Christian Voß, seit geraumer Zeit krank, lässt Jod
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Telgte U Stadt Telgte Urkunden, 208
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Stadt Telgte Urkunden
1643 Dez. 5
Regest: Christian Voß, seit geraumer Zeit krank, lässt Jodokus Bexten, Pastor zu Telgte, kommen und errichtet sein Testament wie folgt: Sein Leib möge nach christlicher Ordnung bestattet werden; sein Land, das er als Brautschatz erhalten hat, vermacht er seiner Ehefrau, die Generalerbin ist, da ihre Kinder bereits verstorben sind, mit folgenden Bedingungen: 1) Sein Bruder Gerdt Voß erhält den Kamp Ruschpoill mit der Bedingnis, seiner Ehefrau Grete auf Lebenszeit vier Scheffel Roggen davon zu geben. 2) Sein Patenkind Christian, Bernd Voß’ Sohn, erhält ein Stück Land, das an den Wevelholshoff und an den Münsterweg stößt. 3) Sein Patenkind Trineken, Peter Voß’ Tochter, erhält ebenda ein Stück Land. Beide Stücke liegen an der Hecke nebeneinander und sind ganz frei. 4) Joachim Taschemakers Tochter Marke bekommt zwei andere Stücke Landes, ebenda liegend und der Hl. Kreuz-Gilde gehörig; sie sind belastet mit einem Scheffel Roggen und 3 Schillingen. 5) Heinrich Knapheide, sein getreuer Knecht und jetzt zu Zwolle wohnend, erhält 4 Rt. 6) Seine Schwester Enneken Voß 1 Rt. l Gulden. Die Nutznießung der Ländereien verbleibt der Witwe. Der Garten auf dem Alten Hagen zwischen Magnus Ummegrove und Johann Kluenrock verbleibt gänzlich in ihrer Verfügungsgewalt. Dieses Testament soll der Pastor den Bürgermeistern der Stadt vortragen. Zeugen hat der Erblasser nicht rufen wollen, damit er —falls er jetzt überlebe — von seinem Bruder und seiner Schwester „kein kreckeil und zank zu erwarten hette“. Zur Bestätigung seines letzten Willens hat Christian Voß gebeichtet und kommuniziert.
Ausf.-Papier.; Unterschrift des Pastors Jodocus Bexten.
Urkunden
Rechtsstatus: Schenkung;Depositum;Amtliche Abgabe
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:18 MEZ