Alexannder bzw. Karell und Moritz G. zu Orttemberg, Gebrüder, teilen sich mit Rat ihrer Vettern Hr. Sigmund, Domherrn zu Saltzburg, Cristoff und Sebastian G. zu Orttemberg, Gebrüder, auf 4 Jahre ab kommenden Michaelis ihren bisher gemeinsam genutzten Besitz. 1) Alexannder erhält Schloss Sällnaw mit allen Zugehörungen und Nutzungen, die im einzelnen wie folgt angeschlagen werden: Pfenniggülten 183 fl 4 Schilling Pfennig, Kalk- und Ziegelofen 30 Gulden, Eier und Hühner 5 Gulden, Strafgelder und Taxen 15 Gulden, zusammen 233 Gulden 4 Schilling 17 Pfennig: Getreidegülten mit 6 1/2 Schaff Weizen (1 Sack zu 5 Schilling 1 Pfennig 1 Heller) 19 Gulden 3 Schilling 15 Pfennig, 39 Schaff Korn (1 Sack zu 4 Schilling Pfennig), 99 Gulden 30 Pfennig, 45 Schaff Hafer (1 Schaff zu 2 1/2 Gulden) 113 Gulden, alles Ortenburger Maß und bayerische Landeswährung, zusammen 415 Gulden 62 Pfennig; alle Einkünfte beim Schloss Sällnaw daher 648 Gulden 6 Schilling 19 Pfennig. 2) Karell und Moritz erhalten Schloss Sällnburg mit allen Zugehörungen und Nutzungen, die im einzelnen wie folgt angeschlagen werden: Pfenniggülten 316 Gulden 3 Schilling 29 Pfennig, "Widtgellt" 26 Gulden 52 Pfennig 1Heller, Hofbau mit Feldern, Gärten und 4 Wiesen zu Ruegkering, Nändlnach, Alltzersperg und Empretzreut 17 Gulden 30 Pfennig, Schreibgeld in der Stift 4 Gulden 4 Schilling Pfennig, Fischdienst 4 Gulden 4 Schilling 16 Pfennig, Flachs 99 Sichel (1 Schot zu 16 Pfennig), 7 Gulden 3 Schilling 24 Pfennig, Strafgelder und Taxen 80 Gulden, zusammen 456 Gulden 5 Schilling 1 Pfennig 1 Heller; Getreidegülten mit 2 1/2 Schaff Weizen (1 Schaff zu 3 Gulden) 7 1/2 Gulden, 20 Schaff 2 1/2 Kübel Korn (1 Schaff zu 2 Pfund) 46 Gulden 7 1/2 Pfennig, 30 Schaff 20 Kübel Hafer, (1 Schaff zu 2 1/2 Gulden, 1 Kübel zu 5 Kreuzer) 76 Gulden 4 Schilling 20 Pfennig, zusammen 130 Gulden 42 Pfennig 1 Heller; alle Einkünfte beim Schloss Sällnburg daher 586 Gulden 6 Schilling 14 Pfennig. Da beide Schlösser insgesamt 1235 Gulden 6 Schilling 3 Pfennig veranschlagte Einkünfte haben, stehen jedem der Brüder als Anteil 411 Gulden 6 Schilling 21 Pfennig zu. 3) Weil die beiden Brüder zu Sällnburg schlechter gestellt sind als G. Alexannder auf Sällnaw, verpflichtet sich dieser, seinen beiden Brüdern den Abgang alljährlich mit 237 Gulden weniger 10 Pfennig zu ersetzen. 4) Hinsichtlich der Schulden und Zinsen wird vereinbart: Von den an den Schwager Hr. Melchior von Fells und ihre Schwester fälligen Zinsen mit jährlich 100 Gulden hat jeder einzelne 33 Gulden 70 Pfennig zu leisten. Bezüglich der 1500 Gulden, die G. Alexannder zur Lösung der verschriebenen Güter bei Hr. Bärtlme von Starhemberg benötigte, werden für die Zinsen von den G. Karell und Moritz jährlich 50 Gulden beigesteuert. Ansonst sind an jährlichen Zinsen noch insgesamt 56 Gulden 78 Pfennig 1 Heller aufzubringen, daher von jedem einzelnen 18 Gulden 5 Schilling 16 Pfennig. An nichtverzinsten offenen Schulden sind insgesamt 350 Gulden 83 Pfennig vorhanden, von denen jeder der Brüder somit 116 Gulden 5 Schilling 17 Pfennig zu bezahlen hat. Jeder von ihnen erhält eine gleichlautende Ausfertigung des Teilungsvertrags.; S 1: G. Alexannder, S 2: G. Kristoff zu Orttemberg, da Karell und Moritz kein eigenes S haben.

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Bayerisches Hauptstaatsarchiv
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