A Rep. 232-19 Privat-Theater-Gesellschaft Urania (Bestand)
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A Rep. 232-19
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> A Bestände vor 1945 >> A 7 Kammern und Körperschaften, Organisationen und Vereine >> A 7.3 Vereine und Verbände
Vorwort: A Rep. 232-19 Privat-Theater-Gesellschaft Urania
1. Vereinsgeschichte
Aus einem Lesezirkel, bestehend aus acht Personen, entstand 1792 die Privat-Theater-Gesellschaft Urania. In dem Haus Zimmerstraße 65 übernahm dieser anfänglich sehr kleine Kreis von acht Personen ein bereits bestehendes Theater. Die erste Theateraufführung fand am 28. August 1792 in der Zimmerstraße 65 statt. Die erste Vereinsatzung entstand 1794. Die Mitgliederzahlen erhöhten sich auf Laufe der Jahre. Während sich 1794 die Mitgliederzahl von 16 auf 30 Personen erhöhte, waren es 1802 bereits 53 Mitglieder. Man unterschied zwischen spielenden und nichtspielenden Mitgliedern. Über die Aufnahme neuer Mitglieder wurde abgestimmt. Gäste hatten nur in geringer Zahl Zutritt zu den Vorstelleungen. Die Leitung des vereins lag bis 1851 bei einem aus der zahl aller Mitglieder gewählten Vorstand, dem zwei Vorsitzende, der Financier sowie der Theaterdirektor angehörten. Das Fortbestehen der Gesellschaft wurde durch finanzielle Schwierigkeiten teilweise bedroht. So rekonstruierte sich die Theater-Gesellschaft "Urania" 1826, 1851 und 1872 von neuem.
Die Aufführungsorte in Berlin haben in den folgenden Jahrzehnten mehrfach gewechselt, so fanden in der Kommandantenstraße 25 und 72/73, später in der Lindenstraße sowie am Leipziger Platz 16 und in der Luckauer Straße Vorstellungen statt.
Letztmalige Erwähnung fand die Gesellschaft im Berliner Adressbuch 1916. Die Theaterräumlichkeiten in der Oranienburgerstraße 18 wurden 1920 von der "Privat-Theater-Gesellschaft "Thalia"" übernommen.
Ein Zusammenhang des Theater-Vereins mit der heutigen "Urania Berlin e.V. Deutsche Kulturgemeinschaft" scheint nicht zu bestehen.
Das Archiv des Vereins konnte 1879 bei dem Brand der Vereinsräume am Leipziger Platz 16 gerettet werden. Es muss, wie O. Sauerwald 1892 schreibt, relativ umfangreich gewesen sein.
Die Protokollbände konnten 1991 bei einer Auktion erworben werden und wurden als Zugang 4200 dem Landesarchiv Berlin übergeben.
2. Bestandsbeschreibung
Der Bestand enthält fünf Protokollbände (0,15 lfm) mit der Laufzeit 1793 - 1806. Sie enthalten Satzungen, Mitgliederverzeichnisse, Spielplanung, Konferenzen (1794-1796, 1801-1806), Korrespondenz sowie Einnahmen und Ausgaben.
Das Findbuch wurde im November 2005 mit der Software Augias 7.4 retrokonvertiert. Der Bestand ist nun über die Findmittel Findbuch und Datenbank nutzbar.
Er ist wie folgt zu zitieren: Landesarchiv Berlin, A Rep. 232-19 Privat-Theater-Gesellschaft Urania
, Nr. ... .
3. Korrespondierende Bestände
A Pr.Br.Rep. 030-07 - Polizeipräsidium Berlin Nr. 70 a betr. Privat-Schauspieler-Gesellschaft Urania (1811 - 1816)
A Pr.Br.Rep. 030-05-01 - Polizeipräsidium Berlin - Theaterpolizei - Zensurexemplare Alter Teil Nr.
