Oberforstamt Seesen (Bestand)
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NLA WO, 54 Neu 8
Nds. Landesarchiv, Abt. Wolfenbüttel (Archivtektonik) >> Gliederung >> 3 Akten (Alt / W / Neu / Nds / R / Bund) >> 3.3 Neuere Landesakten (Neu) >> 3.3.8 Forstverwaltung >> 3.3.8.2 Oberforstämter
1692-1914
Bestandsgeschichte: Die Bestände 54 Neu 1- 54 Neu 10 waren seit 1990 in einem Sammelfindbuch erfasst. Da inzwischen eine Reihe von Nachträgen Eingang in die 54 Neu-Bestände fanden und eine Neuklassifizierung und Indizierung notwendig wurde, hat der Unterzeichnende das Sammelfindbuch im Sommer 2001 in seine einzelnen Bestände aufgelöst.
Das vorliegende Vorwort wandelt das von Dr. Strauß im Jahr 1990 für das Sammelfindbuch erstellte dem gegenwärtigen Verzeichnungsstand entsprechend ab.
Die 10 Oberforstämter unterstanden der Herzoglichen Kammer (Direktion der Forsten und Jagden). Der überwiegende Teil der Akten stammt aus der Mitte und der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, einzelne Bände reichen aber auch bis in das 17. Jahrhundert zurück.
A.) Anmerkung zur Behördengeschichte (1)
Der Direktion der Forsten und Jagden unterstand die Verwaltung der zum Kammergut und zum Vereinigten Kloster- und Studienfonds "gehörenden Forsten, wilden Fischereien und Jagden, und die mit deren Benutzung in Verbindung stehenden Grundstücke und Gerechtsame, so wie die Holzflößen, Holzmagazine und Sägemühlen". (2) In § 10 wurden als weitere Aufgaben festgelegt: "die Mitaufsicht über den Betrieb und die Benutzung der Gemeinde-Forsten", die Anfertigung der "Rollen über die Forstbeitragsgelder" und die Ausübung der "Forsthoheit über die Privatforsten".
"Unter der Zentrale wurden 1814 vier Forstmeistereien (Braunschweig, Blankenburg, Unterharz, Weserdistrikt) gebildet, die Inspektionsaufgaben hatten und dabei von 10 Oberförstereien als Unter-Inspektionsstellen unterstützt wurden. Erstere wurden nach 1827 aufgelöst..., als Verkehr und Ausbildung der Revierforstbeamten sich besserten. Dadurch wurden die Oberförstereien zu Inspektionsinstanzen, die anfangs auch noch wesentlich an der Betriebsführung beteiligt waren. Mit weiterer Verbesserung der Bildungs- und Verkehrssituation vollzog sich ein
Bestandsgeschichte: Übergang zum Oberförstersystem. So wurden die Oberforstbeamten 1878 ausdrücklich auf eine lediglich beratende Mitwirkung bei der Planaufstellung beschränkt und von 1883-1908 wurden die Außen-Inspektionen allmählich aufgehoben und die Beamten bei der Zentrale zusammengezogen..." (3)
Eine gute Übersicht über die Forstverwaltung und ihre Untergliederungen zunächst in Forstmeistereien und Oberförstereien, später in Oberforstdistrikte und Oberforsten (Oberforstämter) sowie auf der unteren Verwaltungsstufe in Forstreviere (Forstämter) gibt Kurt Schmidt: Die geschichtliche Entwicklung der Forsteinrichtung im ehemaligen Lande Braunschweig, herausgegeben vom Präsidenten des Niedersächsischen Verwaltungsbezirks Braunschweig,
Abteilung V b - Landesforstverwaltung-, [Braunschweig] 1949 (Dienstbibliothek Signatur U 362 ff.). (4) Für genaue Informationen sei hier auf dieses Werk verwiesen, für zusammenfassende Hinweise auf die Beständeübersicht II, Seite 58 - 67 (Anmerkungen zu den Archivbeständen 51 Neu bis 55 Neu), zur Behördengeschichte des Staatsministeriums auf das Vorwort zum Bestand 12 Neu Forsten.
B. Anmerkungen zur Bestandsgeschichte
Akten ehemals braunschweigischer Oberforstämter befinden sich außer in 54 Neu 1 - 54 Neu 10 in folgenden Archivbeständen: 28 Alt, 12 Neu Forsten, 50 Neu 5 und 55 Neu . Forstkarten werden in der Kartenabteilung verwahrt.
