Abschied von Manfred Rommel -"Verlust einer Leitfigur"
Vollständigen Titel anzeigen
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/024 R130051/101
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/024 Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2013
Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2013 >> Unterlagen
14. November 2013
Mehrere hundert Trauergäste haben in der Stuttgarter Stiftskirche Abschied von Manfred Rommel genommen. Der Bischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Frank Otfried July, würdigte den ehemaligen Rathauschef von Stuttgart als einen Politiker mit "demokratischem Rückgrat, liberalem Bürgersinn und offenem Wort".
Rommel habe die biblische Weisung "Suchet der Stadt Bestes" mit den ihm geschenkten Gaben umzusetzen vermocht, sagte July am Donnerstag. Er erinnerte an Rommels umstrittene Entscheidung, RAF-Terroristen ein Grab auf dem städtischen Friedhof zu gewähren. In Rommels Aussage, mit dem Tod ende die Feindschaft, habe er die Freiheit bewiesen, gegen den Strom zu sprechen.
Die biblische Mahnung, auch die "Fremdlinge" zu lieben, habe bei dem Politiker zu einem außergewöhnlichen Engagement für Migranten geführt. July lobte darüber hinaus Rommels Sinn für Humor: "Humor ist auch ein Fenster zum lieben Gott. Manfred Rommel schaute so gesehen durch viele Fenster."
Kretschmann: "Verlust einer Leitfigur"Weitere Redner bei der Trauerfeier waren der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sowie Rommels Nachfolger im Oberbürgermeisteramt, Wolfgang Schuster (CDU) und Fritz Kuhn (Grüne). Kretschmann sprach vom "Verlust einer Leitfigur" und betonte in seiner Ansprache die Beliebtheit Manfred Rommels unter der Bevölkerung. Die zahlreichen Verdienste und politischen Erfolge die Rommel sich erworben hätte, wären offenkundig beschrieben worden. Sie würden aber nicht seine Beliebtheit erklären. Rommels Humor wäre mehr gewesen, als die richtige Platzierung von Witzen, so der Ministerpräsident.
Zu dem Trauergottesdienst waren rund 800 offizielle Gäste geladen. Darunter die ehemaligen Ministerpräsidenten Lothar Späth, Erwin Teufel und Stefan Mappus.
Manfred Rommel starb vergangene Woche im Alter von 84 Jahren. Er war 22 Jahre lang Oberbürgermeister in Stuttgart.
Kondolenzbucher werden an Familie übergebenZur Gedenkfeier wurden in beiden Kirchen Kondolenzbücher am Eingang ausgelegt. Auch im Rathaus und in den Bezirksrathäusern besteht bis Freitag die Gelegenheit, sich in Kondolenzbücher einzutragen.
Das Online-Kondolenzbuch ist noch über das kommende Wochenende frei geschaltet. Alle Einträge werden nach dieser Trauerwoche aufbereitet und später der Familie übergeben.
Rommel bekommt ein Ehrengrab auf dem Ostfilderfriedhof im Stadtteil Sillenbuch. Die Urnenbeisetzung findet in den kommenden Tagen im engsten Familienkreis statt.
Rommel habe die biblische Weisung "Suchet der Stadt Bestes" mit den ihm geschenkten Gaben umzusetzen vermocht, sagte July am Donnerstag. Er erinnerte an Rommels umstrittene Entscheidung, RAF-Terroristen ein Grab auf dem städtischen Friedhof zu gewähren. In Rommels Aussage, mit dem Tod ende die Feindschaft, habe er die Freiheit bewiesen, gegen den Strom zu sprechen.
Die biblische Mahnung, auch die "Fremdlinge" zu lieben, habe bei dem Politiker zu einem außergewöhnlichen Engagement für Migranten geführt. July lobte darüber hinaus Rommels Sinn für Humor: "Humor ist auch ein Fenster zum lieben Gott. Manfred Rommel schaute so gesehen durch viele Fenster."
Kretschmann: "Verlust einer Leitfigur"Weitere Redner bei der Trauerfeier waren der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sowie Rommels Nachfolger im Oberbürgermeisteramt, Wolfgang Schuster (CDU) und Fritz Kuhn (Grüne). Kretschmann sprach vom "Verlust einer Leitfigur" und betonte in seiner Ansprache die Beliebtheit Manfred Rommels unter der Bevölkerung. Die zahlreichen Verdienste und politischen Erfolge die Rommel sich erworben hätte, wären offenkundig beschrieben worden. Sie würden aber nicht seine Beliebtheit erklären. Rommels Humor wäre mehr gewesen, als die richtige Platzierung von Witzen, so der Ministerpräsident.
Zu dem Trauergottesdienst waren rund 800 offizielle Gäste geladen. Darunter die ehemaligen Ministerpräsidenten Lothar Späth, Erwin Teufel und Stefan Mappus.
Manfred Rommel starb vergangene Woche im Alter von 84 Jahren. Er war 22 Jahre lang Oberbürgermeister in Stuttgart.
Kondolenzbucher werden an Familie übergebenZur Gedenkfeier wurden in beiden Kirchen Kondolenzbücher am Eingang ausgelegt. Auch im Rathaus und in den Bezirksrathäusern besteht bis Freitag die Gelegenheit, sich in Kondolenzbücher einzutragen.
Das Online-Kondolenzbuch ist noch über das kommende Wochenende frei geschaltet. Alle Einträge werden nach dieser Trauerwoche aufbereitet und später der Familie übergeben.
Rommel bekommt ein Ehrengrab auf dem Ostfilderfriedhof im Stadtteil Sillenbuch. Die Urnenbeisetzung findet in den kommenden Tagen im engsten Familienkreis statt.
1'33
Audio-Visuelle Medien
Trauerfeierlichkeiten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:32 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Audiovisuelles Archiv (Tektonik)
- Mitgeschnittene Film- und Tondokumente (Tektonik)
- Mitgeschnittene Filmdokumente von Südwest 3 und SWR 3 Fernsehen (Tektonik)
- Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2013 (Bestand)
- Unterlagen (Gliederung)