Der Ritter Johannes gen. von Plettenberg (-bracht), Marschall, und sein Bruder, der Ritter Hunold, bekunden, zwischen dem Propst und dem Konvent zu Oelinghausen (Olinchusen) auf der einen Seite und dem Ritter Hermann Vogt (Aduocatum) von Büderich (Bodrike) und seinem Sohn Heinrich auf der anderen Seite habe ein Streit bestanden um den Oberhof (curte) Holzen (Holthusen) und seinem Zubehör, insbesondere wegen einer Hufe, von der letztere behaupteten, sie hätten sie schon lange vom Ritter Adolph von Althena und seinen Erben innegehabt. Endlich habe sich Hermann durch die Brüder von Plettenberg und die Freunde des Klosters sich bewegen lassen, sich der Entscheidung der Brüder zu unterwerfen (dictis nostris stetit), und so habe er für sich und seinen Sohn auf jegliches Recht an dem Oberhof verzichtet. Er habe vor den Brüdern von Plettenberg versprochen, daß sein Sohn, der dabei nicht anwesend war, in ähnlcher Weise auf seinen Anspruch verzichten und die Entscheidung des Vaters gutheißen werde. Obwohl der Vogt und sein Sohn während des Streites dem Kloster Schaden zugefügt haben, verzichten Propst und Konvent zur Festigung der Freundschaft auf eine Entschädigung. Damit ist der Streit zwischen den Parteien völlig beigelegt. Siegelankündigung der Brüder von Plettenberg. Geschehen und gegeben 1306 (1305) Feb. 23 (in vigila Mathie apostoli). Zeugen: Bertold Herr von Büren (Buoren) und Godefrid Herr von Rüdenberg (Ruoden) Edelherren, der Ritter Friedrich von Hoerde (Huorde), Bertold von Hereborne und Wichmann von Herford (de Heruordia), Bürgermeister zu Soest (Sosaciensium), Albert von Palsole, Regenbodo und Radolph Gote, Everhard von Eslohe (Esleue), die Brüder Theodericus, Konrad und Bruno von Widinchusen, Johannes Gerlaci gen. Neckel, und Heinrich Mandelkerne.

Vollständigen Titel anzeigen
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
Objekt beim Datenpartner