Im hiesigen Bestand 36 Alt sind zwei Behördenrepertorien verzeichnet, die Akten und Forstrechnungen der Oberforstämter Braunschweig, Harzburg und Seesen, Hasselfelde und Blankenburg, Helmstedt, Holzminden, Königslutter, Stadtoldendorf und Walkenried (36 Alt 704) sowie Akten des Oberforstamts Helmstedt (36 Alt 705) enthalten.
Bis auf die im Behördenrepertorium 36 Alt 705 erfassten Bestandteile lagen die Akten unverzeichnet im Bestand 50 Neu Fb. 6 und wurden im Zuge der Bearbeitung dieser Kammerakten im Archiv
Bestandsgeschichte: verzeichnet. Die Titelaufnahmen
erfolgten durch den Archivangestellten Herrn Trecker, einzelne Nachträge von anderer Hand können weder zeitlich noch personell zugeordnet werden. Diese Kartei wurde von Staatsarchivrat Dr. Pitz nach den einzelnen Oberforsten untergliedert, für den Oberforst Walkenried (54 Neu 10) wurde von ihm auch die Klassifikation erstellt.
Akten die das Gut Langeleben betreffen wurden dem Bestand 50 Neu 5 zugewiesen, andere Akten gelangten in den Bestand 4 Alt.
Da Dr. Pitz 1957 die Vermutung hatte, dass sich weitere alte Oberforstamtsakten noch in den Forstämtern befanden, wurde 1960 die endgültige Verzeichnung der Akten in 54 Neu bis zum Abschluss der Abgaben der Akten aus den Forstämtern zurückgestellt. Aus Personalmangel konnte dann dieses Verzeichnungsprojekt nicht durchgeführt werden. Der o.g. Verzeichnungsstand, der vermutlich aus dem Jahr 1963 stammt, blieb bestehen. Eine Übernahme der in den anderen genannten Beständen vorhandenen Oberforstakten ist nicht erfolgt.
Die 10 Archivbestände in 54 Neu wurden bei der Eingabe in die EDV formiert.
Die Klassifikation der Bestände lehnte sich jeweils an die Gliederung des verwendeten Aktenplanes an, wurde aber bei der Auflösung des Sammelfindbuchs geändert.
Weitere Angaben zur Bestandsgeschichte ergeben sich aus dem Vorwort des Sammelfindbuchs (s. 56321-54 Neu 1-10).
Wolfenbüttel, den 2.10.2001
Rainer Lohlker
Bestandsgeschichte: (Archivoberinspektor)
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Das vorliegende Vorwort wandelt das von Dr. Strauß im Jahr 1990 für das Sammelfindbuch erstellte dem gegenwärtigen Verzeichnungsstand entsprechend ab.
Die 10 Oberforstämter unterstanden der Herzoglichen Kammer (Direktion der Forsten und Jagden). Der überwiegende Teil der Akten stammt aus der Mitte und der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, einzelne Bände reichen aber auch bis in das 17. Jahrhundert zurück.
A.) Anmerkung zur Behördengeschichte (1)
Der Direktion der Forsten und Jagden unterstand die Verwaltung der zum Kammergut und zum Vereinigten Kloster- und Studienfonds "gehörenden Forsten, wilden Fischereien und Jagden, und die mit deren Benutzung in Verbindung stehenden Grundstücke und Gerechtsame, so wie die Holzflößen, Holzmagazine und Sägemühlen". (2) In § 10 wurden als weitere Aufgaben festgelegt: "die Mitaufsicht über den Betrieb und die Benutzung der Gemeinde-Forsten", die Anfertigung der "Rollen über die Forstbeitragsgelder" und die Ausübung der "Forsthoheit über die Privatforsten".
