Speyer, 1543.10.02. "In dem jare [...] tausent funfhundert dreiundviertzig, in der ersten indiction [...], Karls des funften [...] keysers [...] im dreiundzweintzigisten und der anndern riche im achtundzweintzigisten jaren, uff dynstag den zweytten tag des monats Octobris", zwischen 9 und 10 Uhr vormittags, in der Ratsstube zu Speyer, vor Notar und Zeugen, Bürgermeistern und Räten der Stadt, verliest Friderich Meurer ("Mewrer"), Bürgermeister, eine Protestationsschrift in der vor dem kaiserlichen Kammergericht anhängigen Sache gegen Bischof Philipp von Speyer wider Strafmandate betr. Henrich Scholl zu Rheinhausen und die bischöflichen Amtsleute in der Stadt. (Erwähnt sind: Michael Drechssel und Jorg Wolff, Notare des kaiserlichen Kammergerichts; Dr. Christoffel Seld, Hauptkläger des Bischofs; Jost Sultzbacher, Notar). Zeugen: Die ehrbaren gelehrten Michael Philips, Notar von Schwäbisch Hall, und Bernhard Holtzmuller von Freiberg in Meißen ("Meichssen"), wohnhaft zu Speyer. Signet und Unterschrift des kaiserlichen Notars Johann Adler.
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Speyer, 1543.10.02. "In dem jare [...] tausent funfhundert dreiundviertzig, in der ersten indiction [...], Karls des funften [...] keysers [...] im dreiundzweintzigisten und der anndern riche im achtundzweintzigisten jaren, uff dynstag den zweytten tag des monats Octobris", zwischen 9 und 10 Uhr vormittags, in der Ratsstube zu Speyer, vor Notar und Zeugen, Bürgermeistern und Räten der Stadt, verliest Friderich Meurer ("Mewrer"), Bürgermeister, eine Protestationsschrift in der vor dem kaiserlichen Kammergericht anhängigen Sache gegen Bischof Philipp von Speyer wider Strafmandate betr. Henrich Scholl zu Rheinhausen und die bischöflichen Amtsleute in der Stadt. (Erwähnt sind: Michael Drechssel und Jorg Wolff, Notare des kaiserlichen Kammergerichts; Dr. Christoffel Seld, Hauptkläger des Bischofs; Jost Sultzbacher, Notar). Zeugen: Die ehrbaren gelehrten Michael Philips, Notar von Schwäbisch Hall, und Bernhard Holtzmuller von Freiberg in Meißen ("Meichssen"), wohnhaft zu Speyer. Signet und Unterschrift des kaiserlichen Notars Johann Adler.
U / 1543 Oktober 2
AV
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden (ohne Fotos)
02.10.1543
Speyer
Ausfertigung. Perg.
Urkunden
Adler, Johann
Drechssel, Michael
Holtzmuller, Bernhard
Karl
Meurer, Friderich
Philipp
Philipp von Flersheim s. Philipp
Philips, Michael
Scholl, Henrich
Seld, Christoffel
Sultzbacher, Jost
Wolff, Jorg
Freiberg
Rheinhausen
Schwäbisch Hall
Speyer, Meißen
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:30 MESZ