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Heinrich Ryff genannt Reckwil [?], Kleriker der Diözese Würzburg,
Notar kaiserlicher Autorität und Schreiber des Abts, lässt auf Bitte des
Johann ...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1471-1480
1476 November 27
Ausfertigung, Pergament, Notarszeichen, zwei mit Pergamentstreifen angehängte Siegel (fehlen)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Acta fuerunt hec anno a nativitate eiusdem millesimoquadringentesimoseptuagesimosexto die vero Mercurii vicesimaseptima mensis Novembris pontificatus sanctissimi in Christo patris et domini nostri domini Sixti divina providentia pape quarti anno eius sexto indictione nona in castro novo opidi nostri Fuldensis Herbipolensis diocesis
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Heinrich Ryff genannt Reckwil [?], Kleriker der Diözese Würzburg, Notar kaiserlicher Autorität und Schreiber des Abts, lässt auf Bitte des Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, ein Notariatsinstrument ausfertigen. Johann [von Henneberg], Abt von Fulda, überträgt Reinhard von Stedtlingen (Stetlingen), seinem Sekretär und dauernden Tischgenossen (continuo conmensalis), zur Belohnung für treue Dienste die Leitung der Pfarrkirche St. Blasius, nachdem Papst Sixtus IV. die Pfarrkirche, verbunden mit dem Landdekanat (archidyaconatu ruralis), nach der Resignation des Andreas Hesse dem Abtsvermögen inkorporiert hatte. Dabei war dem Abt auferlegt worden, die Pfarrkirche durch einen Weltgeistlichen versorgen zu lassen. Die Pfarrkirche soll an Rechten, Gewohnheiten und Einkünften keinen Schaden erleiden. Die Einsetzung gilt unwiderruflich auf Lebenszeit des Reinhard. Mit der Unterstützung von Konrad, Dekan von Fulda (maioris monasterii), soll Reinhard die beeinträchtigten Rechte und Einkünfte der Pfarrkirche in ihren früheren Stand versetzen. Alle Widersprüche sollen kraftlos sein. Siegelankündigung. Handlungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Johann Knottel, Propst in Thulba (Tolbe)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Martin von Lütterz (Lutharts), Knappe
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Johann [von Henneberg], Abt von Fulda]
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Dekan Konrad und der Konvent von Fulda]
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Pralle/Richter, Stadtpfarrei, Nr. 30.
Die Datierung ist vom Tagesdatum an mit anderer Tinte und von anderer Hand geschrieben.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.