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Sammelindulgenz Johann [Davids], Erzbischof von Edessa, und weiterer namentlich genannter Bischöfe für das Kloster Frauenberg
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Ausfertigung, Pergament, unbesiegelt?, einige Textstellen mit späterer Tinte nachgetragen, darunter die Aussteller und der Name des Klosters Frauenberg, verzierte Initiale: Muttergottes mit Kind und Petent
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum Avinione XXVIII die mensis Aprilis anno Domini millesimo CCC° XLIIII° et pontificatus Domini Clementis papae VI anno secundo
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Johann [David], Erzbischof von Edessa (Edissiensis) [in Syria; Sanliurfa/Urfa, Türkei] und die Bischöfe Bonifaz von Krbava (Corbaviensis) [Kroatien], Antonius von Trapezus (?) (Trapesundensis) [Trabzon, Türkei], Manfred von Ajaccio (Matfredus Aiacensis) [Korsika], Petrus von Cagli (Calliensis) [Prov. Pesaro und Urbino, Italien], Gregorio [da Gerace] von Oppido [Mamertina-Palmi] (Oppidensis) [Prov. Kalabrien, Italien], Thomas von Knin (Tinniensis) [in Dalmatia; Kroatien], Avantius von Xanthus (?) (Xanthiensis) [Xanthos, Lykien, Türkei], Amadeus (Lengonensis) [Lagania (Beypazari, Türkei) oder Legio (Lajjun, Israel)?], Gregor von Salvinen [in Graecia] (Salunensis) [?], Johann von Mestauren [in Armenia] (Mescarensis) [?], Bernhard von Ganen [in Thracia] (Ganensis) [?], Heinrich von Budua (Buduanensis) [in Dalmatia; Budva, Montenegro], Marinus von Stagno (Stannensis) [in Dalmatia; Ston, Kroatien], Raphael von Nebbio (Nebiensis) [Korsika] erteilen der Propstei Frauenberg [Gem. Fulda, Lkr. Fulda] eine Sammelindulgenz. Die Ablasstage sind im Einzelnen aufgeführt, insgesamt werden 240 Tage Ablass gewährt (IIIIII [?] XL dies). Der Ablass enthält die Aufforderung für das Seelenheil des Petenten diese Ablasses, Gottfried, Dechant von Fulda, zu beten. Siegelankündigung. Ausstellungsort: Avignon. (siehe Abbildungen: Vorderseite (http://digitalisate-he.arcinsys.de/jpg/hstam/urk. 77/urk. 77 frauenberg 1344 april 28 vorderseite.jpg), Rückseite (http://digitalisate-he.arcinsys.de/jpg/hstam/urk. 77/urk. 77 frauenberg 1344 april 28 rueckseite.jpg))
Vgl. zur Propstei Frauenberg Germania Benedictina Bd. VII, S. 435-444.
Zu den Bischöfen vgl. Eubel, Hierarchia catholica I, S. 150, 158, 208, 235, 259, 337, 360, 377, 431, 462, 486, 493. Nicht alle Bistümer erscheinen in dem Band; nicht in allen Fällen konnte eine sichere Zuordnung vorgenommen werden.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.