Schriftwechsel Antonie Talaga mit Margarete Neidhart
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RAK 002, A 042 (1-10)
RAK 002 Talaga, Valentin (1894-1941)
Talaga, Valentin (1894-1941) >> 05. Korrespondenz
1941 - 1942
Enthält: 1: Antonie Talaga an Margarete Neidhart, Bonn 18. April 1942: Antonie Talaga spricht über Margarete Neidharts Arbeit an Talagas unvollendetem Altarbild für Farchant. Außerdem fand sie in seinen Sachen eine Reihe an Gedichten, deren Titel sie auflistet und die von Dr. Kurt Voss abgetippt wurden. Sie schreibt weiterhin, dass sie für Neidharts Sohn betet, ihr eigener Neffe liege im Lazarett. 2: Antonie Talaga an Margarete Neidhart, Bonn 14. Juli 1942: Antonie Talaga kündigt ihren Besuch in Farchant an und berichtet, dass das Honorar für Talagas unvollendetes, von Neidhart beendetes Bild für die Kirche in Farchant angekommen sei, da das Bild nun vollendet ist. 3: Antonie Talaga an Margarete Neidhart, Bonn 29. April 1942: Antonie Talaga bittet Margarete Neidhart, ihr und einer Freundin ein Zimmer in Farchant für einen geplanten Besuch im Sommer zu besorgen. Zu dieser Zeit sollte auch Talagas Altarbild in Farchant eingeweiht werden. Sie berichtet auch über die Fliegerangriffe auf Köln und dass in der letzten Woche die Ausstellungsgebäude des Kölnischen Kunstvereins zerstört worden seien und das dort ausgestellte Bild Valentin Talagas verbrannte, wie ihr Dr. Kurt Voss berichtete. 4: Antonie Talaga an Margarete Neidhart, Bonn 13. August 1942: Antonie Talaga berichtet, dass sie direkt nach dem Urlaub in Farchant ihren Schwager beerdigen musste und ihr Neffe vielleicht nach Afrika geschickt wird. Außerdem habe sie Bilder von Valentin aus Düsseldorf abgeholt und Dr. Kurt Voss habe mit Dr. Kaspar Roeseling Talagas Gedichte durchgesehen, die in der bibliophilen Gesellschaft in Köln vorgetragen werden sollen. 5: Antonie Talaga an Margarete Neidhart, Bonn 16. Juni 1942: Antonie Talaga berichtet über die Bombenzerstörungen in Bonn und Köln bei ihrer Familie und Kurt Voss und dass sie sich auf einen Besuch in Farchant freut, um die Gemälde ihres Bruders zu sehen. 6: Antonie Talaga an Margarete Neidhart, Bonn 23. Januar 1942: Antonie Talaga berichtet, dass das unvollendete Gemälde ihres Bruders nun verpackt sei und nach Farchant geschickt werden könne, sodass Margarete Neidhart es vollenden kann. Außedem spricht sie von der Zeit nach Valentin Talagas Beerdigung, über eine Grabstätte etc. 7: Antonie Talaga an Margarete Neidhart, Bonn 17. Mai 1942: Antonie Talaga spricht von der anstehenden Reise nach Farchant und von einem Gedicht Valentin Talagas, das sie dem Brief beilegt. Außerdem spricht sie von den weiteren Gedichten ihres Bruders, die Kurt Voss noch ordnen will. Beiligend: Abgetipptes Gedicht von Valentin Talaga. 8: Antonie Talaga an Margarete Neidhart, Bonn 12. Februar 1942: Antonie Talaga spricht von den Farben ihres Bruders, die sie nun auch an Margarete Neidhart verschickt hat. Außerdem berichtet sie, dass ihr Bruder nun doch auf dem Poppelsdorfer Friedhof unterhalb des Kreuzbergs ein Grab bekommen kann, wo es ihm immer so gut gefallen hat, dass er sich dort ein Haus bauen wollte. 9: Antonie Talaga an Margarete Neidhart, Bonn 2. und 8. Januar 1942: Antonie Talaga spricht davon, dass sie ein geeignetes Bild für Valentin Talagas Totenzettel gefunden hat, das sie Margarete Neidhart in der kommenden Woche nach Farchant für den Druck der Totenzettel schicken wird und ob sie einige davon nach Bonn schicken könne. Im zweiten Brief schreibt sie über Verhandlungen mit Herrn Reuland wegen einiger Bildpreise, wobei Kurt Voss wohl vermittelt hat. Voss brachte außerdem 6 Bilder von Talaga in die am 04. Januar eröffnete Wanderausstellung des Gaukulturwerks in Brühl, wo ein Malerkollege, [Emil] Flecken, in seiner Funktion als Sachbearbeiter des Kulturwerks Köln-Aachen, einen Trauerflor an Talagas Bildern anbrachte. Brief 2 liegen zwei Zeitungsausschnitte über die Ausstellung bei. 10: Valentin Talaga an Margarete Neidhart: Talaga schreibt über Neidharts zurückliegenden Besuch bei ihm. Außerdem spricht er von einer Picasso-Ausstellung, die er mit seiner Mutter besuchte sowie von einer Verletzung am Oberschenkel. Talaga spricht ebenso seine Arbeit für die Kirche in Farchant an sowie verschiedene gemeinsame Freunde wie Richard Schreiber, Werner Heuser und Walter Kaesbach.
Briefe: bis Din-A 4, Umschläge: bis 12,5 x 17,5 cm
Archivale
Person 2 (Funktion): Empfänger
Person 2: Neidhart, Margarete
Person 1 (Funktion): Absender
Person 1: Talaga, Antonie (Toni)
Person 2: Neidhart, Margarete
Person 1 (Funktion): Absender
Person 1: Talaga, Antonie (Toni)
Flecken, Emil - Maler, Lehrer an den Kölner Werkschulen
Heuser, Prof. Werner - Späterer Leiter Kunstakademie Düsseldorf
Kaesbach, Walter - Kunsthistoriker
Neidhart, Margarete, geb. Elshorst - Malerin, Schriftstellerin
Reuland, Heinrich - Kölner Apotheker
Roeseling, Dr. Kaspar - Komponist, Musikpädagoge
Talaga, Antonie - Schwester von Valentin Talaga
Voss, Dr. Kurt - Kölner Kunstsammler
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
09.01.2026, 11:49 AM CET