Politische Verfolgung und Benachteiligung
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BArch R 43/4111
BArch R 43 Reichskanzlei
Reichskanzlei >> R 43 Reichskanzlei >> C. Registratur (Ministerbüro) Dr. Lammers, Reichsminister und Chef der Reichskanzlei >> Privater und privat-dienstlicher Schriftwechsel >> Politische, rassische und kirchliche Verfolgung (Eingaben und Schriftwechsel)
Okt. 1938 - Okt. 1943
Enthält u.a.:
Otto Adami, Salzburg: Beschwerde wegen Verhaftung und Ausweisung aus dem Gau Tirol. - Gesuch um Rehabilitierung und Unterstützung in seinem Rechtsstreit gegen die Textilfirma Lorentz und Ramminger Nachf., Glauchau/Sa.
Lic. Dr. Ernst Ludwig Dietrich, Landesbischof der Evangelischen Landeskirche Nassau-Hessen, Darmstadt: Gnadengesuch für den in Schutzhaft genommenen Rechtsanwalt Dr. Hans Buttersack, Wiesbaden
(1943)
Dr. Felix Theusner, Direktor der Dt. Bank, Filiale Breslau: Gnadengesuch für den im Zuchthaus Brandenburg/Havel befindlichen Grafen Humprecht von Czernin. Hluschitz (Protektorat), der im Zusammenhang mit dem Heydrich-Attentat zum Tode verurteilt und dann zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigt wurde (1943); dabei: Todes-Urteil des Standgerichts Prag vom 30. Juni 1942 gegen Czernin und Frantisek Dvorák wegen unbefugten Waffenbesitzes
Elisabeth Demuth, Lehrerin, Breslau: Beschwerde wegen ständiger Überwachung ihrer Familie durch die Gestapo (1939 - 1942)
Else Hahn, Wiesbaden: Schadenersatzanspruch an den Reichsschatzmeister der NSDAP wegen 1933 erlittener Schutzhaft ihres Sohnes, Dr. med. Hellmuth Hahn, Bissendorf bei Hannover; dabei: Auseinandersetzung zwischen der Reichskanzlei und der Kanzlei des Führers der NSDAP (1941/1942)
Heinrich Hoppe, Bremen: Eingabe wegen seiner 1934 erfolgten Einweisung in das Zwangs-Arbeitslager Teufelsmoor; dabei: Schilderung der Verhältnisse im Lager. - Gesuch um Rehabilitierung (1942)
Ferdinand Karl Prinz von Isenburg-Birstein, Berlin-Wilmersdorf: Gnadengesuch für den am 16. März 1938 verhafteten und in das KZ Dachau eingewiesenen Fürst Ernst von Hohenberg, Wien. - Eingabe des Prinzen Isenburg wegen strafrechtlicher Verfolgung von Mitarbeitern von NSDAP-Dienststellen anläßlich der Vermögensauseinandersetzung zwischen seinem Neffen Prinz Philipp Josias von Sachsen, Coburg und Gotha und der Herzogin Dorothea Marie zu Schleswig-Holstein (1940 - 1942); dabei: Sachdarstellung der Vermögensauseinandersetzung
Maria Mandrolla, Berlin-Karlshorst: Gnadengesuch für ihren am 12. Mai 1943 vom Reichskriegsgericht wegen Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilten Ehemann, Marine-Intendanturrat Mandrolla (1943)
Dr. Ludwig Müller, Reichsbischof der Evangelischen Kirche, Berlin: Weiterleitung des Gnadengesuchs des Dr. Johannes Günther, Berlin (1943)
Jaroslav Horak, Hauptmann a. D., Roth-Kosteletz (Protektorat): Gesuch um Freilassung der im Nov. 1939 wegen Teilnahme an "antideutschen Kundgebungen" verhafteten und in das KZ Oranienburg überführten tschechischen Studenten der Prager Universität. Ablehnung durch den Chef der Sipo und des SD (1940)
Reichsführer-SS (Gestapo), Berlin: Ermittlungen gegen den Niederländer Johannes van Daal (Rheinschiffer, Verdacht auf Devisenvergehen und Spionagetätigkeit) und den mit ihm bekannten Polizeihauptmann a. D. Willi Herbert, Karlsruhe (1940)
Albine Sinnreich, Eichenau bei Kattowitz: Bittgesuche um Freilassung inhaftierter Bekannter; polizeiliches Verbot für die weitere Abfassung solcher Gesuche (1941/1942)
Dr. Skowronnek, Rechtsanwalt und Notar, Beuthen: Beschwerde gegen seine Amtsenthebung wegen politischer Unzuverlässigkeit (1942)
Otto Adami, Salzburg: Beschwerde wegen Verhaftung und Ausweisung aus dem Gau Tirol. - Gesuch um Rehabilitierung und Unterstützung in seinem Rechtsstreit gegen die Textilfirma Lorentz und Ramminger Nachf., Glauchau/Sa.
