Stadt Warendorf C (Bestand)
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War Stadt C War Stadt C Stadt Warendorf C
Kreisarchiv Warendorf (Archivtektonik)
1819-1996
Form und Inhalt: Kreisarchiv Warendorf, Warendorf C (1925-1974)
Verwaltungsgeschichte des 20. Jahrhunderts
Einen ersten Gebietszuwachs erfuhr die Stadt Warendorf direkt nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Gemeinde Neuwarendorf, zuvor zu Freckenhorst gehörig, wurde in die Stadt Warendorf eingegliedert.
Im Zuge der kommunalen Neugliederung kamen die Gemeinden Velsen und Vohren 1969 hinzu. Beide Gemeinden waren bis dahin Teile des Amtes Sassenberg.
Zum 1. Januar 1975 vergrößerte sich das Stadtgebiet enorm: Einen, Freckenhorst, Hoetmar, Milte und Müssingen wurden als eigenständige Städte und Gemeinden aufgelöst und Bestandteile der Stadt Warendorf.
Archivgeschichte des 20. Jahrhunderts
Das Stadtarchiv Warendorf war bis zum Zweiten Weltkrieg im Rathaus der Stadt Warendorf untergebracht.
Nachdem 1927 ein neuer Aktenplan in der Stadtverwaltung eingeführt worden war und daraufhin ein Registraturschnitt erfolgte, begann am 1. September 1933 Dr. Krause im Auftrag der Archivberatungsstelle mit der Neuordnung des Warendorfer Stadtarchivs. Dabei wurde das Archiv in das sogenannte "Alte Archiv", das die Akten vor 1815 enthielt, und in das "Neue Archiv" mit den Akten von 1815 bis 1825 eingeteilt. Später wurden die beiden Bestände in Warendorf A und B umbenannt.
Durch einen starken Anstieg der Anfragen an das Archiv, stellte die Stadt Warendorf 1938 den ersten Stadtarchivar ein: Dr. Paul Casser, Studienassessor und Studienrat am Warendorfer Gymnasium. Seit 1929 bildete die Archivberatungsstelle des Staatsarchivs Münster in Archivpflegekursen vor allem Lehrer zu nebenamtlichen Archivaren aus.
Der Zweite Weltkrieg nahm auch auf das Warendorfer Stadtarchiv Einfluss:
1940 wurde das Archiv zum ersten Mal verlagert. Um es vor Kriegsbeschädigungen zu schützen, brachte man es zuerst im Tresor der Stadtkasse unter. 1943 erfolgte die Auslagerung in den Tresorraum der Kreis- und Stadtsparkasse Warendorf. Auch Dr. Casser war betroffen, er erhielt seine Einberufung zum Kriegseinsatz und wurde seitdem von Dr. Franz Rohleder vertreten.
Nach Kriegsende war Dr. Rohleder für die Rückführung des Archivs in das Rathaus verantwortlich und übernahm bis zur Ablöse durch Karl Heinz Werland 1947 die Betreuung des Stadtarchivs.
Mit der Versetzung Werlands nach Koblenz übernahm Dr. Theodor Pröpper die nebenamtliche Leitung des Stadtarchivs. Auch auf seine Initiative hin erfolgte 1951 die Gründung der "Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt Warendorf".
Da die räumliche Situation im Rathaus immer beengter und der Platz zudem anderweitig benötigt wurde, zog das Stadtarchiv 1953 in die Dachräume der ehemaligen Kardinal-von-Galen-Schule. Aber auch hier besserte sich die Situation nicht.
Trotz intensiver Bemühungen durch Dr. Pröpper konnte keine geeignetere Unterbringung gefunden werden. Die schlechte Raumsituation nahm mittlerweile auch Einfluss auf die inhaltliche Arbeit des Archivs. Zwar wurden erste Teile der städtischen Registratur von 1925 bis 1955 an das Archiv abgegeben, aber durch den Platzmangel war weder eine Bewertung noch eine Ordnung der Unterlagen möglich.
Zum 1. Juni 1964 übernahmen Dr. Paul Leidinger und Wilhelm Wallmeier die Leitung des Warendorfer Stadtarchivs.
