Korrespondenz von Hans Gerhard Gräf an Carl Enders
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TNL Enders, HHI.2010.1000.119
HHI.TNLENDERS Teilnachlass Carl Enders
Teilnachlass Carl Enders >> Archivalie – Korrespondenz
1916-1921
Weimar, den 26.10.1916: G. bedauert, dass Enders sein Angebot nicht drei Monate früher gemacht habe; er hätte den Beitrag gern in den vierten Band des Jahrbuchs aufgenommen. Band 5 erscheine leider erst 1918 und G. vermutet, dass Enders nicht so lange warten wolle. Er weist Enders daraufhin, dass der Kreis des "Jahrbuchs der Goethe-Gesellschaft" größer sei als der des "Goethe-Jahrbuchs", das sich auf die eigentliche Goethe-Philologie beschränke. G. freut sich auf Enders "Anzeige von Goethes Briefwechsel mit seiner Frau".
Weimar, den 7.1.1917: G. bedankt sich für Enders im Wesentlichen zustimmende Anzeige zum "Briefwechsel zwischen Goethe und seiner Frau" in der "Deutschen Literatur-Zeitung". Er habe den Verlag veranlasst, Enders ein Exemplar der zweiten Auflage zugehen zu lassen. G. möchte gern eine Mitteilung darüber, ob und was Enders im Band 5 des "Jahrbuchs der Goethe-Gesellschaft" veröffentlichen möchte.
Weimar, den 20.12.1918: G. freut sich über Enders Angebot eines Homunkulus-Aufsatzes. Doch leider sei die Veröffentlichung sehr fraglich, da Prof. Rosenthal aus Lübeck im Jahrbuch Raum für eine Erwiderung auf Alsberg gegeben werden solle. Band 7 enthalte infolgedessen bereits drei Faust-Abhandlungen. Band 6 (1919) befinde sich leider schon im Druck und sollte auch nicht erweitert werden, um die Kosten so gering wie möglich zu halten. Falls es Enders nicht zu spät sei, könnte sein Beitrag für Band 8 (1921) aufgenommen werden. Angenehm wäre es G. wenn Enders den jetzt vorliegenden Aufsatz an anderer Stelle veröffentlichen würde und für Band 8 einen Beitrag über Schiller oder Herder liefern könnte.
Weimar, den 3.1.1919: G. teilt Enders mit, dass er nicht die Absicht habe, "die Alsberg-Rosenthalsche Angelegenheit (...) durch weitere Bände des Jahrbuches durchzuschleppen". Nach Rosenthals Erwiderung in Band 7 (1920) sei die Sache für das Jahrbuch erledigt. G. freut sich, dass Enders seinen Faust-Aufsatz zurückziehe und für Band 8 eine andere Arbeit ankündige; er wiederholt sein Interesse an einem Beitrag über Schiller.
Weimar, den 12.1.1919: G. bedankt sich für Enders Geschenk und wiederholt die Vereinbarungen, die im letzten Brief getroffen worden seien. Er bittet Enders, ihm bis zum 1. Juli das genaue Thema seiner Arbeit zu nennen.
Weimar, den 29.1.1919: G. bedankt sich für Enders kleinen Beitrag, der im Heft 7 zusammen mit den "Rosenthalschen Äußerungen" veröffentlicht wird.
Weimar, den 30.9.1919: G. sieht sich "In Folge der immer schwieriger werdenden Druckverhältnisse" gezwungen Enders den für Band 7 geplanten Beitrag zurückzusenden. Er könne leider im Jahrbuch nicht veröffentlicht werden.
Weimar, den 8.3.1920: G. hofft das Enders über seine letzte Mitteilung nicht allzu erbost sei. Er bittet dringend um eine Nachricht, wie es mit dem Schiller-Aufsatz für Band 8 (1921) stehe.
Weimar, den 26.3.1920: G. teilt Enders mit, dass man seine Professorenstelle zur Hälfte gestrichen habe. Seinem Kollegen, Prof. Hecker, sei es genauso ergangen. Auch sei die Zukunft des Goethe-Archivs, wie G. Enders vertraulich mitteilt, sehr ungewiss. G. hält Enders für Heft 8 geplanten Aufsatz "Schiller und das dritte Reich" aufgrund der unsicheren Verhältnisse für sehr passend.
Weimar, den 14.4.1920: Es handelt sich um einen Bücherzettel für die Litzmann-Festschrift, die G. zum zweiten Mal bestellt, da er annimmt, dass seine erste Bestellung verloren gegangen sei.
