NL Familie Rosenfelder (Bestand)
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E 10/208
Stadtarchiv Nürnberg (Archivtektonik) >> Stadtarchiv Nürnberg >> Bestandsgruppe E: Dokumentationsgut privater Provenienz >> E 10 - Nachlässe >> E 10/208 - Nachlass / Familie Rosenfelder
Dokumente (Zeugnisse, Pässe u. dergl.), Erinnerungen und Fotos der Geschwister Alice und Otto Rosenfelder. Otto Rosenfelder (nannte sich selbst fortan Otto Ross), Sohn eines Nürnberger Hopfenhändlers, ging Anfang der 1930er Jahre in die USA, später folgten die Schwester Alice und die Eltern Karl und Käthe.Den Kern des Nachlasses der Familie Rosenfelder - Teil der Unternehmerfamilie, die die Papiertaschentücher der Marke Tempo erfunden hatte - bilden Fotos und selbst verfasste Schriften von Otto Ross (*13.11.1912 in Nürnberg als Otto Rosenfelder, + 26.08.2014 in Kalifornien/USA). Neben den schriftlichen Lebenserinnerungen und der Poesie gehört auch ein als Film vorliegendes Interview mit Otto Ross zum Nachlass, in dem er über seine Kindheit und Jugend in Nürnberg bis zu seiner Emigration in die USA im Jahr 1932 spricht und das im Jahr 2011 bei ihm zu Hause in Seal Beach, Kalifornien, von seiner Tochter Dena (eigentlich Diane, *1948) und ihrem Ehemann Dan Warner durchgeführt wurde. Hinzu kommen Ottos Schulzeugnisse von der Simultan-Schule Forsthof und die des Realgymnasiums Nürnberg, des heutigen Willstätter-Gymnasiums.Die Fotosammlung umfasst hauptsächlich Bilder, auf denen Otto als Kind und junger Mann alleine oder mit Freunden und Verwandten während der 1930er und 1940er Jahre zu sehen ist, nur wenige Exemplare stammen aus den 1960er Jahren. Neben seiner Frau Belle, geb. Kaplan (1916-2000), von der es nur wenige Fotos gibt, sind Ottos Eltern, der Hopfenhändler Karl Rosenfelder (1870-1950) und Käthe, geb. Köhler (1879-1951), seine Schwester Alice (*1904 in Nürnberg, +1973 in Berlin) und sein Bruder Franz (*1903) häufig zu sehen; sowohl in Nürnberg und Umgebung, als auch in New York und Kalifornien. Die Eltern hatten aufgrund ihres jüdischen Glaubens das Deutsche Reich 1938 verlassen und waren ihren Kindern Otto und Alice in die USA gefolgt, die sie jedoch 1948 wieder in Richtung Nürnberg verließen, um bei ihrem ältesten Sohn Franz zu leben.Schließlich enthält der Nachlass auch persönliche Dokumente von Alice Rosenfelder, die 1936 ihrem Bruder Otto nachfolgend in die USA emigrierte, bevor sie dann am Ende ihres Lebens (Anfang der 1970er Jahre) nach Deutschland zurückkehrte.
Bestand
Deutsch
Emigranten, jüdische
Familien, jüdische
Rosenfelder, Familie (Einzelbestand)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 11:18 MESZ