Lic. Dr. Ernst Ludwig Dietrich, Landesbischof der Evangelischen Landeskirche Nassau-Hessen, Darmstadt: Gnadengesuch für den in Schutzhaft genommenen Rechtsanwalt Dr. Hans Buttersack, Wiesbaden
(1943)
Dr. Felix Theusner, Direktor der Dt. Bank, Filiale Breslau: Gnadengesuch für den im Zuchthaus Brandenburg/Havel befindlichen Grafen Humprecht von Czernin. Hluschitz (Protektorat), der im Zusammenhang mit dem Heydrich-Attentat zum Tode verurteilt und dann zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigt wurde (1943); dabei: Todes-Urteil des Standgerichts Prag vom 30. Juni 1942 gegen Czernin und Frantisek Dvorák wegen unbefugten Waffenbesitzes
Elisabeth Demuth, Lehrerin, Breslau: Beschwerde wegen ständiger Überwachung ihrer Familie durch die Gestapo (1939 - 1942)
Else Hahn, Wiesbaden: Schadenersatzanspruch an den Reichsschatzmeister der NSDAP wegen 1933 erlittener Schutzhaft ihres Sohnes, Dr. med. Hellmuth Hahn, Bissendorf bei Hannover; dabei: Auseinandersetzung zwischen der Reichskanzlei und der Kanzlei des Führers der NSDAP (1941/1942)
Heinrich Hoppe, Bremen: Eingabe wegen seiner 1934 erfolgten Einweisung in das Zwangs-Arbeitslager Teufelsmoor; dabei: Schilderung der Verhältnisse im Lager. - Gesuch um Rehabilitierung (1942)
Ferdinand Karl Prinz von Isenburg-Birstein, Berlin-Wilmersdorf: Gnadengesuch für den am 16. März 1938 verhafteten und in das KZ Dachau eingewiesenen Fürst Ernst von Hohenberg, Wien. - Eingabe des Prinzen Isenburg wegen strafrechtlicher Verfolgung von Mitarbeitern von NSDAP-Dienststellen anläßlich der Vermögensauseinandersetzung zwischen seinem Neffen Prinz Philipp Josias von Sachsen, Coburg und Gotha und der Herzogin Dorothea Marie zu Schleswig-Holstein (1940 - 1942); dabei: Sachdarstellung der Vermögensauseinandersetzung
Maria Mandrolla, Berlin-Karlshorst: Gnadengesuch für ihren am 12. Mai 1943 vom Reichskriegsgericht wegen Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilten Ehemann, Marine-Intendanturrat Mandrolla (1943)
Dr. Ludwig Müller, Reichsbischof der Evangelischen Kirche, Berlin: Weiterleitung des Gnadengesuchs des Dr. Johannes Günther, Berlin (1943)
Jaroslav Horak, Hauptmann a. D., Roth-Kosteletz (Protektorat): Gesuch um Freilassung der im Nov. 1939 wegen Teilnahme an "antideutschen Kundgebungen" verhafteten und in das KZ Oranienburg überführten tschechischen Studenten der Prager Universität. Ablehnung durch den Chef der Sipo und des SD (1940)
Reichsführer-SS (Gestapo), Berlin: Ermittlungen gegen den Niederländer Johannes van Daal (Rheinschiffer, Verdacht auf Devisenvergehen und Spionagetätigkeit) und den mit ihm bekannten Polizeihauptmann a. D. Willi Herbert, Karlsruhe (1940)
Albine Sinnreich, Eichenau bei Kattowitz: Bittgesuche um Freilassung inhaftierter Bekannter; polizeiliches Verbot für die weitere Abfassung solcher Gesuche (1941/1942)
Dr. Skowronnek, Rechtsanwalt und Notar, Beuthen: Beschwerde gegen seine Amtsenthebung wegen politischer Unzuverlässigkeit (1942)
Reichskanzlei, 1878-1945
Akte
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 11:31 MESZ
Hierarchie
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- R 43 Reichskanzlei (Gliederung)
- C. Registratur (Ministerbüro) Dr. Lammers, Reichsminister und Chef der Reichskanzlei (Gliederung)
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- Politische, rassische und kirchliche Verfolgung (Eingaben und Schriftwechsel) (Gliederung)