Ermittlungsverfahren gegen Bernhard Baatz (*19.11.1910) u.a. wegen Mordes, Beteiligung an der sogenannten Sonderbehandlung von 317 polnischen Zivilarbeitern und Ostarbeitern in den Jahren 1940 bis 1943 als Leiter der Referate IV D 2 (Polenreferat) und IV D (ausländische Arbeiter) des Reichssicherheitshauptamts (RSHA)
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B Rep. 057-01 Nr. 4278
Registratursignatur: B Rep. 057-01 Nr. 1 Js 4/64 (RSHA) [45-47/68, 1-148-149/68]
B Rep. 057-01 Generalstaatsanwaltschaft bei dem Kammergericht - Arbeitsgruppe RSHA
B Rep. 057-01 Generalstaatsanwaltschaft bei dem Kammergericht - Arbeitsgruppe RSHA >> 03. Sachkomplex "Sonderbehandlung von Fremdarbeitern aus den besetzten Ostgebieten" >> 03.01. Ermittlungsverfahren gegen Bernhard Baatz u.a. wegen "Sonderbehandlung" von Fremdarbeitern aus den besetzten Ostgebieten [1 Js 4/64 (RSHA)]
1967
Enthält u.a.: Vernehmung von Walter Meyer (*23.08.1905).- Vermerk vom 15.06.1967 über die bisherigen Ermittlungen über den Aufbau und Arbeitsweise des Polenreferats des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA).- Verfügung vom 16.06.1967 und Haftbefehle vom 21.06.1967 gegen Bernhard Baatz (*19.11.1910), Dr. Joachim Deumling (*25.01.1910, +02.04.2007) und Harro Thomsen (*03.03.1911).- Einlieferungs- und Festnahmeanzeigen, Vernehmungen der Beschuldigten sowie Berichte und Vermerke über die einzelnen Festnahmen vom 26.06.1967.- Vermerk vom 30.06.1967 über eine Besprechung mit den Rechtsanwälten der Beschuldigten.- Vernehmungen zu den Exekutionen polnischer Zivilarbeiter von Paula Kaum geb. Frey gesch. Wagner gesch. Paul (*18.04.1921) über Jan Kobus, Frieda Schlageter geb. Lückert (*21.05.1923) über Emil Puchelka, Amanda Fräßle geb. Hermann (*12.09.1906) und Adolf Zähringer (*10.04.1890) über Stefan Kozlowski, August Steiert (*30.06.1903) über Emil Puchelka, Hilda Weber geb. Bäuerle (*02.11.1919) über Stefan Kozlowski, Margot Krieg geb. Göbel (*25.11.1919) über Stanislaus Janaszek, Pauline Kaupp geb. Hornberger gesch. Kropf (*22.08.1904) über Stanislaus Zasada, Theresia Hantscher geb. Kiefer (*27.03.1921) über Stanislaus Damaziak, Eugen Selber (*03.03.1895), Josef Schmidberger (*07.01.1897) über Stanislaus Zasada, Josef Häring (*15.03.1897) und Elisabeth Erder (*31.08.1918) über u.a. Eugen Pagacz, Albert Hauk (*17.01.1895) und Marie Schell geb. Bieler (*11.05.1910) über Wladyslaw Skrzypacz.
Archivale
Band: Bd. 15
Die Auflistung der 317 exekutierten polnischen Zivilarbeiter und Ostarbeiter siehe B Rep. 057-01 Nr. 158, 4299 und 4300, Sachstandsvermerk in der Voruntersuchungssache ./. Bernhard Baatz wegen Mordes von 1971, ab S. 359
Grund der Sperrung: 31.12.2023
gesperrt bis
gesperrt bis
Baatz, Bernhard
Damaziak, Stanislaus
Erder, Elisabeth
Fräßle, Amanda geb. Hermann
Hantscher, Theresia geb. Kiefer
Häring, Josef
Hauk, Albert
Janaszek, Stanislaus
Kaum, Paula geb. Frey gesch. Wagner gesch. Paul
Kaupp, Pauline geb. Hornberger gesch. Kropf
Kobus, Jan
Kozlowski, Stefan
Krieg, Margot geb. Göbel
Meyer, Walter
Pagacz, Eugen
Puchelka, Emil
Schell, Marie geb. Bieler
Schlageter, Frieda geb. Lückert
Schmidberger, Josef
Skrzypacz, Wladyslaw
Steiert, August
Thomsen, Harro
Weber, Hilda geb. Bäuerle
Zähringer, Adolf
Zasada, Stanislaus
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
12.02.2026, 09:49 MEZ
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- B Rep. 057-01 Generalstaatsanwaltschaft bei dem Kammergericht - Arbeitsgruppe RSHA (Bestand)
- 03. Sachkomplex "Sonderbehandlung von Fremdarbeitern aus den besetzten Ostgebieten" (Gliederung)
- 03.01. Ermittlungsverfahren gegen Bernhard Baatz u.a. wegen "Sonderbehandlung" von Fremdarbeitern aus den besetzten Ostgebieten [1 Js 4/64 (RSHA)] (Gliederung)