König Adolf an alle Getreuen des Reiches: gründet auf die heilsame Mahnung seiner Gemahlin Imagina hin auf die dringende Vorstellung seines Bruder...
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18, U 3 a
18 Kloster Klarenthal, Klarissen
Kloster Klarenthal, Klarissen >> Urkunden >> 990-1300
Speyer, 1298 Januar 6
Original, Pergament, lateinisch, Majestätssiegel des Königs an gelben, grünen und rosa Seidenschüren
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum Spire octavo idus lanuarii indictione undecima anno domini millesimo ducentesimo nonagesimo septimo, regni vero nostri anno sexto
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: König Adolf an alle Getreuen des Reiches: gründet auf die heilsame Mahnung seiner Gemahlin Imagina hin auf die dringende Vorstellung seines Bruders Diether vom Predigerorden, Doktors der Heiligen Schrift (Diether nur in den Fassungen 3a u. b als Intervenient erwähnt!), und auf Wunsch seiner Tochter Adelheid und seiner Schwester Richardis ein Kloster des Ordens der hl. Klara zu Ehren Christi, der Jungfrau Maria, der hl. Klara und aller Heiligen in seiner Grafschaft Nassau bei seiner Stadt Wiesbaden ('Wisebaden') auf einem zum Adelheidshof in Biebrich ('Biburch') gehörigen Grundstück, das in dem Tal liegt, das früher Bruderrode (''Bruderrot'') hieß, jetzt aber von ihm in Klarenthai ('Clarendal') umbenannt wird; er, Adolf, der in diesem Kloster Adelheid und Richardis gleichsam als kostbare lebende Grundsteine einsetzen will, stiftet das genannte Grundstück mit allem Nutzen, allen Erträgen und Einkünften fiir die Errichtung der Kirche, des Chors, des Klosters, der Werkstätten und anderer Gebäude sowie zu Nutzen und Unterhalt der Schwestern und der 'familia' des Klosters; außerdem begabt er das Kloster zum Nutzen der Schwestern mit seinem genannten (Adelheids-)Hof in Biebrich, der früher Abt und Konvent des Klosters Selz ('Selsen'). Benediktinerordens, Straßburger Diözese, gehört hat, und mit dem Hof Armenruhe ('Armenruwe'), der im Besitz von Abt und Konvent des Klosters Eberbach, Zisterzienserordens, Mainzer Diözese, gewesen war; beide Höfe mit all ihrem Zubehör hat er, Adolf, zu dem angegebenen Zweck von beiden Klöstern für 2000 Mark Kölner Pfennig gekauft, den Pfennig zu 3 flellern gerechnet. Der König widmet seine Stiftung Gott und der Jungfrau Maria und weist sie dem Orden der hl. Klara zu, damit ihm (dem König), dem Reiche, seinen Eltern und seinen Kindern daraus Heil erwachse.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: König Adolf an alle Getreuen des Reiches: gründet auf die heilsame Mahnung seiner Gemahlin Imagina hin auf die dringende Vorstellung seines Bruders Diether vom Predigerorden, Doktors der Heiligen Schrift (Diether nur in den Fassungen 3a u. b als Intervenient erwähnt!), und auf Wunsch seiner Tochter Adelheid und seiner Schwester Richardis ein Kloster des Ordens der hl. Klara zu Ehren Christi, der Jungfrau Maria, der hl. Klara und aller Heiligen in seiner Grafschaft Nassau bei seiner Stadt Wiesbaden ('Wisebaden') auf einem zum Adelheidshof in Biebrich ('Biburch') gehörigen Grundstück, das in dem Tal liegt, das früher Bruderrode (''Bruderrot'') hieß, jetzt aber von ihm in Klarenthai ('Clarendal') umbenannt wird; er, Adolf, der in diesem Kloster Adelheid und Richardis gleichsam als kostbare lebende Grundsteine einsetzen will, stiftet das genannte Grundstück mit allem Nutzen, allen Erträgen und Einkünften fiir die Errichtung der Kirche, des Chors, des Klosters, der Werkstätten und anderer Gebäude sowie zu Nutzen und Unterhalt der Schwestern und der 'familia' des Klosters; außerdem begabt er das Kloster zum Nutzen der Schwestern mit seinem genannten (Adelheids-)Hof in Biebrich, der früher Abt und Konvent des Klosters Selz ('Selsen'). Benediktinerordens, Straßburger Diözese, gehört hat, und mit dem Hof Armenruhe ('Armenruwe'), der im Besitz von Abt und Konvent des Klosters Eberbach, Zisterzienserordens, Mainzer Diözese, gewesen war; beide Höfe mit all ihrem Zubehör hat er, Adolf, zu dem angegebenen Zweck von beiden Klöstern für 2000 Mark Kölner Pfennig gekauft, den Pfennig zu 3 flellern gerechnet. Der König widmet seine Stiftung Gott und der Jungfrau Maria und weist sie dem Orden der hl. Klara zu, damit ihm (dem König), dem Reiche, seinen Eltern und seinen Kindern daraus Heil erwachse.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.
17.06.2025, 14:09 MESZ