Niemann, Karl; Oberkirchenrat (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
22.5
Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen (Archivtektonik) >> 02. Leitungsämter der Evangelischen Kirche von Westfalen (ab 1946) >> 02.3. Handakten >> 02.3.2. Handakten der Mitglieder der Kirchenleitung und des Landeskirchenamts sowie der Mitarbeiter
1933 - 1960
Karl Niemann (geb. 14.10.1895, gest. 5.4.1989) war nach seinem 2. theol. Examen erst Pfarrer in Letmathe und Bielefeld-Altstadt, bevor er 1946 zum Mitglied der Kirchenleitung ernannt wurde. Zuerst als kommissarischer Oberkirchenrat, dann als ordentlicher Oberkirchenrat war er als Personaldezernent bis 1965 im Landeskirchenamt tätig. Zudem war er Mitglied der Disziplinarkammer der Landeskirche. Darüber hinaus war er von 1939 bis 1970 1. Vorsitzender des Gesamtverbands für Kindergottesdienstarbeit in der EKD.Der Handaktenbestand besteht allerdings nur aus vier Akteneinheiten, die neben Manuskripten (u. a. seine Thesen zum Neuaufbau der Kirche 1946) und persönlichen Unterlagen seine Mitarbeit im "Ausschuss zur Wiederherstellung eines an Schrift und Bekenntnisstand gebundenen Pfarrerstands" dokumentieren.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