Legat des Papiermachergesellen Stephan Bräunlein in Strandmühlen bei Kopenhagen zugunsten der Kinder erster Ehe des Papieres Georg Peter Engel in Hirschbach
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E 49/II Nr. 2250
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
28.01.1747 - 16.10.1755
Enthält:
1747 Januar 28: Schreiben (Extrakt) des (Carl Ludwig Wüst), Sohnes des hiesigen Röhrenmeisters Johann Conrad Wüst aus Kopenhagen an seinen Vater.
Die Antwort auf die Frage nach der Erbschaft des Papierers Engel kann Schreiber aus Zeitgründen nicht an Herrn (Hieronymus Wilhelm) Ebner senden, bittet daher den Vater, Folgendes weiterzuleiten.
Von Herrn Jens Engel erhielt Schreiber nur 90 Reichstaler anstatt 113 Reichstaler, da der Nachfolger des verstorbenen Bruders des Herrn Engel seinen Priesterhof noch nicht bezahlt hat.
Schreiber wollte das Geld in Dukaten versenden, aber davon wurde ihm hier abgeraten. Er solle vielmehr in Nürnberg einen Banco-Zettel auf 86 Reichstaler (= 90 Rtlr abzüglich der bisherigen Gebühren etc.) beantragen, was über Herrn (Akademie-) Direktor (Johann Justin) Preißler geschehen könnte. Man müsste dann nur noch wissen, an wen in Hamburg das Geld zu senden wäre.
1751 Mai 6: Schreiben des Pfarrers Gottfried Wolf aus Eschenbach.
In Beantwortung der Fragen des Prinzipals (= Hieronymus Wilhelm Ebner) des Adressaten wird mitgeteilt, dass die erste Ehefrau des Papierers Georg Peter Engel in Hirschbach, Catharina, geborene Bräunlein, 1734 Oktober 29 gestorben ist.
Die vier Kinder dieser Ehe sind noch am Leben, nämlich:
Stephan Engel, geb. 1711, wohnt in dem Dorf Borröh, 10 bis 11 Meilen von Kopenhagen.
Elisabeth Barbara, geb. 1717, Witwe des Wirts Georg Böhm in Velden.
Elisabeth, geb. 1724, unverheiratet, lebt beim Vater.
Anna Barbara, geb. 1726, Frau des Wirts und Metzgermeisters Paulus Heldrich in Eschenfelden.
Von den Vormündern lebt noch Georg Raum, Wirt in Hirschbach, während für den vor etwa 2 1/2 Jahren in Bruck verstorbenen Schneidermeister Johann Friedrich Bräunlein noch kein Nachfolger vorhanden ist.
Dabei:
1751 Mai 8: Bestätigung (Entwurf), Nürnberg, über obige Tatsachen.
Darin der Vormund Bräunlein als 1734 in Eschenbach lebend erwähnt.
1753 Juli 17: Bestätigung der M(aria) J(akobina) E(bner).
Elisabetha Engel, bei ihrem Vater in Hirschbach lebende Untertanin der Ausstellerin, hat durch ihren Gewalthaber, den hiesigen Bürger und Kauf- und Handelsmann Johann Thomas Aalt (= Alt) ein Legat von 200 Gulden erhalten. Das Geld stammt aus einem Legat des Papiermachersgesellen Stephan Bräunlein aus Strandmühlen bei Kopenhagen über 600 Gulden zugunsten der 3 (! d.h.: ein Kind ist inzwischen verstorben) Kinder des Georg Peter Engel in Hirschbach aus dessen erster Ehe mit Catharina. Das Geld war bei Gabriel Christoph Drewes, Papiermacher zu Hagendorf bei Celle im Lüneburgischen, hinterlegt worden.
1753 Dezember 3: Bestätigung der Ebnerischen Fideikommissherrschaft, Nürnberg.
Elisabetha Engel hat ihre 200 Gulden, die ihr von ihrem Onkel zur Aussteuer zugedacht waren, bis zu ihrer Verheiratung bei hiesiger Herrschaft deponiert.
Darin:
1755 Oktober 3: Nachtrag: Elisabetha Engel, jetzt mit dem Schuster Georg Schertel zu Kürmreuth verheiratet, erhält ihre 200 Gulden abzüglich 20 Gulden für die Nachsteuer, welche aber noch zu klären ist.
1755 Oktober 13: Schreiben des Johann Friedrich Ströhl auf Kürmreuth an Frau Ebner in Nürnberg.
Bittet, die Nachsteuer zu erlassen.
