Hans Murr, Schultheiß zu Sigmaringen, Obmann in nachstehender Angelegenheit, Konrad Rechperg, Burgvogt zu Dietfurt, und Hans Bouwart, alter Bürgermeister zu Sigmaringen, als Zusätze und Richter bekunden: Zwischen dem Grafen Christoph zu Werdenberg und zum Heiligenberg, ihrem gnädigen Herrn, und Pröpstin und Konvent des Gotteshauses Inzigkofen bestand Streit über den Zehnten von dem Acker, genannt die Notthald, bei Inzigkofen. Beide Parteien erscheinen vor den Ausstellern, behaupten, den Zehnten seit unvorstellbarer Zeit erhalten zu haben, und bitten um die Kundschaft ehrbarer Leute: sechs Leute für jede Partei. Nach Verhör dieser Kundschaft und einer Bedenkzeit der Aussteller für den Rat weiser Leute ergeht das Urteil, daß der gnädige Herr und die Klosterfrauen den Zehnten je zur Hälfte haben sollen. Jede Partei erhält darüber eine Urkunde Beilage Zettel, Papier, [16. Jh.]: Item d(a)z Gotzhaus Vntzkof(en) hat den zechend, vff der nothalden nit mer. Ist imm fertrag inn Laitzer zechend komen. dann allain, was ob den lauchen ist oberthalb, nemen wir den zechent

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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