"Unter der Zentrale wurden 1814 vier Forstmeistereien (Braunschweig, Blankenburg, Unterharz, Weserdistrikt) gebildet, die Inspektionsaufgaben hatten und dabei von 10 Oberförstereien als Unter-Inspektionsstellen unterstützt wurden. Erstere wurden nach 1827 aufgelöst..., als Verkehr und Ausbildung der Revierforstbeamten sich besserten. Dadurch wurden die Oberförstereien zu Inspektionsinstanzen, die anfangs auch noch wesentlich an der Betriebsführung beteiligt waren. Mit weiterer Verbesserung der Bildungs- und Verkehrssituation vollzog sich ein
Bestandsgeschichte: Übergang zum Oberförstersystem. So wurden die Oberforstbeamten 1878 ausdrücklich auf eine lediglich beratende Mitwirkung bei der Planaufstellung beschränkt und von 1883-1908 wurden die Außen-Inspektionen allmählich aufgehoben und die Beamten bei der Zentrale zusammengezogen..." (3)
Eine gute Übersicht über die Forstverwaltung und ihre Untergliederungen zunächst in Forstmeistereien und Oberförstereien, später in Oberforstdistrikte und Oberforsten (Oberforstämter) sowie auf der unteren Verwaltungsstufe in Forstreviere (Forstämter) gibt Kurt Schmidt: Die geschichtliche Entwicklung der Forsteinrichtung im ehemaligen Lande Braunschweig, herausgegeben vom Präsidenten des Niedersächsischen Verwaltungsbezirks Braunschweig,
Abteilung V b - Landesforstverwaltung-, [Braunschweig] 1949 (Dienstbibliothek Signatur U 362 ff.). (4) Für genaue Informationen sei hier auf dieses Werk verwiesen, für zusammenfassende Hinweise auf die Beständeübersicht II, Seite 58 - 67 (Anmerkungen zu den Archivbeständen 51 Neu bis 55 Neu), zur Behördengeschichte des Staatsministeriums auf das Vorwort zum Bestand 12 Neu Forsten.
B. Anmerkungen zur Bestandsgeschichte
Akten ehemals braunschweigischer Oberforstämter befinden sich außer in 54 Neu 1 - 54 Neu 10 in folgenden Archivbeständen: 28 Alt, 12 Neu Forsten, 50 Neu 5 und 55 Neu . Forstkarten werden in der Kartenabteilung verwahrt.
Im hiesigen Bestand 36 Alt sind zwei Behördenrepertorien verzeichnet, die Akten und Forstrechnungen der Oberforstämter Braunschweig, Harzburg und Seesen, Hasselfelde und Blankenburg, Helmstedt, Holzminden, Königslutter, Stadtoldendorf und Walkenried (36 Alt 704) sowie Akten des Oberforstamts Helmstedt (36 Alt 705) enthalten.
Bis auf die im Behördenrepertorium 36 Alt 705 erfassten Bestandteile lagen die Akten unverzeichnet im Bestand 50 Neu Fb. 6 und wurden im Zuge der Bearbeitung dieser Kammerakten im Archiv
Bestandsgeschichte: verzeichnet. Die Titelaufnahmen
erfolgten durch den Archivangestellten Herrn Trecker, einzelne Nachträge von anderer Hand können weder zeitlich noch personell zugeordnet werden. Diese Kartei wurde von Staatsarchivrat Dr. Pitz nach den einzelnen Oberforsten untergliedert, für den Oberforst Walkenried (54 Neu 10) wurde von ihm auch die Klassifikation erstellt.
Akten die das Gut Langeleben betreffen wurden dem Bestand 50 Neu 5 zugewiesen, andere Akten gelangten in den Bestand 4 Alt.
Da Dr. Pitz 1957 die Vermutung hatte, dass sich weitere alte Oberforstamtsakten noch in den Forstämtern befanden, wurde 1960 die endgültige Verzeichnung der Akten in 54 Neu bis zum Abschluss der Abgaben der Akten aus den Forstämtern zurückgestellt. Aus Personalmangel konnte dann dieses Verzeichnungsprojekt nicht durchgeführt werden. Der o.g. Verzeichnungsstand, der vermutlich aus dem Jahr 1963 stammt, blieb bestehen. Eine Übernahme der in den anderen genannten Beständen vorhandenen Oberforstakten ist nicht erfolgt.
Die 10 Archivbestände in 54 Neu wurden bei der Eingabe in die EDV formiert.
Die Klassifikation der Bestände lehnte sich jeweils an die Gliederung des verwendeten Aktenplanes an, wurde aber bei der Auflösung des Sammelfindbuchs geändert.
Weitere Angaben zur Bestandsgeschichte ergeben sich aus dem Vorwort des Sammelfindbuchs (s. 56321-54 Neu 1-10).
Wolfenbüttel, den 2.10.2001
Rainer Lohlker
Bestandsgeschichte: (Archivoberinspektor)
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 12:45 PM CEST