Nach einem Zwischenlager in den Privaträumen Leidingers konnte das Stadtarchiv 1971 in die Kellerräume der Stadtverwaltung in der Lüninger Straße 3 ziehen. Es wurde dort durch die Archive des Amtes Sassenberg und des Altkreises Warendorf ergänzt. Anfang der 1970er Jahre kamen auch die Nachlässe "Josef Mauve", "Wilhelm Wallmeier", das Familienarchiv "Pagenstecher", das Zeitungsarchiv des "Neuen Emsboten" sowie der Bibliotheksbestand des Laurentianums hinzu.
Dr. Johannes Nowak wurde am 1. Mai 1976 zum nebenamtlichen Stadtarchivar ernannt und setzte damit die Tradition von Lehrkräften in diesem Amt fort.
Mit dem Bezug des neuen Kreishaues in Warendorf 1982 wurden die Archive des Amtes Sassenberg und des Altkreises Warendorf in das Kreiszentralarchiv im Kreishaus überführt. Das Warendorfer Stadtarchiv blieb vorerst eigenständig und wurde durch Beschluss des Bezirksausschusses Freckenhorst um die Altakten aus Freckenhorst erweitert.
Im Sommer 1983 stand der nächste Umzug an: Das Dachgeschoss des alten Lehrerseminars wurde zur neuen Adresse des Stadtarchivs.
Aber auch diese Lösung war nicht von langer Dauer. Mit Beschluss vom 8. Mai 1985 erfolgte im Herbst desselben Jahres der Umzug des Stadtarchivs als Depositum in das Kreiszentralarchiv in Warendorf.
Bestandsgeschichte
Durch eine Zunahme der Verwaltungsaufgaben und einer Neuaufstellung der Verwaltung nach dem Ersten Weltkrieg wurde in den 1920er Jahren in der Warendorfer Stadtverwaltung ein neuer Aktenplan eingeführt.
Einige Akten wurden von der Verwaltung weitergeführt, so dass der Bestand auch Akten aus der Zeit vor 1925 enthält.
1956 wurden die Akten von 1925 bis 1955 an das Stadtarchiv abgegeben.
Aus den Registraturnummern lässt sich entnehmen, dass es zu dem Zeitpunkt einen erneuten Registraturschnitt gab. Viele Akten wurden dennoch fortgeführt und auch der Archivbestand wurde nicht geteilt, so dass die Akten im Bestand Warendorf C bis zur kommunalen Neugliederung 1975 reichen. Ein Teil der Vorgänge wurde seitens der Stadtverwaltung noch in den alten Akten beendet, daher ergeben sich zum Teil Laufzeiten bis in die 1990er Jahre.
Der Bestand spiegelt die Geschichte des 20. Jahrhunderts in Warendorf umfangreich wieder.
Viele Akten aus der zentralen Verwaltung sind erhalten geblieben und geben einen Einblick in die Abläufe und den Aufbau der Verwaltung. Neben den Akten zur Stadtvertretung und der Verwaltungsspitze gibt es auch viele Quellen über die Personalsituation und stattgefundene Wahlen auf Reichs-/Bundes-, Landes- oder Kommunaler Ebene. Die tiefen Einschnitte in das Gebilde der Stadt durch die kommunale Neugliederung in den 1960er und 1970er Jahren sind ebenfalls dokumentiert.
Die Zeit des Nationalsozialismus und seiner Folgen ist den Akten auf vielschichtige Weise zu entnehmen, wenn auch Teile der Überlieferung aus der Zeit fehlen.
Die Unterlagen der Polizeiverwaltung geben Aufschlüsse über Versammlungen und Umzüge sowie die Überwachung und Auflösung von Vereinen. In den Meldeunterlagen lassen sich Auswanderungsgesuche Warendorfer Juden ebenso nachlesen wie die Unterbringung von Ausgebombten und Ost-Flüchtlingen. Die Akten der Ordnungsbehörde geben u.a. ein Bild des Luft- und Feuerschutzes ab
Dokumente der Militärregierung, des Flüchtlings- und Wohnungsamtes zeigen die Material- und Wohnraumknappheit und zeugen von Beschlagnahmungen und den Lebenverhältnissen in der direkten Nachkriegszeit.
Durch den Zuzug vieler Flüchtlinge wurde die Stadt immer größer. Mehr Wohnraum, größere Schulen und ein Ausbau der Infrastruktur wurde nötig. Viele dieser Maßnahmen lassen sich auch in den Akten dieses Bestandes nachlesen.
