Kanzlei betreffend Amt Künzelsau (Bestand)
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Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein, We 30
Landesarchiv Baden-Württemberg, Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein (Archivtektonik) >> Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein >> Schloßarchiv Weikersheim >> Behörden der Weikersheimer 'Linie' und der Rechtsnachfolger (bis ca. 1805)
1361-1756
Inhalt und Bewertung
Der vorliegende Bestand enthält die Akten der Kanzlei Weikersheim, soweit sie Geschehnisse und Angelegenheiten des Amtes Künzelsau betreffen. Die Provenienz ist also Kanzlei (später - im 18. Jahrhundert - "Regierung" genannt), Pertinenz das Amt Künzelsau.
Hauptsächlich handelte es sich provenienzmäßig um die Kanzlei in Weikersheim, aber auch andere Kanzleien waren zeitweise für das Amt Künzelsau zuständig und sind am Entstehen der vorliegenden Unterlagen beteiligt gewesen. Es waren Hohenlohe-Neuenstein-Neuenstein (Kanzlei Neuenstein-Neuenstein), Hohenlohe-Künzelsau (Kanzlei Künzelsau) und Hohenlohe-Oehringen (Kanzlei Öhringen). Teilweise finden sich auch Unterlagen anderer Ganerben. Auch ist nicht ausgeschlossen, dass Unterlagen der Provenienz Amt Künzelsau eingemischt worden sind. Kanzlei Weikersheim als Provenienz ist also im Sinne der Endprovenienz zu verstehen, während sehr unterschiedliche Entstehungsprovenienzen im Bestand vorhanden sind.
Gliederung: 1. Differenzen mit den Ganerben; 2. Künzelsauer Ganerbentagsakten; 3. Pfarr-, Kirchen- und Schulsachen; 4. Consistorial- und Ehegerichtssachen; 5. Criminalia im Amt Künzelsau; 6. Künzelsauer Civilia und Amtssachen; 7. Künzelsauer Grenz-, Markungs-, Schied-, Zoll- und Geleitsachen; 8. Künzelsauer Herbst- und Keltersachen; 9. Künzelsauer Forst-, Jägerei- und Fischereisachen; 10. Künzelsauer Waid-, Trieb-, Hirten- und Schäfereisachen; 11. Künzelsauer Handlohns-, Umgeld-, Nachsteuer-, Hauptrecht und Bohnwein, auch Anlage, Schatzung und Dienstgeld sowie Leibeigenschaftssachen; 12. Künzelsauer Gült- und Zehntsachen; 13. Künzelsauer Dienersachen; 14. Künzelsauer gemeine Sachen; 15. Comburgische Kauf- und Verwechslung sowie Wiederholung der Güter; 16. Comburgische Akten wegen des Schlössleins Bartenau zu Künzelsau; 17. Comburgische Akten insgemein.
Der vorliegende Bestand enthält die Akten der Kanzlei Weikersheim, soweit sie Geschehnisse und Angelegenheiten des Amtes Künzelsau betreffen. Die Provenienz ist also Kanzlei (später - im 18. Jahrhundert - "Regierung" genannt), Pertinenz das Amt Künzelsau. Hauptsächlich handelte es sich provenienzmäßig um die Kanzlei in Weikersheim, aber auch andere Kanzleien waren zeitweise für das Amt Künzelsau zuständig und sind am Entstehen der vorliegenden Unterlagen beteiligt gewesen. Es waren Hohenlohe-Neuenstein-Neuenstein (Kanzlei Neuenstein-Neuenstein), Hohenlohe-Künzelsau (Kanzlei Künzelsau) und Hohenlohe-Oehringen (Kanzlei Öhringen). Teilweise finden sich auch Unterlagen anderer Ganerben. Auch ist nicht ausgeschlossen, dass Unterlagen der Provenienz Amt Künzelsau eingemischt worden sind. Kanzlei Weikersheim als Provenienz ist also im Sinne der Endprovenienz zu verstehen, während sehr unterschiedliche Entstehungsprovenienzen im Bestand vorhanden sind. Kurz nach Erlöschen der Linie Hohenlohe-Weikersheim 1756 wurden die Akten in Weikersheim geordnet und "Konzeptrepertorien" angelegt. Das dem Bestand zugrunde liegende Repertorium dürfte so um 1760 entstanden sein. Es stellt eine Abschrift der auf den Aktenumschlägen befindlichen Aktentitel dar, die meist wortwörtlich und nur selten verändert, also verkürzt oder ergänzt, wiedergegeben werden. Das Repertorium aus dem 18. Jahrhundert wurde im vorliegenden (online)-Findbuch retrokonvertiert. Ortsnamen wurden in die heutige Schreibweise übertragen, um eine Online-Suche über die Suchfunktionen zu ermöglichen. Der für heute ungewöhnliche Sprachduktus des 17. und 18. Jahrhunderts, die altertümlichen und auch variierenden Schreibweisen und die meist aus dem Lateinischen übernommenen Begrifflichkeiten der Verwaltung wurden soweit wie möglich dem heutigen Gebrauch angepasst, um die Titelaufnahmen allgemein verständlich zu machen. Zusammenhängend mit der Retrokonversion erfolgte eine Vollständigkeitskontrolle am Bestand, der in den 80er Jahren nach dem alten Findbuch im Hohenlohe-Zentralarchiv in Neuenstein aufgestellt worden war. Einige Akten sind nach 250 Jahren nicht mehr vorhanden. Ihre Zahl ist aber für den großen Zeitraum, der zwischen Erfassung und Vollständigkeitsüberprüfung liegt, erstaunlich gering. Fehlende Akten werden im Online-Findbuch nicht angezeigt, sind aber im Intranet berücksichtigt, da noch Akten aufgefunden und diese dann leicht eingegliedert werden können. Die Klassifikation aus dem 18. Jahrhundert wurde beibehalten. Sie ist entsprechend damaliger Gewohnheit nur einstufig, relativ "breit" und ungenau. Innerhalb einer Rubrik sind die Akten chronologisch gereiht. Die Signatur besteht aus der Angabe der Schublade (als "Schubl." abgekürzt) und der Faszikelnummer ("Fasz."), die bei einer neuen Schublade meist wieder bei 1 beginnt. Die Retrokonversion des Konzept-Findbuches aus dem 18. Jahrhundert besorgte Frau Corina Cremer 2006 und zum größten Teil (ab Schublade 14 Fasz. 150) Frau Caroline Wilhelm im August/September 2007. Der Bestand "We 30 Kanzlei: Amt Künzelsau" umfasst 1350 Einheiten, von denen heute nur noch 1322 Einheiten in 14,4 lfd. m erhalten sind. Die Laufzeit reicht von 1361 bis 1756. Im Sommer 2020 wurden die 2006/2007 in die Bestellsignaturen integrierten alten Lokaturen vom Typ We 30 Schubl. X Fasz. Y von Herrn Thomas Schauer durch moderne Archivsignaturen ersetzt und der Bestand auf Vollständigkeit und nicht erfasste Unterlagen überprüft. Die Vorsignaturen wurden im Feld Vorsignatur 1 gesichert. Neuenstein, im Oktober 2007/Dezember 2020 Dr. Schiffer/Dr. Ulrich Schludi
1322 Büschel (14,4 lfd.m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