1755 Oktober 16: Antwortschreiben (Konzept) auf Voriges.
Ablehnung.
1747 Januar 28: Schreiben (Extrakt) des (Carl Ludwig Wüst), Sohnes des hiesigen Röhrenmeisters Johann Conrad Wüst aus Kopenhagen an seinen Vater.
Die Antwort auf die Frage nach der Erbschaft des Papierers Engel kann Schreiber aus Zeitgründen nicht an Herrn (Hieronymus Wilhelm) Ebner senden, bittet daher den Vater, Folgendes weiterzuleiten.
Von Herrn Jens Engel erhielt Schreiber nur 90 Reichstaler anstatt 113 Reichstaler, da der Nachfolger des verstorbenen Bruders des Herrn Engel seinen Priesterhof noch nicht bezahlt hat.
Schreiber wollte das Geld in Dukaten versenden, aber davon wurde ihm hier abgeraten. Er solle vielmehr in Nürnberg einen Banco-Zettel auf 86 Reichstaler (= 90 Rtlr abzüglich der bisherigen Gebühren etc.) beantragen, was über Herrn (Akademie-) Direktor (Johann Justin) Preißler geschehen könnte. Man müsste dann nur noch wissen, an wen in Hamburg das Geld zu senden wäre.
1751 Mai 6: Schreiben des Pfarrers Gottfried Wolf aus Eschenbach.
In Beantwortung der Fragen des Prinzipals (= Hieronymus Wilhelm Ebner) des Adressaten wird mitgeteilt, dass die erste Ehefrau des Papierers Georg Peter Engel in Hirschbach, Catharina, geborene Bräunlein, 1734 Oktober 29 gestorben ist.
Die vier Kinder dieser Ehe sind noch am Leben, nämlich:
Stephan Engel, geb. 1711, wohnt in dem Dorf Borröh, 10 bis 11 Meilen von Kopenhagen.
Elisabeth Barbara, geb. 1717, Witwe des Wirts Georg Böhm in Velden.
Elisabeth, geb. 1724, unverheiratet, lebt beim Vater.
Anna Barbara, geb. 1726, Frau des Wirts und Metzgermeisters Paulus Heldrich in Eschenfelden.
Von den Vormündern lebt noch Georg Raum, Wirt in Hirschbach, während für den vor etwa 2 1/2 Jahren in Bruck verstorbenen Schneidermeister Johann Friedrich Bräunlein noch kein Nachfolger vorhanden ist.
Dabei:
1751 Mai 8: Bestätigung (Entwurf), Nürnberg, über obige Tatsachen.
Darin der Vormund Bräunlein als 1734 in Eschenbach lebend erwähnt.
1753 Juli 17: Bestätigung der M(aria) J(akobina) E(bner).
Elisabetha Engel, bei ihrem Vater in Hirschbach lebende Untertanin der Ausstellerin, hat durch ihren Gewalthaber, den hiesigen Bürger und Kauf- und Handelsmann Johann Thomas Aalt (= Alt) ein Legat von 200 Gulden erhalten. Das Geld stammt aus einem Legat des Papiermachersgesellen Stephan Bräunlein aus Strandmühlen bei Kopenhagen über 600 Gulden zugunsten der 3 (! d.h.: ein Kind ist inzwischen verstorben) Kinder des Georg Peter Engel in Hirschbach aus dessen erster Ehe mit Catharina. Das Geld war bei Gabriel Christoph Drewes, Papiermacher zu Hagendorf bei Celle im Lüneburgischen, hinterlegt worden.
1753 Dezember 3: Bestätigung der Ebnerischen Fideikommissherrschaft, Nürnberg.
Elisabetha Engel hat ihre 200 Gulden, die ihr von ihrem Onkel zur Aussteuer zugedacht waren, bis zu ihrer Verheiratung bei hiesiger Herrschaft deponiert.
Darin:
1755 Oktober 3: Nachtrag: Elisabetha Engel, jetzt mit dem Schuster Georg Schertel zu Kürmreuth verheiratet, erhält ihre 200 Gulden abzüglich 20 Gulden für die Nachsteuer, welche aber noch zu klären ist.
1755 Oktober 13: Schreiben des Johann Friedrich Ströhl auf Kürmreuth an Frau Ebner in Nürnberg.
Bittet, die Nachsteuer zu erlassen.
1755 Oktober 16: Antwortschreiben (Konzept) auf Voriges.
Ablehnung.