Die Veränderungen im Schulwesen, Gründungen und Schließungen von Schulen sowie Veränderungen im Lehrplan sind auch ein Teil der Geschichte Warendorfs, die in den Akten zu recherchieren ist.
Durch Akten des Denkmalschutzes, des Tiefbauamtes oder der Landschaftsabteilung lassen sich Veränderungen im Stadtbild, wie zum Beispiel die Altstadtsanierung, gut nachvollziehen.
Verzeichnung
Der Bestand Warendorf C wurde Anfang der 1990er Jahre erstmalig geordnet und verzeichnet, eine Klassifizierung der Akten wurde nicht vorgenommen.
Die Akten konnten so für die Erstellung der dreibändigen Warendorfer Stadtgeschichte ausgewertet werden.
Später wurde der Bestand in die Archivdatenbank "Augias" eingespielt.
2009 konnten die Akten häufig aufgrund doppelt vergebener Nummern nicht zugeordnet werden bzw. viele Akten waren nicht oder falsch signiert.
Die Verzeichnung wurde daraufhin vollständig überarbeitet und der Bestand klassifiziert. Die Gliederung des Bestandes erfolgte anhand alter Akten- und Organisationspläne. Einige Abschnitte orientieren sich am heutigen Aufbau der Stadtverwaltung Warendorfs.
Im Zuge der Neuverzeichnung wurden auch die Signaturen neu vergeben. Die alten vorläufigen Nummern wurden als Alt-Signatur ausgewiesen.
Im Jahr 2019 wurde der Bestand "KAW, S 16 Klassenbücher" aufgelöst und auf die Bestände "KAW,Warendorf C und D" aufgeteilt.
Benutzung und Zitierweise
Der Bestand steht zur Einsichtnahme im Lesesaal zur Verfügung. Einige Akten unterliegen noch Sperrfristen.
Zur Bestellung der Archivguteinheiten des Bestandes für die Benutzung im Lesesaal und zur Angabe in Veröffentlichungen ist aus diesem Bestand wie folgt zu zitieren:
KAW, Stadt Warendorf C Nr. …
Warendorf, Februar 2017
Victoria Wegener
Verwaltungsgeschichte des 20. Jahrhunderts
Einen ersten Gebietszuwachs erfuhr die Stadt Warendorf direkt nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Gemeinde Neuwarendorf, zuvor zu Freckenhorst gehörig, wurde in die Stadt Warendorf eingegliedert.
Im Zuge der kommunalen Neugliederung kamen die Gemeinden Velsen und Vohren 1969 hinzu. Beide Gemeinden waren bis dahin Teile des Amtes Sassenberg.
Zum 1. Januar 1975 vergrößerte sich das Stadtgebiet enorm: Einen, Freckenhorst, Hoetmar, Milte und Müssingen wurden als eigenständige Städte und Gemeinden aufgelöst und Bestandteile der Stadt Warendorf.
Archivgeschichte des 20. Jahrhunderts
Das Stadtarchiv Warendorf war bis zum Zweiten Weltkrieg im Rathaus der Stadt Warendorf untergebracht.
Nachdem 1927 ein neuer Aktenplan in der Stadtverwaltung eingeführt worden war und daraufhin ein Registraturschnitt erfolgte, begann am 1. September 1933 Dr. Krause im Auftrag der Archivberatungsstelle mit der Neuordnung des Warendorfer Stadtarchivs. Dabei wurde das Archiv in das sogenannte "Alte Archiv", das die Akten vor 1815 enthielt, und in das "Neue Archiv" mit den Akten von 1815 bis 1825 eingeteilt. Später wurden die beiden Bestände in Warendorf A und B umbenannt.
Durch einen starken Anstieg der Anfragen an das Archiv, stellte die Stadt Warendorf 1938 den ersten Stadtarchivar ein: Dr. Paul Casser, Studienassessor und Studienrat am Warendorfer Gymnasium. Seit 1929 bildete die Archivberatungsstelle des Staatsarchivs Münster in Archivpflegekursen vor allem Lehrer zu nebenamtlichen Archivaren aus.
