Gutsarchiv Dehlitz (Bestand)
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H 53 (Benutzungsort: Wernigerode)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 10. Adelsarchive >> 10.02. Gutsarchive
(1518) 1540 - 2012
Findhilfsmittel: Findbuch von 1974 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Dehlitz gehört zur Stadt Lützen, Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt.
Dehlitz gehörte zu dem im späten 14. Jh. gebildeten Amt Lützen des Hochstifts Merseburg, das seit 1561 kursächsisches Nebenland war und 1657–1738 als Herzogtum Sachsen-Merseburg nochmals Eigenständigkeit erlangte, bevor es 1815 zum größeren Teil an Preußen fiel, wo es 1816–1945 der Provinz Sachsen zugeordnet war.
Im Pfarrdorf Dehlitz wird 1437 ein Sattelhof erwähnt, den Gottschalk von Uechtritz von Nickel von Sack gekauft hatte. Aus diesem entwickelte sich ein schriftsässiges Rittergut mit Patrimonialgerichtsbarkeit, zu dessen Besitzkomplex zeitweilig die Orte Thesau, Pörsten, Lösau, Hilperitz bzw. Rippach sowie Anteile der Orte Bothfeld, Großgöhren, Kleingöhren, Gostau und Stößwitz gerechnet wurden.
Das Gut war spätestens 1518 im Besitz der Familie von Teuchern. Als weitere Besitzer werden seit 1593 die von Wolffersdorf, seit 1648 eine Familie Göbel, seit 1656 eine Familie Nißke, seit 1662 die von Heßler, seit 1720 die von der Schulenburg zu Emden, seit 1824 die von Funcke sowie seit 1845 und noch 1880 eine Familie Pieschel genannt. 1889 erscheint die Familie von Richter als Eigentümer, die das Rittergut bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 besaß.
Bestandsinformationen: Die Archivalien sind nach der Enteignung durch die Bodenreform in der Michaeliskapelle des Doms zu Merseburg zwischengelagert und am 15. Okt. 1948 in die Zweigstelle Merseburg des Landesarchivs Sachsen-Anhalt (Zug.-Nr. 3) überführt worden.
Der Bestand wird auf Grundlage eines 2008 geschlossenen Vertrages als Depositum im Landesarchiv Sachsen-Anhalt verwahrt.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Registraturbildner: Dehlitz gehört zur Stadt Lützen, Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt.
Dehlitz gehörte zu dem im späten 14. Jh. gebildeten Amt Lützen des Hochstifts Merseburg, das seit 1561 kursächsisches Nebenland war und 1657–1738 als Herzogtum Sachsen-Merseburg nochmals Eigenständigkeit erlangte, bevor es 1815 zum größeren Teil an Preußen fiel, wo es 1816–1945 der Provinz Sachsen zugeordnet war.
Im Pfarrdorf Dehlitz wird 1437 ein Sattelhof erwähnt, den Gottschalk von Uechtritz von Nickel von Sack gekauft hatte. Aus diesem entwickelte sich ein schriftsässiges Rittergut mit Patrimonialgerichtsbarkeit, zu dessen Besitzkomplex zeitweilig die Orte Thesau, Pörsten, Lösau, Hilperitz bzw. Rippach sowie Anteile der Orte Bothfeld, Großgöhren, Kleingöhren, Gostau und Stößwitz gerechnet wurden.
Das Gut war spätestens 1518 im Besitz der Familie von Teuchern. Als weitere Besitzer werden seit 1593 die von Wolffersdorf, seit 1648 eine Familie Göbel, seit 1656 eine Familie Nißke, seit 1662 die von Heßler, seit 1720 die von der Schulenburg zu Emden, seit 1824 die von Funcke sowie seit 1845 und noch 1880 eine Familie Pieschel genannt. 1889 erscheint die Familie von Richter als Eigentümer, die das Rittergut bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 besaß.
Bestandsinformationen: Die Archivalien sind nach der Enteignung durch die Bodenreform in der Michaeliskapelle des Doms zu Merseburg zwischengelagert und am 15. Okt. 1948 in die Zweigstelle Merseburg des Landesarchivs Sachsen-Anhalt (Zug.-Nr. 3) überführt worden.
Der Bestand wird auf Grundlage eines 2008 geschlossenen Vertrages als Depositum im Landesarchiv Sachsen-Anhalt verwahrt.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Laufmeter: 32.1
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