UAT 2/ Akademischer Senat (I), Protokolle
Akademischer Senat (I), Protokolle >> Acta Senatus, Bd. VII
Enthält: Anwesend: Gerlach (Rektor), Osiander, Hafenreffer, Bocer, Halbritter, Harpprecht, Magirus, Bajer, Faber, Blossius, Müller, Ziegler; 1.) Hzgl. Reskript mit der Bestätigung des gegen den Fähnrich Conrad Miner aus Backnang wegen Verletzung der Universitätsprivilegien durch seine tätlichen Angriffe auf den Stud. Maevius (Anm. 1) ergangenen Urteils und Verhängung eines Ausreiseverbotes bis zur Ableistung der verhängten Geldstrafe. [UAT 2/7, Bl. 234']; 2.) Bewilligtes Gesuch des Dr. Bansovius (Anm. 2), ihm von den den Stud. Maevius (Anm. 3) betreffenden Vorgängen auf Wunsch Excerpte anfertigen zu lassen. [UAT 2/7, Bl. 234'f.]; 3.) Vorladung des D. David Verbezius zu Ulm auf Antrag des D. Johannes Plachetius (Anm. 4) zur gerichtlichen Erbteilung der Güter des Alexander Cammerer (Anm. 5) am 12. Mai. [UAT 2/7, Bl. 235.]; 3.) Bewilligtes Gesuch des Prof. Matthias Hafenreffer als Supremus Deputatus, die Auszahlung des 1603 D. Matthäus Entzlin bei seinem Ausscheiden aus dem Amt zugebilligten Geldbetrages schriftlich anzuweisen und hierbei bereits erfolgte Zahlungen zu verrechnen. [UAT 2/7, Bl. 235]; 4.) Beschluss, die im Zusammenhang mit der Übertragung des Vizekanzleramtes vor zwei Jahren zu viel geleisteten Geld-, Frucht- und Weinzahlungen an Prof. Stefan Gerlach und Prof. Matthias Hafenreffer nicht zurückzufordern. [UAT 2/7, Bl. 235f.]; 5.) Bestätigung der Entscheidung des Supremus Deputatus, den Sindelfinger Universitätskeller zu beauftragen, eine Wiese, die dem Böblinger Vogt Johann Joß von der Universität verkauft und von diesem mit hohem Gewinn weiterverkauft wurde, zurückzukaufen und gleichzeitig die noch ausstehenden Kaufpreisraten einzutreiben. [UAT 2/7, Bl. 235'.]; 6.) Hzgl. Reskript, mit einem Anschlag im Zusammenhang mit Georg und Philipp Gruppenbach (Anm. 6) die Kosten des Verlags des württembergischen Landrechts und die Bereitschaft des Melchior Breidner, dieses zu verlegen, abzufragen. [UAT 2/7, Bl. 235'f.]; Anm. 1: MUT S. 8, 16 985. Anm. 2: MUT 16983. Anm. 3: MUT S. 8, 16 985. Anm. 4: MUT 17555; MUT 17634; MUT 18426; MUT 21991. Anm. 5: MUT 163, 27; Physikus der Reichsstadt Reutlingen vgl. UAT 285/86. Anm. 6: MUT 218,18.
Akte
Acta Senatus, Bd. VII
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Gemeinfrei
17.12.2025, 09:42 MEZ
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