Der Zweite Weltkrieg nahm auch auf das Warendorfer Stadtarchiv Einfluss:
1940 wurde das Archiv zum ersten Mal verlagert. Um es vor Kriegsbeschädigungen zu schützen, brachte man es zuerst im Tresor der Stadtkasse unter. 1943 erfolgte die Auslagerung in den Tresorraum der Kreis- und Stadtsparkasse Warendorf. Auch Dr. Casser war betroffen, er erhielt seine Einberufung zum Kriegseinsatz und wurde seitdem von Dr. Franz Rohleder vertreten.
Nach Kriegsende war Dr. Rohleder für die Rückführung des Archivs in das Rathaus verantwortlich und übernahm bis zur Ablöse durch Karl Heinz Werland 1947 die Betreuung des Stadtarchivs.
Mit der Versetzung Werlands nach Koblenz übernahm Dr. Theodor Pröpper die nebenamtliche Leitung des Stadtarchivs. Auch auf seine Initiative hin erfolgte 1951 die Gründung der "Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt Warendorf".
Da die räumliche Situation im Rathaus immer beengter und der Platz zudem anderweitig benötigt wurde, zog das Stadtarchiv 1953 in die Dachräume der ehemaligen Kardinal-von-Galen-Schule. Aber auch hier besserte sich die Situation nicht.
Trotz intensiver Bemühungen durch Dr. Pröpper konnte keine geeignetere Unterbringung gefunden werden. Die schlechte Raumsituation nahm mittlerweile auch Einfluss auf die inhaltliche Arbeit des Archivs. Zwar wurden erste Teile der städtischen Registratur von 1925 bis 1955 an das Archiv abgegeben, aber durch den Platzmangel war weder eine Bewertung noch eine Ordnung der Unterlagen möglich.
Zum 1. Juni 1964 übernahmen Dr. Paul Leidinger und Wilhelm Wallmeier die Leitung des Warendorfer Stadtarchivs.
Nach einem Zwischenlager in den Privaträumen Leidingers konnte das Stadtarchiv 1971 in die Kellerräume der Stadtverwaltung in der Lüninger Straße 3 ziehen. Es wurde dort durch die Archive des Amtes Sassenberg und des Altkreises Warendorf ergänzt. Anfang der 1970er Jahre kamen auch die Nachlässe "Josef Mauve", "Wilhelm Wallmeier", das Familienarchiv "Pagenstecher", das Zeitungsarchiv des "Neuen Emsboten" sowie der Bibliotheksbestand des Laurentianums hinzu.
Dr. Johannes Nowak wurde am 1. Mai 1976 zum nebenamtlichen Stadtarchivar ernannt und setzte damit die Tradition von Lehrkräften in diesem Amt fort.
Mit dem Bezug des neuen Kreishaues in Warendorf 1982 wurden die Archive des Amtes Sassenberg und des Altkreises Warendorf in das Kreiszentralarchiv im Kreishaus überführt. Das Warendorfer Stadtarchiv blieb vorerst eigenständig und wurde durch Beschluss des Bezirksausschusses Freckenhorst um die Altakten aus Freckenhorst erweitert.
Im Sommer 1983 stand der nächste Umzug an: Das Dachgeschoss des alten Lehrerseminars wurde zur neuen Adresse des Stadtarchivs.
Aber auch diese Lösung war nicht von langer Dauer. Mit Beschluss vom 8. Mai 1985 erfolgte im Herbst desselben Jahres der Umzug des Stadtarchivs als Depositum in das Kreiszentralarchiv in Warendorf.
Bestandsgeschichte
Durch eine Zunahme der Verwaltungsaufgaben und einer Neuaufstellung der Verwaltung nach dem Ersten Weltkrieg wurde in den 1920er Jahren in der Warendorfer Stadtverwaltung ein neuer Aktenplan eingeführt.
Einige Akten wurden von der Verwaltung weitergeführt, so dass der Bestand auch Akten aus der Zeit vor 1925 enthält.
1956 wurden die Akten von 1925 bis 1955 an das Stadtarchiv abgegeben.
