Görg von Wernwag, als Gemeinmann, sowie Hans Payer, Bürgermeister zu Pfullendorf, und Joachim Müller, Ammann zu Blochingen, als Zusätze, entscheiden die Streitigkeiten zwischen dem Abt Johann von Salem, vertreten durch Herrn Cuonrat Trosthamer, Pfleger zu Pfullendorf, und Jörg Tantzer, Diener, wegen der Rechte des Hofes Bachhaupten und der Gemeinde Bolstern bezüglich Trieb und Tratt auf den Feldern und Brachen zu Bolstern sowie in dem zwischen Bachhaupten und Bolstern gelegenen Holz in folgender Weise: 1. Die von Bachhaupten sollen weder mit Schafen noch anderem Vieh in das genannte Holz über die Lowchen und Marken, die das Eigentum zwischen Graf Andres v. Sonnenberg und den Meiern von Bolstern scheidet, treiben, sondern innerhalb der Marken des Hofes Bachhaupten bleiben; sie dürfen mit ihren Schafen jedoch in die Brach- und Halmfelder zu Bolstern treiben zu der Zeit, wo die von Bolstern mit ihrem Herd- und Schmalvieh auch darin treiben, jedoch nicht früher, als die von Bolstern ihre Achtweide in den Feldern haben. Für den Antrieb dürfen die von Bachhaupten nur den Gerweg und den Wernschwiler Weg benutzen, auf den Wegen aber nicht halten und weiden; die von Bolstern sollen das Kloster Salem an den offenen Feldern zu Bachhaupten unbekümmert lassen. 2. Wegen der Zieger und Käse, die die von Bolstern im Maien zu geben schuldig sind, soll es gehalten werden wie bei den anderen Nachbarn

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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