Vermögensverwaltung des Nachlasses von Friederike Auguste Sophie von Anhalt-Zerbst (Bestand)
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Z 101 (Benutzungsort: Dessau)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 03. Land Anhalt und territoriale Vorgänger (941 - 1945) >> 03.02. Anhaltische Teilfürstentümer 1603 - 1848 >> 03.02.04. Anhalt-Zerbst (1603/06 - 1793/97)
1756 - 1867
Findhilfsmittel: Findbuch 2006 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Friederike Auguste Sophie wurde am 28.8.1744 in Ballenstedt als Tochter des anhalt-bernburgischen Fürsten Victor Friedrich geboren. Am 27. Mai 1764 heiratete sie den Zerbster Fürsten Friedrich August. Schon bald nach der Hochzeit verließ das Fürstenpaar Zerbst und ging erst nach Basel und später nach Luxemburg. Von dort aus regierte Friedrich August das Fürstentum Anhalt-Zerbst. Mit seinem Tode starb die Linie Anhalt-Zerbst aus, das Fürstentum wurde unter die anderen anhaltischen Fürstentümer aufgeteilt. Die Fürstin kehrte daraufhin am 23. September 1793 nach Anhalt-Zerbst zurück und bezog das Coswiger Schloss als ihren Witwensitz. Für mehr als drei Jahrzehnte wurde Coswig ihre Heimstätte, wobei sie einen großen Teil dieser Zeit in Gesellschaft ihrer Schwester Christine Elisabeth Albertine verbrachte. Diese hatte 1806 nach dem Tod ihres Ehemannes August II. von Schwarzburg-Sondershausen das Schloss in Coswig bezogen. Zu den Haupteinnahmequellen der beiden Fürstinnen gehörten die Zinseinnahmen aus Krediten und die Einnahmen aus der Verwaltung von Gütern in Coswig, Polenzko, Bärenthoren, Wildenborn und Suxdorf (bei Zeitz). Nach dem Tod ihrer Schwester Christine Elisabeth Albertine im Jahre 1823 lebte Friederike Auguste Sophie noch einige Jahre allein in Coswig, bevor sie dort am 12.4.1827 verstarb. Ihr Vermögen fiel zu großen Teilen an die Tochter von Christine Elisabeth Albertine, die Fürstin Albertine Charlotte Auguste von Waldeck-Pyrmont. Die Aufsicht über die Verwaltung des Nachlassvermögens wurde dem Regierungsrat Klapp in Arolsen (Fürstentum Waldeck-Pyrmont) übertragen. Als Administrator des Nachlasses der Fürstin Friederike Auguste Sophie wurde der Justizrat Bardua in Coswig bestellt. Nach dem Tod von Albertine Charlotte Auguste von Waldeck-Pyrmont wurde der anhalt-zerbstische Fideikommiss-Nachlass an die Erben aus dem Häusern Waldeck, Schwarzburg-Sondershausen und Sayn-Wittgenstein-Hohenstein aufgeteilt.
Bestandsinformationen: Der vorliegende Bestand wurde im Jahre 2002 vom Fürstlichen Hause Waldeck und Pyrmont an das Landeshauptarchiv übergeben, da es sich um die Akten der Nachlassregulierung der Fürstinwitwe Friederike Auguste Sophie von Anhalt-Zerbst handelt.
Registraturbildner: Friederike Auguste Sophie wurde am 28.8.1744 in Ballenstedt als Tochter des anhalt-bernburgischen Fürsten Victor Friedrich geboren. Am 27. Mai 1764 heiratete sie den Zerbster Fürsten Friedrich August. Schon bald nach der Hochzeit verließ das Fürstenpaar Zerbst und ging erst nach Basel und später nach Luxemburg. Von dort aus regierte Friedrich August das Fürstentum Anhalt-Zerbst. Mit seinem Tode starb die Linie Anhalt-Zerbst aus, das Fürstentum wurde unter die anderen anhaltischen Fürstentümer aufgeteilt. Die Fürstin kehrte daraufhin am 23. September 1793 nach Anhalt-Zerbst zurück und bezog das Coswiger Schloss als ihren Witwensitz. Für mehr als drei Jahrzehnte wurde Coswig ihre Heimstätte, wobei sie einen großen Teil dieser Zeit in Gesellschaft ihrer Schwester Christine Elisabeth Albertine verbrachte. Diese hatte 1806 nach dem Tod ihres Ehemannes August II. von Schwarzburg-Sondershausen das Schloss in Coswig bezogen. Zu den Haupteinnahmequellen der beiden Fürstinnen gehörten die Zinseinnahmen aus Krediten und die Einnahmen aus der Verwaltung von Gütern in Coswig, Polenzko, Bärenthoren, Wildenborn und Suxdorf (bei Zeitz). Nach dem Tod ihrer Schwester Christine Elisabeth Albertine im Jahre 1823 lebte Friederike Auguste Sophie noch einige Jahre allein in Coswig, bevor sie dort am 12.4.1827 verstarb. Ihr Vermögen fiel zu großen Teilen an die Tochter von Christine Elisabeth Albertine, die Fürstin Albertine Charlotte Auguste von Waldeck-Pyrmont. Die Aufsicht über die Verwaltung des Nachlassvermögens wurde dem Regierungsrat Klapp in Arolsen (Fürstentum Waldeck-Pyrmont) übertragen. Als Administrator des Nachlasses der Fürstin Friederike Auguste Sophie wurde der Justizrat Bardua in Coswig bestellt. Nach dem Tod von Albertine Charlotte Auguste von Waldeck-Pyrmont wurde der anhalt-zerbstische Fideikommiss-Nachlass an die Erben aus dem Häusern Waldeck, Schwarzburg-Sondershausen und Sayn-Wittgenstein-Hohenstein aufgeteilt.
Bestandsinformationen: Der vorliegende Bestand wurde im Jahre 2002 vom Fürstlichen Hause Waldeck und Pyrmont an das Landeshauptarchiv übergeben, da es sich um die Akten der Nachlassregulierung der Fürstinwitwe Friederike Auguste Sophie von Anhalt-Zerbst handelt.
Laufmeter: 9.2
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
14.04.2025, 8:12 AM CEST
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Hierarchy detail view
- Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik)
- 03. Land Anhalt und territoriale Vorgänger (941 - 1945) (Archival tectonics)
- 03.02. Anhaltische Teilfürstentümer 1603 - 1848 (Archival tectonics)
- 03.02.04. Anhalt-Zerbst (1603/06 - 1793/97) (Archival tectonics)
- Vermögensverwaltung des Nachlasses von Friederike Auguste Sophie von Anhalt-Zerbst (Archival holding)