Appellationis Auseinandersetzung um den Verkauf von Mehl
Vollständigen Titel anzeigen
(1) 0204
Wismar B 101 (W B 3 n. 101)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 02. 1. Kläger B
(1658-1696) 17.08.1696-06.11.1696
Kläger: (2) Friedrich Brömse, Müller zu Wismar
Beklagter: Bürgermeister und Rat zu Wismar
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Gottfried Christian Michaelis, Fiskal (A), Dr. Adam von Bremen (P) Bekl.: Johannes Wagner (A), Dr. Christoph Gröning (P)
Fallbeschreibung: Kl. hatte beim Rat das Bürgerrecht sowie die Erlaubnis zum Mehlverkauf erbeten, ersteres erhalten, letzteres aber untersagt bekommen, wogegen er appelliert und bittet, ihm seinen Lebensunterhalt nicht zu verwehren. Das Tribunal schreibt an den Rat, die Beschwerden selbst abzustellen oder die Akten der Vorinstanz einzsuenden. Am 30.09. begründen Bekl. ihr Urteil und bitten, es zu bestätigen. Am 02.10. bitte Kl. um Durchsetzung des Mandats, am 06.11.1696 bestätigt das Tribunal das Ratsgerichtsurteil.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1696 2. Tribunal 1696
Prozessbeilagen: (7) Schreiben des Kl.s an Bekl. vom 13.07.1696; Ratsgerichtsurteil vom 29.07.1696; von Notar Erich Schilling aufgenommene Appellation vom 05.08.1696; Schreiben des schwedischen Königs Karl X. Gustav an David Mevius vom 28.07.1658; von Tribunalsbote Hans Andreas Hartig ausgestellte Übergabequittung für Tribunalsmandat vom 02.09.1696
Beklagter: Bürgermeister und Rat zu Wismar
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Gottfried Christian Michaelis, Fiskal (A), Dr. Adam von Bremen (P) Bekl.: Johannes Wagner (A), Dr. Christoph Gröning (P)
Fallbeschreibung: Kl. hatte beim Rat das Bürgerrecht sowie die Erlaubnis zum Mehlverkauf erbeten, ersteres erhalten, letzteres aber untersagt bekommen, wogegen er appelliert und bittet, ihm seinen Lebensunterhalt nicht zu verwehren. Das Tribunal schreibt an den Rat, die Beschwerden selbst abzustellen oder die Akten der Vorinstanz einzsuenden. Am 30.09. begründen Bekl. ihr Urteil und bitten, es zu bestätigen. Am 02.10. bitte Kl. um Durchsetzung des Mandats, am 06.11.1696 bestätigt das Tribunal das Ratsgerichtsurteil.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1696 2. Tribunal 1696
Prozessbeilagen: (7) Schreiben des Kl.s an Bekl. vom 13.07.1696; Ratsgerichtsurteil vom 29.07.1696; von Notar Erich Schilling aufgenommene Appellation vom 05.08.1696; Schreiben des schwedischen Königs Karl X. Gustav an David Mevius vom 28.07.1658; von Tribunalsbote Hans Andreas Hartig ausgestellte Übergabequittung für Tribunalsmandat vom 02.09.1696
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:27 MEZ