Jena, den 26.6.1921: G. dankt Enders für die Keller-Biographie, "deren Lektüre" mir die Tage langsamer Genesung sehr angenehm verkürzen wird".
aus: Horstmann, Christina: Die Literarhistorische Gesellschaft Bonn im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Dargestellt am Briefnachlaß von Carl Enders, Bonn, Bouvier, 1987
Weimar, den 7.1.1917: G. bedankt sich für Enders im Wesentlichen zustimmende Anzeige zum "Briefwechsel zwischen Goethe und seiner Frau" in der "Deutschen Literatur-Zeitung". Er habe den Verlag veranlasst, Enders ein Exemplar der zweiten Auflage zugehen zu lassen. G. möchte gern eine Mitteilung darüber, ob und was Enders im Band 5 des "Jahrbuchs der Goethe-Gesellschaft" veröffentlichen möchte.
Weimar, den 20.12.1918: G. freut sich über Enders Angebot eines Homunkulus-Aufsatzes. Doch leider sei die Veröffentlichung sehr fraglich, da Prof. Rosenthal aus Lübeck im Jahrbuch Raum für eine Erwiderung auf Alsberg gegeben werden solle. Band 7 enthalte infolgedessen bereits drei Faust-Abhandlungen. Band 6 (1919) befinde sich leider schon im Druck und sollte auch nicht erweitert werden, um die Kosten so gering wie möglich zu halten. Falls es Enders nicht zu spät sei, könnte sein Beitrag für Band 8 (1921) aufgenommen werden. Angenehm wäre es G. wenn Enders den jetzt vorliegenden Aufsatz an anderer Stelle veröffentlichen würde und für Band 8 einen Beitrag über Schiller oder Herder liefern könnte.
Weimar, den 3.1.1919: G. teilt Enders mit, dass er nicht die Absicht habe, "die Alsberg-Rosenthalsche Angelegenheit (...) durch weitere Bände des Jahrbuches durchzuschleppen". Nach Rosenthals Erwiderung in Band 7 (1920) sei die Sache für das Jahrbuch erledigt. G. freut sich, dass Enders seinen Faust-Aufsatz zurückziehe und für Band 8 eine andere Arbeit ankündige; er wiederholt sein Interesse an einem Beitrag über Schiller.
Weimar, den 12.1.1919: G. bedankt sich für Enders Geschenk und wiederholt die Vereinbarungen, die im letzten Brief getroffen worden seien. Er bittet Enders, ihm bis zum 1. Juli das genaue Thema seiner Arbeit zu nennen.
Weimar, den 29.1.1919: G. bedankt sich für Enders kleinen Beitrag, der im Heft 7 zusammen mit den "Rosenthalschen Äußerungen" veröffentlicht wird.
Weimar, den 30.9.1919: G. sieht sich "In Folge der immer schwieriger werdenden Druckverhältnisse" gezwungen Enders den für Band 7 geplanten Beitrag zurückzusenden. Er könne leider im Jahrbuch nicht veröffentlicht werden.
Weimar, den 8.3.1920: G. hofft das Enders über seine letzte Mitteilung nicht allzu erbost sei. Er bittet dringend um eine Nachricht, wie es mit dem Schiller-Aufsatz für Band 8 (1921) stehe.
Weimar, den 26.3.1920: G. teilt Enders mit, dass man seine Professorenstelle zur Hälfte gestrichen habe. Seinem Kollegen, Prof. Hecker, sei es genauso ergangen. Auch sei die Zukunft des Goethe-Archivs, wie G. Enders vertraulich mitteilt, sehr ungewiss. G. hält Enders für Heft 8 geplanten Aufsatz "Schiller und das dritte Reich" aufgrund der unsicheren Verhältnisse für sehr passend.
Weimar, den 14.4.1920: Es handelt sich um einen Bücherzettel für die Litzmann-Festschrift, die G. zum zweiten Mal bestellt, da er annimmt, dass seine erste Bestellung verloren gegangen sei.
Jena, den 26.6.1921: G. dankt Enders für die Keller-Biographie, "deren Lektüre" mir die Tage langsamer Genesung sehr angenehm verkürzen wird".
aus: Horstmann, Christina: Die Literarhistorische Gesellschaft Bonn im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Dargestellt am Briefnachlaß von Carl Enders, Bonn, Bouvier, 1987
6 eigenhändige Briefe mit Unterschrift ; 5 eigenhändige Postkarten mit Unterschrift
Archivalie – Korrespondenz
Deutsch
Weimar - Absendeort
Jena - Absendeort
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.11.2025, 11:59 MEZ