T 085 betr. Zensur des Theaterstücks: Das tägliche Brot. Volksstück mit Gesang in 5 Bildern (nach Alois Berla) von Georg Zimmermann. Musik von Franz von Supeé und August Horn. Manuskript-Druck Leipzig. Genehmigt 13.05.1891.Urania-Privat-Theater-Gesellschaft. (1891)
A Pr.Br.Rep. 030-05-01 - Polizeipräsidium Berlin - Theaterpolizei - Zensurexemplare Alter Teil Nr. H 286 betr. Zensur des Theaterstücks: Herr Hobelmann, Posse in 3 Akten. Handschrift. Präsentiert: 05.02.1879 für Urania-Privat-Theater-Gesellschaft (1870)
E Rep. 061-16 - Nachlass Rudolf Mosse Nr. 1022-1144 betr. Briefe Haase, Friedrich und Elise (1878 - 1911)
Ludwig HeinrichFriedrich Haase, Schauspieler (* 01.11.1825 Berlin, + 17.03.1911 Berlin); debütierte 1845 auf der Bühne des Vereins "Urania".
E Rep. 061-16 - Nachlass Rudolf Mosse Nr. 3057-3059 betr. Briefe Thomas, Emil (1887-1891)
Emil Thomas, eigentl. Tobias, Schauspieler, Regisseur u. Theaterdirektor (* 24.11.1836 Berlin, + 19.09.1904 Berlin); debütierte 1854 als Mime am Berliner Liebhabertheater Urania.
4. Literatur
Engel,: Rede zur goldenen Jubelfeier der Privat-Theater-Gesellschaft Urania
am 28.08.1842. - (1842) Signatur: Kult 1625
Entwurf der neuen Satzungen der am 28.08.1792 zu Berlin begründeten Privat-Theater-Gesellschaft "Urania" (o.J.) Signatur: Kult 1626
Erinnerung an Urania's 50jährige Jubelfeier am 29.08.1842. - Brüschcke (1842) Signatur: Kult 1625
Gesetze und Statuten der Privat - Theater - Gesellschaft Urania (1835) Signatur: 05922
Sauerwald, Oscar: Die Privat-Theater-Gesellschaft Urania von 1792 bis 1892 Holten (1892) Signatur: 00289
Berlin, Juni 2014 Kerstin Bötticher
1. Vereinsgeschichte
Aus einem Lesezirkel, bestehend aus acht Personen, entstand 1792 die Privat-Theater-Gesellschaft Urania. In dem Haus Zimmerstraße 65 übernahm dieser anfänglich sehr kleine Kreis von acht Personen ein bereits bestehendes Theater. Die erste Theateraufführung fand am 28. August 1792 in der Zimmerstraße 65 statt. Die erste Vereinsatzung entstand 1794. Die Mitgliederzahlen erhöhten sich auf Laufe der Jahre. Während sich 1794 die Mitgliederzahl von 16 auf 30 Personen erhöhte, waren es 1802 bereits 53 Mitglieder. Man unterschied zwischen spielenden und nichtspielenden Mitgliedern. Über die Aufnahme neuer Mitglieder wurde abgestimmt. Gäste hatten nur in geringer Zahl Zutritt zu den Vorstelleungen. Die Leitung des vereins lag bis 1851 bei einem aus der zahl aller Mitglieder gewählten Vorstand, dem zwei Vorsitzende, der Financier sowie der Theaterdirektor angehörten. Das Fortbestehen der Gesellschaft wurde durch finanzielle Schwierigkeiten teilweise bedroht. So rekonstruierte sich die Theater-Gesellschaft "Urania" 1826, 1851 und 1872 von neuem.
Die Aufführungsorte in Berlin haben in den folgenden Jahrzehnten mehrfach gewechselt, so fanden in der Kommandantenstraße 25 und 72/73, später in der Lindenstraße sowie am Leipziger Platz 16 und in der Luckauer Straße Vorstellungen statt.
Letztmalige Erwähnung fand die Gesellschaft im Berliner Adressbuch 1916. Die Theaterräumlichkeiten in der Oranienburgerstraße 18 wurden 1920 von der "Privat-Theater-Gesellschaft "Thalia"" übernommen.
