Nachlass Richard, Familie (Bestand)
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NLA OS, Erw A 33
Nds. Landesarchiv, Abt. Osnabrück (Archivtektonik) >> Gliederung >> 3 Sammelbestände >> 3.1 Familien und Personen
1638-1990
Enthält: v.a. Geschäftsunterlagen und Gerichtspapiere aus dem 19. Jahrhundert sowie das im 20. Jahrhundert gesammelte Material über die verschiedenen Familienzweige und die Richard'schen Häuser in Laer.
Geschichte des Bestandsbildners: Die Vogtfamilie Richard aus Laer war Besitzer der Legge, Teilhaber an mehreren Fabriken und hatte den größten Grundbesitz in Laer.
Um 1800 war (Conrad) Rembert Richard Vogt in Dissen. Sein Sohn Dr. jur. Conrad Richard (1765-1822) war Regierungssekretär, sein Sohn Franz Arnold Richard (1781-1842) Rentmeister des Grafen von Schmiesing. Dessen Sohn Wilhelm Richard (1839-1870) war Oberbaurat in Osnabrück. Franz Arnold Richard vermählte sich 1815 mit der verwitweten Lisette Ellermann. Beide waren die Großeltern des Bürgermeisters Anton Richard, der von 1908 bis 1936 im Amt war.
Aufgrund der engen verwandtschaftlichen Bande zwischen den Vogtfamilien trat die Familie Richard das Erbe der Familie Torck-Smits an. Die Familie Smits-Richard setzte sich um 1830 für den lohnenden Anbau der Weber- oder Karden-Distel und die Hebung der häuslichen Leinenherstellung ein. Damit sollte die örtliche Legge erhalten und die Auswanderung aus dem Kirchspiel Laer eingedämmt werden.
Die zwei Richard'schen Ständerhäuser in Bad Laer wurden im 18. Jahrhundert von dem Dissener Vogt Johann Heinrich (Joan Henrik) Ellermann erbaut. Das 1743 errichtete Wohnhaus wurde 1791 zum Geschäftshaus umgebaut. Adolf Richard, der Enkel von Anton Richard und Besitzer des Richard'schen Hauses, rettete jenes 1991 vor dem Abbruch und ließ es in alter Form wiederherstellen. Das Richard-Smits'sches Haus wurde 1969 abgebrochen.
Bestandsgeschichte: Der Bestand wurde am 29.05.1990 durch Dr. Delbanco von Prof. Hiltermann (Bad Laer) übernommen. Dieser hatte den Bestand vor vielen Jahren vor dem Abbruch des Hauses Richard in Bad Laer gerettet. Von ihm stammen wahrscheinlich die zwei vorhandenen Inhaltsverzeichnisse (die nicht durchgängig mit dem vorhandenen Schriftgut übereinstimmen) und eine Vorverzeichnung durch Notizzettel und Beschriftung der Archivalien.
Geschichte des Bestandsbildners: Die Vogtfamilie Richard aus Laer war Besitzer der Legge, Teilhaber an mehreren Fabriken und hatte den größten Grundbesitz in Laer.
Um 1800 war (Conrad) Rembert Richard Vogt in Dissen. Sein Sohn Dr. jur. Conrad Richard (1765-1822) war Regierungssekretär, sein Sohn Franz Arnold Richard (1781-1842) Rentmeister des Grafen von Schmiesing. Dessen Sohn Wilhelm Richard (1839-1870) war Oberbaurat in Osnabrück. Franz Arnold Richard vermählte sich 1815 mit der verwitweten Lisette Ellermann. Beide waren die Großeltern des Bürgermeisters Anton Richard, der von 1908 bis 1936 im Amt war.
Aufgrund der engen verwandtschaftlichen Bande zwischen den Vogtfamilien trat die Familie Richard das Erbe der Familie Torck-Smits an. Die Familie Smits-Richard setzte sich um 1830 für den lohnenden Anbau der Weber- oder Karden-Distel und die Hebung der häuslichen Leinenherstellung ein. Damit sollte die örtliche Legge erhalten und die Auswanderung aus dem Kirchspiel Laer eingedämmt werden.
Die zwei Richard'schen Ständerhäuser in Bad Laer wurden im 18. Jahrhundert von dem Dissener Vogt Johann Heinrich (Joan Henrik) Ellermann erbaut. Das 1743 errichtete Wohnhaus wurde 1791 zum Geschäftshaus umgebaut. Adolf Richard, der Enkel von Anton Richard und Besitzer des Richard'schen Hauses, rettete jenes 1991 vor dem Abbruch und ließ es in alter Form wiederherstellen. Das Richard-Smits'sches Haus wurde 1969 abgebrochen.
Bestandsgeschichte: Der Bestand wurde am 29.05.1990 durch Dr. Delbanco von Prof. Hiltermann (Bad Laer) übernommen. Dieser hatte den Bestand vor vielen Jahren vor dem Abbruch des Hauses Richard in Bad Laer gerettet. Von ihm stammen wahrscheinlich die zwei vorhandenen Inhaltsverzeichnisse (die nicht durchgängig mit dem vorhandenen Schriftgut übereinstimmen) und eine Vorverzeichnung durch Notizzettel und Beschriftung der Archivalien.
0,3 lfd. M. (30 Einheiten)
Bestand
Literatur: Hiltermann, Heinrich: Die Fachwerkhäuser Richard am Thie von Bad Laer. In: Osnabrücker Land 1991. Heimat-Jahrbuch. S. 243-246. - Dergl.: Ein historischer Blickpunkt am Thieplatz. [Das Richard`sche Vierständerhaus]. In: Laerer Nachrichten. Amtliche Bekanntmachungen von der Kommunalverwaltung; 11(1981)7. Troisdorf 1981. - Neufeld, Karl H.: Vögte in Laer von 1493-1857. In: Laerer Nachrichten. Unabhängiges Informationsblatt; 1. Jahrgang (1983) Woche 38. Troisdorf 1983.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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16.06.2025, 10:42 AM CEST