1572 Sept. 18 (Do post exaltationem crucis), Schwäb. Gmünd Ulrich von Rechberg zu Hohenrechberg, Christoph Leonhard von und zum Diemantstein für sich selbst und anstatt ihrer Ehefrauen Anastasia von Rechberg und Margaretha von Diemantstein, beide geb. von Woellwarth, Schwestern, und Philipp von Warthausen zu Alberweiler verkaufen Maria Nothaft von Hohenberg und Elisabeth von Bernhausen, beide geb. von Woellwarth, Schwestern, ihren Tanten (Geschwayen und Basen), um 12.000 fl den von ihrem verst. Onkel (Geschwigern und Väteren) Hans Bartholomäus von Woellwarth zu Laubach (Laben) ererbten halben Teil des Schlosses und Burgstalls Laubach mit allen seinen Zugehörden, unter anderem dem Fischwasser an der Lein samt dem Fischbach, der von Reichenbach herab durch den Weiler Laubach in die Lein fließt, ferner die Güter zu Laubach, Bernhardsdorf, Mögglingen und Essingen, die gen. Untertanen gegen gen. Abgaben innehaben, 800 fl Hauptgut samt den jährlich auf den 4. Juli (Udalrici) fallenden Zinsen beim Stift Ellwangen sowie insgesamt 2.405 fl 17 x 2 hl offene und 235 fl 22 x nicht bekanntgemachte Schulden bei gen. Schuldnern unter dem Vorbehalt, daß sie für Verluste beim Eintreiben der Schulden nicht aufkommen, alles mit den Zugehörden, wie es Hans Bartholomäus von Woellwarth innehatte, alles freiadliges Eigengut. 3.000 fl standen dem von Diemantstein und dem von Rechberg namens ihrer Ehefrauen zu, wofür ihnen die Käuferin, ihre Geschweih, den Hauptbrief über 800 fl beim Stift Ellwangen übergeben und drei Güter zu Unterböbingen: den Hof daselbst, das Gut des Balthas Schur und das Gut des Simon Doll, eingeräumt hat, die für 514 fl angeschlagen waren. 1.686 fl haben ihnen die Käuferinnen bei Aufrichtung der Kaufurkunde bezahlt. Die restlichen 3.000 fl der Kaufsumme erhält der von Warthausen von den Käuferinnen jährlich zum 24. Apr. (Georgii) mit 150 fl verzinst, worüber ihm Maria Nothaft von Hohenberg zu Kleiningersheim und Elisabeth von Bernhausen zu Schwäb. Gmünd, beide geb. von Woellwarth, Schwestern und Witwen, unterm 21. April 1572 (Monatstag Georgii) in Schwäb. Gmünd einen Hauptzinsbrief ausgestellt haben. Die Verkäufer behalten sich ihr Erbrecht auf alle noch bekannt werdenden, zum verkauften Besitz gehörenden Güter vor. Alle Urkunden, Rodel und Register, die sie im Nachlaß des Hans Bartholomäus von Woellwarth gefunden haben und die den erkauften Besitz betreffen, haben sie den Käuferinnen übergeben, haben auch alle zu übergeben, die ihnen noch in die Hand kommen. Die Untertanen in den gen. Weilern haben sie ihren Verpflichtungen, Gelübde und Eide, durch die sie ihnen verbunden waren, erlassen. Sr.: A. Ausf. Perg. - 3 Sg. abg. - Rv.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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