Aus den Registraturnummern lässt sich entnehmen, dass es zu dem Zeitpunkt einen erneuten Registraturschnitt gab. Viele Akten wurden dennoch fortgeführt und auch der Archivbestand wurde nicht geteilt, so dass die Akten im Bestand Warendorf C bis zur kommunalen Neugliederung 1975 reichen. Ein Teil der Vorgänge wurde seitens der Stadtverwaltung noch in den alten Akten beendet, daher ergeben sich zum Teil Laufzeiten bis in die 1990er Jahre.
Der Bestand spiegelt die Geschichte des 20. Jahrhunderts in Warendorf umfangreich wieder.
Viele Akten aus der zentralen Verwaltung sind erhalten geblieben und geben einen Einblick in die Abläufe und den Aufbau der Verwaltung. Neben den Akten zur Stadtvertretung und der Verwaltungsspitze gibt es auch viele Quellen über die Personalsituation und stattgefundene Wahlen auf Reichs-/Bundes-, Landes- oder Kommunaler Ebene. Die tiefen Einschnitte in das Gebilde der Stadt durch die kommunale Neugliederung in den 1960er und 1970er Jahren sind ebenfalls dokumentiert.
Die Zeit des Nationalsozialismus und seiner Folgen ist den Akten auf vielschichtige Weise zu entnehmen, wenn auch Teile der Überlieferung aus der Zeit fehlen.
Die Unterlagen der Polizeiverwaltung geben Aufschlüsse über Versammlungen und Umzüge sowie die Überwachung und Auflösung von Vereinen. In den Meldeunterlagen lassen sich Auswanderungsgesuche Warendorfer Juden ebenso nachlesen wie die Unterbringung von Ausgebombten und Ost-Flüchtlingen. Die Akten der Ordnungsbehörde geben u.a. ein Bild des Luft- und Feuerschutzes ab
Dokumente der Militärregierung, des Flüchtlings- und Wohnungsamtes zeigen die Material- und Wohnraumknappheit und zeugen von Beschlagnahmungen und den Lebenverhältnissen in der direkten Nachkriegszeit.
Durch den Zuzug vieler Flüchtlinge wurde die Stadt immer größer. Mehr Wohnraum, größere Schulen und ein Ausbau der Infrastruktur wurde nötig. Viele dieser Maßnahmen lassen sich auch in den Akten dieses Bestandes nachlesen.
Die Veränderungen im Schulwesen, Gründungen und Schließungen von Schulen sowie Veränderungen im Lehrplan sind auch ein Teil der Geschichte Warendorfs, die in den Akten zu recherchieren ist.
Durch Akten des Denkmalschutzes, des Tiefbauamtes oder der Landschaftsabteilung lassen sich Veränderungen im Stadtbild, wie zum Beispiel die Altstadtsanierung, gut nachvollziehen.
Verzeichnung
Der Bestand Warendorf C wurde Anfang der 1990er Jahre erstmalig geordnet und verzeichnet, eine Klassifizierung der Akten wurde nicht vorgenommen.
Die Akten konnten so für die Erstellung der dreibändigen Warendorfer Stadtgeschichte ausgewertet werden.
Später wurde der Bestand in die Archivdatenbank "Augias" eingespielt.
2009 konnten die Akten häufig aufgrund doppelt vergebener Nummern nicht zugeordnet werden bzw. viele Akten waren nicht oder falsch signiert.
Die Verzeichnung wurde daraufhin vollständig überarbeitet und der Bestand klassifiziert. Die Gliederung des Bestandes erfolgte anhand alter Akten- und Organisationspläne. Einige Abschnitte orientieren sich am heutigen Aufbau der Stadtverwaltung Warendorfs.
Im Zuge der Neuverzeichnung wurden auch die Signaturen neu vergeben. Die alten vorläufigen Nummern wurden als Alt-Signatur ausgewiesen.
Im Jahr 2019 wurde der Bestand "KAW, S 16 Klassenbücher" aufgelöst und auf die Bestände "KAW,Warendorf C und D" aufgeteilt.
Benutzung und Zitierweise
Der Bestand steht zur Einsichtnahme im Lesesaal zur Verfügung. Einige Akten unterliegen noch Sperrfristen.
Zur Bestellung der Archivguteinheiten des Bestandes für die Benutzung im Lesesaal und zur Angabe in Veröffentlichungen ist aus diesem Bestand wie folgt zu zitieren:
KAW, Stadt Warendorf C Nr. …
Warendorf, Februar 2017
Victoria Wegener
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