Struensee, Karl August von (Bestand)
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VI. HA, Nl Struensee, K. A. v.
Tektonik >> NICHTSTAATLICHE PROVENIENZEN >> Firmen, Familien und Personen >> Personen >> Staats- bzw. Kommunal-Beamte und -Bediente >> Minister (-präsidenten) >> Generaldirektorium, Minister für Schlesien
Laufzeit: 1794 - 1804, 1902, 2007 und ohne Datum
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1735 - 1804
Der vorliegende Nachlass des Staatsmanns Karl August von Struensee gelangte in mehreren Akzessionen in das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz. Das Zugangsjahr des ersten Teiles (Nr. 1-5) ging aus dem alten Findbuch nicht hervor. Der nächste Zugang (Nr. 6) war 1907 ein Geschenk des Grafen von Königsmark-Plauen (268/1907). Im Jahr 2010 kaufte das GStA PK dann die Nummern 7-10 an (32/2010).
In den Kleinen Erwerbungen befinden sich ferner unter folgenden Signaturen Autographen von Struensee und ein Manuskript über ihn:
GStA PK, yvonne krebs
Kleinen Erwerbungen
" L d Nr. 2 Der preußische Gesandte Joachim Erdmann von Arnim berichtet aus Dänemark über die Affaire Struensee ("Les trois dernières années de la vie de Struensée. Extrait des dépèches de Monsieur d'Arnim, envoyé de Prusse"), geb. Ms., ca. 130 S., (1770-1772)
" IV M b Nr. 28 Denkschriften Karl August von Struensees und des Finanzrats Utrecht zum Kommerzien-Vertrag mit Polen, 1790
" IV M b Nr. 53 Karl August von Struensee an Friedrich Wilhelm II.: Befestigung von Fordon, 9. März 1794
" IV M b Nr. 17 Karl August von Struensee an Unbekannt: Verwendung auswärtiger Subsidien, 26. April 1794.
(siehe auch IX D Nr. 17)
Mit Einführung der neuen Tektonik im GStA PK wurde der ehemals als I. Hauptabteilung
Rep. 92 geführte Nachlass Struensee im Jahr 2001 der neu gebildeten VI. Hauptabteilung Familienarchive und Nachlässe angegliedert.
Laufzeit: 1794 - 1804, 1902, 2007, ohne Datum
Umfang: 0,10 lfm
Zu bestellen: VI. HA, Nl Struensee, K. A. v., Nr. ....
Zu zitieren: GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl Karl August von Struensee, Nr. ....
Berlin, Januar 2011
(Archivoberinspektorin Sylvia Rose)
Lebenslauf
Karl August von Struensee wurde am 18. August 1735 in Halle als Sohn des evangelischen Theologen Adam Struensee geboren. Er studierte in Halle Theologie, später Mathematik und Philosophie. Mit 22 Jahren war er Lehrer an der Ritterakademie in Liegnitz.
Er beschäftigte sich mit den Militärwissenschaften und schrieb Handbücher für den kriegswissenschaftlichen Unterricht:
- "Anfangsgründe der Artillerie (1760)
- "Kriegskunst des Grafen von Sachsen" (1767)
- "Anfangsgründe der Kriegsbaukunst" (1774).
Von seinem Bruder wurde er nach Dänemark gerufen -nachdem er bereits am 13. November 1769 zum dänischen Justizrat ernannt worden war- und traf in Dänemark im April 1771 nach vierzehnjähriger Lehrtätigkeit in Liegnitz ein. Am 29. Mai 1771 wurde er zum Deputierten des dänischen Finanzkollegiums ernannt. Durch den Sturz seines Bruders nahm seine Tätigkeit ein Ende und nach der Entlassung aus der Haft kehrte er nach Preußen zurück. Er wandte sich dem Studium der Volkswissenschaft zu und veröffentlichte entsprechende Abhandlungen. 1777 wurde er als Bankdirektor nach Elbing berufen. Am 21. Januar 1782 erfolgte die Ernennung zum Direktor der Seehandlung und zum Geheimen Finanzrat und am 16. Oktober 1791 zum Minister des Akzise-, Zoll-, Kommerzien- und Fabrikenwesens. Struensee war auch Hauptmitarbeiter der Neuen Berlinischen Monatsschrift.