Archivale
Indexbegriff Person: Alt, Johann Thomas
Indexbegriff Person: Böhm, Elisabeth Barbara geb Engel
Indexbegriff Person: Böhm, Georg (Velden)
Indexbegriff Person: Bräunlein, Johann Friedrich
Indexbegriff Person: Bräunlein, Stefan
Indexbegriff Person: Drewes, Gabriel Christoph
Indexbegriff Person: Ebner, Hieronimus Wilhelm
Indexbegriff Person: Ebner, Maria Jakobina geb Nützel
Indexbegriff Person: Engel, Anna Barbara verh Heldrich
Indexbegriff Person: Engel, Elisabeth Barbara verh Böhm
Indexbegriff Person: Engel, Elisabetha verh Schertel
Indexbegriff Person: Engel, Georg Peter
Indexbegriff Person: Engel, Jens
Indexbegriff Person: Engel, Katharina geb Bräunlein
Indexbegriff Person: Engel, Stefan
Indexbegriff Person: Heldrich, Anna Barbara geb Engel
Indexbegriff Person: Heldrich, Paul (Eschenfelden)
Indexbegriff Person: Preißler, Johann Justin
Indexbegriff Person: Raum, Georg (Wirt Hirschbach)
Indexbegriff Person: Schertel, Elisabetha geb Engel
Indexbegriff Person: Schertel, Georg (Kürmreuth)
Indexbegriff Person: Ströhl, Johann Friedrich
Indexbegriff Person: Wolf, Gottfried
Indexbegriff Person: Wüst, Carl Ludwig
Indexbegriff Person: Wüst, Johann Conrad
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Vogteiliche Rechte
Indexbegriff Person: Böhm, Elisabeth Barbara geb Engel
Indexbegriff Person: Böhm, Georg (Velden)
Indexbegriff Person: Bräunlein, Johann Friedrich
Indexbegriff Person: Bräunlein, Stefan
Indexbegriff Person: Drewes, Gabriel Christoph
Indexbegriff Person: Ebner, Hieronimus Wilhelm
Indexbegriff Person: Ebner, Maria Jakobina geb Nützel
Indexbegriff Person: Engel, Anna Barbara verh Heldrich
Indexbegriff Person: Engel, Elisabeth Barbara verh Böhm
Indexbegriff Person: Engel, Elisabetha verh Schertel
Indexbegriff Person: Engel, Georg Peter
Indexbegriff Person: Engel, Jens
Indexbegriff Person: Engel, Katharina geb Bräunlein
Indexbegriff Person: Engel, Stefan
Indexbegriff Person: Heldrich, Anna Barbara geb Engel
Indexbegriff Person: Heldrich, Paul (Eschenfelden)
Indexbegriff Person: Preißler, Johann Justin
Indexbegriff Person: Raum, Georg (Wirt Hirschbach)
Indexbegriff Person: Schertel, Elisabetha geb Engel
Indexbegriff Person: Schertel, Georg (Kürmreuth)
Indexbegriff Person: Ströhl, Johann Friedrich
Indexbegriff Person: Wolf, Gottfried
Indexbegriff Person: Wüst, Carl Ludwig
Indexbegriff Person: Wüst, Johann Conrad
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Vogteiliche Rechte
Borröh (bei Kopenhagen)
Bruck
Celle
Eschenbach
Eschenfelden
Hagendorf bei Celle
Hamburg
Hirschbach, Papiermühle
Kopenhagen
Kürmreuth
Strandmühlen (bei Kopenhagen)
Velden
Nachlass
Legat
Röhrenmeister
Röhrenmeister
Papierer, Hirschbach
Priesterhof
Banco-Zettel
Anweisung
Gebühren
Akademiedirektor
Pfarrer, Eschenbach
Wirt, Velden
Wirt, Eschenfelden
Vormünder
Schneidermeister, Eschenbach
Gewalthaber
Kaufmann
Papiermachergeselle
Papiermacher, Hagendorf (bei Celle)
Ebnerische Fideikommiss-Administration
Aussteuer
Deposit
Schuster, Kürmreuth
Nachsteuer
Interzessionsschreiben
Ablehnung
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.06.2025, 12:59 PM CEST
Hierarchy
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- E 49 - Familienarchiv von Holzschuher (Archival tectonics)
- E 49/II - Familienarchiv Holzschuher / Akten und Rechnungen (Archival tectonics)
- Holzschuher/Akten und Rechnungen (Archival holding)