Wilhelm Lamszus (Bestand)
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LAMS
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Bestandsbeschreibung: Wilhelm Lamszus (geb. 13.07.1881, gest. 18.01.1965) war ein deutscher Reformpädagoge und antimilitaristischer Schriftsteller. Mit seiner Erzählung ”Das Menschenschlachthaus, Bilder vom kommenden Krieg“ wurde er 1912 auf einen Schlag berühmt.
Lamszus besuchte das Lehrerseminar in Hamburg und wurde Volksschullehrer. 1914/15 nahm er am Ersten Weltkrieg teil. Anschließend war er wieder Lehrer in Hamburg; seit 1919 an einer reformpädagogischen Versuchsschule. Lamszus trat mit zahlreichen pazifistischen Schriften, aber auch mit Arbeiten zum Aufsatzunterricht hervor. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten erhielt er Schreibverbot und wurde in den Ruhestand versetzt. 1945 kehrte Lamszus nicht mehr in den Schuldienst zurück. Er arbeitete noch einige Jahre für den Norddeutschen Rundfunk und veröffentlichte Bücher zu Erziehungs- und Gesundheitsfragen.
Die im Archiv verwahrten Unterlagen wurden in den 1960er Jahren vom Direktor der damaligen Pädagogischen Zentralbibliothek der DDR, Leo Regener, zusammengetragen. Im Bestand befinden sich die Manuskripte eines Lebensberichts und zweier Theaterstücke, außerdem ein Zeitungsbeitrag zur Lehrerbildung.
Die Erschließung erfolgte nach den Regeln für die Erschließung von Nachlässen und Autographen (RNA) in der Archivdatenbank.
Altsignatur: 1.1.06.
Quellen
Wolfgang Emmerich: Lamszus, Wilhelm. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 13, Duncker & Humblot, Berlin 1982, S. 472 f.
Lamszus besuchte das Lehrerseminar in Hamburg und wurde Volksschullehrer. 1914/15 nahm er am Ersten Weltkrieg teil. Anschließend war er wieder Lehrer in Hamburg; seit 1919 an einer reformpädagogischen Versuchsschule. Lamszus trat mit zahlreichen pazifistischen Schriften, aber auch mit Arbeiten zum Aufsatzunterricht hervor. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten erhielt er Schreibverbot und wurde in den Ruhestand versetzt. 1945 kehrte Lamszus nicht mehr in den Schuldienst zurück. Er arbeitete noch einige Jahre für den Norddeutschen Rundfunk und veröffentlichte Bücher zu Erziehungs- und Gesundheitsfragen.
Die im Archiv verwahrten Unterlagen wurden in den 1960er Jahren vom Direktor der damaligen Pädagogischen Zentralbibliothek der DDR, Leo Regener, zusammengetragen. Im Bestand befinden sich die Manuskripte eines Lebensberichts und zweier Theaterstücke, außerdem ein Zeitungsbeitrag zur Lehrerbildung.
Die Erschließung erfolgte nach den Regeln für die Erschließung von Nachlässen und Autographen (RNA) in der Archivdatenbank.
Altsignatur: 1.1.06.
Quellen
Wolfgang Emmerich: Lamszus, Wilhelm. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 13, Duncker & Humblot, Berlin 1982, S. 472 f.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2025, 07:50 MESZ