Die preußische Genehmigung zur Annahme des dänischen Adels erhielt er am 1. März 1789 in Berlin. Die Erhebung in den dänischen Adelsstand mit Namensmehrung "von Carlsbach" erfolgte dann am 15. Mai 1789 auf Schloss Christiansborg. Später war er königlich preußischer Geheimer Staatsminister und Mitglied der Berliner Mittwochsgesellschaft.
Struensee starb am 17. Oktober 1804 in Berlin.
Er hatte drei Töchter, von denen die älteste, Henriette, mit dem kurmärkischen Erblandforstmeister v. Königsmark und die zweite, Friederike mit einem v. Schütze verheiratet war.
Die obigen Angaben wurden überwiegend der Allgemeiner Deutschen Biographie, Bd. 36, Berlin 1971 (Neudruck der 1. Auflage von 1893) übernommen.
Literatur
" C. W. Cosmar und Ch. A. L. Klaproth, Der Königlich Preußische und churfürstlich Brandenburgisch Wirklich (!) Geheime Staatsrat. Berlin 1805, S. 515-516
" Th. Stamm-Kuhlmann, König in Preußens großer Zeit. Friedrich Wilhelm III. der Melancholiker auf dem Thron. Berlin 1992, S. 124 u. ö.
" R. Straubel, Carl August von Struensee. Preußische Wirtschafts- und Finanzpolitik im ministeriellen Kräftespiel (1786-1804/06). Berlin 1999 (Bibliothek der Brandenburgischen und Preußischen Geschichte, Bd. 4)
" E. Ziebura, Prinz Heinrich von Preußen. Berlin 1999, S. 373 u. ö. (Preußische Köpfe, Bd. 29)
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, Nl Struensee, K. A. v.
Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1735 - 1804
Der vorliegende Nachlass des Staatsmanns Karl August von Struensee gelangte in mehreren Akzessionen in das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz. Das Zugangsjahr des ersten Teiles (Nr. 1-5) ging aus dem alten Findbuch nicht hervor. Der nächste Zugang (Nr. 6) war 1907 ein Geschenk des Grafen von Königsmark-Plauen (268/1907). Im Jahr 2010 kaufte das GStA PK dann die Nummern 7-10 an (32/2010).
In den Kleinen Erwerbungen befinden sich ferner unter folgenden Signaturen Autographen von Struensee und ein Manuskript über ihn:
GStA PK, yvonne krebs
Kleinen Erwerbungen
" L d Nr. 2 Der preußische Gesandte Joachim Erdmann von Arnim berichtet aus Dänemark über die Affaire Struensee ("Les trois dernières années de la vie de Struensée. Extrait des dépèches de Monsieur d'Arnim, envoyé de Prusse"), geb. Ms., ca. 130 S., (1770-1772)
" IV M b Nr. 28 Denkschriften Karl August von Struensees und des Finanzrats Utrecht zum Kommerzien-Vertrag mit Polen, 1790
" IV M b Nr. 53 Karl August von Struensee an Friedrich Wilhelm II.: Befestigung von Fordon, 9. März 1794
" IV M b Nr. 17 Karl August von Struensee an Unbekannt: Verwendung auswärtiger Subsidien, 26. April 1794.
(siehe auch IX D Nr. 17)
Mit Einführung der neuen Tektonik im GStA PK wurde der ehemals als I. Hauptabteilung
Rep. 92 geführte Nachlass Struensee im Jahr 2001 der neu gebildeten VI. Hauptabteilung Familienarchive und Nachlässe angegliedert.