Ein Zusammenhang des Theater-Vereins mit der heutigen "Urania Berlin e.V. Deutsche Kulturgemeinschaft" scheint nicht zu bestehen.
Das Archiv des Vereins konnte 1879 bei dem Brand der Vereinsräume am Leipziger Platz 16 gerettet werden. Es muss, wie O. Sauerwald 1892 schreibt, relativ umfangreich gewesen sein.
Die Protokollbände konnten 1991 bei einer Auktion erworben werden und wurden als Zugang 4200 dem Landesarchiv Berlin übergeben.
2. Bestandsbeschreibung
Der Bestand enthält fünf Protokollbände (0,15 lfm) mit der Laufzeit 1793 - 1806. Sie enthalten Satzungen, Mitgliederverzeichnisse, Spielplanung, Konferenzen (1794-1796, 1801-1806), Korrespondenz sowie Einnahmen und Ausgaben.
Das Findbuch wurde im November 2005 mit der Software Augias 7.4 retrokonvertiert. Der Bestand ist nun über die Findmittel Findbuch und Datenbank nutzbar.
Er ist wie folgt zu zitieren: Landesarchiv Berlin, A Rep. 232-19 Privat-Theater-Gesellschaft Urania
, Nr. ... .
3. Korrespondierende Bestände
A Pr.Br.Rep. 030-07 - Polizeipräsidium Berlin Nr. 70 a betr. Privat-Schauspieler-Gesellschaft Urania (1811 - 1816)
A Pr.Br.Rep. 030-05-01 - Polizeipräsidium Berlin - Theaterpolizei - Zensurexemplare Alter Teil Nr.
T 085 betr. Zensur des Theaterstücks: Das tägliche Brot. Volksstück mit Gesang in 5 Bildern (nach Alois Berla) von Georg Zimmermann. Musik von Franz von Supeé und August Horn. Manuskript-Druck Leipzig. Genehmigt 13.05.1891.Urania-Privat-Theater-Gesellschaft. (1891)
A Pr.Br.Rep. 030-05-01 - Polizeipräsidium Berlin - Theaterpolizei - Zensurexemplare Alter Teil Nr. H 286 betr. Zensur des Theaterstücks: Herr Hobelmann, Posse in 3 Akten. Handschrift. Präsentiert: 05.02.1879 für Urania-Privat-Theater-Gesellschaft (1870)
E Rep. 061-16 - Nachlass Rudolf Mosse Nr. 1022-1144 betr. Briefe Haase, Friedrich und Elise (1878 - 1911)
Ludwig HeinrichFriedrich Haase, Schauspieler (* 01.11.1825 Berlin, + 17.03.1911 Berlin); debütierte 1845 auf der Bühne des Vereins "Urania".
E Rep. 061-16 - Nachlass Rudolf Mosse Nr. 3057-3059 betr. Briefe Thomas, Emil (1887-1891)
Emil Thomas, eigentl. Tobias, Schauspieler, Regisseur u. Theaterdirektor (* 24.11.1836 Berlin, + 19.09.1904 Berlin); debütierte 1854 als Mime am Berliner Liebhabertheater Urania.
4. Literatur
Engel,: Rede zur goldenen Jubelfeier der Privat-Theater-Gesellschaft Urania
am 28.08.1842. - (1842) Signatur: Kult 1625
Entwurf der neuen Satzungen der am 28.08.1792 zu Berlin begründeten Privat-Theater-Gesellschaft "Urania" (o.J.) Signatur: Kult 1626
Erinnerung an Urania's 50jährige Jubelfeier am 29.08.1842. - Brüschcke (1842) Signatur: Kult 1625
Gesetze und Statuten der Privat - Theater - Gesellschaft Urania (1835) Signatur: 05922
Sauerwald, Oscar: Die Privat-Theater-Gesellschaft Urania von 1792 bis 1892 Holten (1892) Signatur: 00289
Berlin, Juni 2014 Kerstin Bötticher
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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22.08.2025, 11:21 MESZ