewohnheit dortiger Gegend entspr. Belegenheit des besteuerten Grundstücks (locus rei sitae) und nicht nach Wohnsitz des Steuerpflichtigen (locus domicilii). Mandatum ulterius wegen fortdauernder Beeinträchtigung.
Abt. Staatsarchiv Wertheim, R-J 10 Nr. 3
R-Rep. 9 Nr. 231
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Wertheim, R-J 10 Reichskammergericht
Reichskammergericht >> Titelaufnahmen
1697-1702
Darin: Q 3 Instr. des Notars Remigius le Petit mit Vernehmung des Hans Peter Wentz u.a. Einw. von Georgenhausen betr. durch Pfändung von Hafer und Erbsen erlittene Schäden (Ausf.) 1696
Q 9-13, 16 Atteste der Ämter Umstadt und Dieburg sowie der Gerichte von Habitzheim, Großenzimmern (Groß-Zimmern), Spachbrücken und Ober-Ramstat betr. Besteuerung von Auswärtigen (ausf.) 1697
Q 14 Verhör der Zeilharder Gemeindsleute Johann Konrad Sauer, Adam von Boss und Hans Peter Weicker durch Gericht Habitzheim (Ausf.) 1697
ohne Q Spachbrücken, Zeilhard und Groß-Zimmern betr. Auszüge aus Habitzheimer Schatzungsbeschreibung mit Angabe der Ausmärker von Dieburg, Georgenhausen, Gundernhausen u.a. O. 1601, 1604 mit Auszug aus Prot. der Habitzheimer Schatzungsbelag (Steuereinschätzung) betr. in Spachbrücken begüterte Georgenhauser 1615 (Lit. A zu Schriftsatz prod. 16.12.1701)
Q 9-13, 16 Atteste der Ämter Umstadt und Dieburg sowie der Gerichte von Habitzheim, Großenzimmern (Groß-Zimmern), Spachbrücken und Ober-Ramstat betr. Besteuerung von Auswärtigen (ausf.) 1697
Q 14 Verhör der Zeilharder Gemeindsleute Johann Konrad Sauer, Adam von Boss und Hans Peter Weicker durch Gericht Habitzheim (Ausf.) 1697
ohne Q Spachbrücken, Zeilhard und Groß-Zimmern betr. Auszüge aus Habitzheimer Schatzungsbeschreibung mit Angabe der Ausmärker von Dieburg, Georgenhausen, Gundernhausen u.a. O. 1601, 1604 mit Auszug aus Prot. der Habitzheimer Schatzungsbelag (Steuereinschätzung) betr. in Spachbrücken begüterte Georgenhauser 1615 (Lit. A zu Schriftsatz prod. 16.12.1701)
Q 1-17 und 10 weitere Schriftstücke, 2 cm
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:18 MEZ