Gebhard [XI.], Edler von Querfurt (Quernford) und Herr daselbst, übereignet dem Benediktinerkloster St. Johannis Baptistae zu Reinsdorf (dem gotizhuz{e} sente Johannis Baptiste zcu{e} Reynstorph) zum Seelenheil für sich und alle seine Vorfahren (eldirn) eine Hufe Land zwischen Wohlmirstedt (Wolmerstet) und Memleben (Memeleiben), die Walter von Nuesez{1} besitzt und davon jährlich einen Kornzins (korngulde) von drei Malter, halb Weizen (weisze) und halb Gerste, gibt sowie einen jährlichen Zins von zwei Malter Roggen (rockin) zu Michaelis von der Mühle in Wohlmirstedt. Er behält sich die Lehen über die Mühle und die anderen Zinse daran vor. Auch soll das Kloster keine anderen Herren als ihn über diese Güter bestimmen. - Siegel des Ausstellers angekündigt. 1 Möglicherweise Herkunftsname zu Nißmitz, s. Freyburg (Unstrut); vielleicht auch Herkunftsname nach einem der zahlreichen Orte mit dem Namen Neuses, die sich jedoch sämtlich nicht in der Gegend um Querfurt befinden.

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Sächsisches Staatsarchiv
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