Laufzeit: 1794 - 1804, 1902, 2007, ohne Datum
Umfang: 0,10 lfm
Zu bestellen: VI. HA, Nl Struensee, K. A. v., Nr. ....
Zu zitieren: GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl Karl August von Struensee, Nr. ....
Berlin, Januar 2011
(Archivoberinspektorin Sylvia Rose)
Lebenslauf
Karl August von Struensee wurde am 18. August 1735 in Halle als Sohn des evangelischen Theologen Adam Struensee geboren. Er studierte in Halle Theologie, später Mathematik und Philosophie. Mit 22 Jahren war er Lehrer an der Ritterakademie in Liegnitz.
Er beschäftigte sich mit den Militärwissenschaften und schrieb Handbücher für den kriegswissenschaftlichen Unterricht:
- "Anfangsgründe der Artillerie (1760)
- "Kriegskunst des Grafen von Sachsen" (1767)
- "Anfangsgründe der Kriegsbaukunst" (1774).
Von seinem Bruder wurde er nach Dänemark gerufen -nachdem er bereits am 13. November 1769 zum dänischen Justizrat ernannt worden war- und traf in Dänemark im April 1771 nach vierzehnjähriger Lehrtätigkeit in Liegnitz ein. Am 29. Mai 1771 wurde er zum Deputierten des dänischen Finanzkollegiums ernannt. Durch den Sturz seines Bruders nahm seine Tätigkeit ein Ende und nach der Entlassung aus der Haft kehrte er nach Preußen zurück. Er wandte sich dem Studium der Volkswissenschaft zu und veröffentlichte entsprechende Abhandlungen. 1777 wurde er als Bankdirektor nach Elbing berufen. Am 21. Januar 1782 erfolgte die Ernennung zum Direktor der Seehandlung und zum Geheimen Finanzrat und am 16. Oktober 1791 zum Minister des Akzise-, Zoll-, Kommerzien- und Fabrikenwesens. Struensee war auch Hauptmitarbeiter der Neuen Berlinischen Monatsschrift.
Die preußische Genehmigung zur Annahme des dänischen Adels erhielt er am 1. März 1789 in Berlin. Die Erhebung in den dänischen Adelsstand mit Namensmehrung "von Carlsbach" erfolgte dann am 15. Mai 1789 auf Schloss Christiansborg. Später war er königlich preußischer Geheimer Staatsminister und Mitglied der Berliner Mittwochsgesellschaft.
Struensee starb am 17. Oktober 1804 in Berlin.
Er hatte drei Töchter, von denen die älteste, Henriette, mit dem kurmärkischen Erblandforstmeister v. Königsmark und die zweite, Friederike mit einem v. Schütze verheiratet war.
Die obigen Angaben wurden überwiegend der Allgemeiner Deutschen Biographie, Bd. 36, Berlin 1971 (Neudruck der 1. Auflage von 1893) übernommen.
Literatur
" C. W. Cosmar und Ch. A. L. Klaproth, Der Königlich Preußische und churfürstlich Brandenburgisch Wirklich (!) Geheime Staatsrat. Berlin 1805, S. 515-516
" Th. Stamm-Kuhlmann, König in Preußens großer Zeit. Friedrich Wilhelm III. der Melancholiker auf dem Thron. Berlin 1992, S. 124 u. ö.
" R. Straubel, Carl August von Struensee. Preußische Wirtschafts- und Finanzpolitik im ministeriellen Kräftespiel (1786-1804/06). Berlin 1999 (Bibliothek der Brandenburgischen und Preußischen Geschichte, Bd. 4)
" E. Ziebura, Prinz Heinrich von Preußen. Berlin 1999, S. 373 u. ö. (Preußische Köpfe, Bd. 29)
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, Nl Struensee, K. A. v.
Umfang: 0,1 lfm (11 VE); Angaben zum Umfang: 0,1 lfm (11 VE)
Bestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
19.08.2025, 12:19 MESZ
Hierarchie
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