Privilegsurkunde von Maria Theresia für Seidenmanufaktur in Roveredo .- Maria Theresia, Römische Kaiserin usw., verleiht als Landesfürstin von Oberösterreich dem Johann Friderich Sichart von Sichartshofen, nachdem sein Vetter Johann Friderich Sichart, gewester Bürger und Handelsmann in Nürnberg, durch Kaiser Leopold mit einem Privileg für die von ihm zu Rovereid [Roveredo] errichtete Seidenfabrik am 2. Jener 1682 begnadet und dieses Privileg von Kaiser Joseph am 4. August 1706 für ihn und dessen Sohn Johann Friderich Sichart bestätigt und am 2. Juni 1714 durch Kaiser Karl VI. auf seine Erben und auf die in die Handlung aufzunehmenden Gesellschafter (u. a. den Bittsteller) erstreckt worden ist und nachdem er sich wegen der zu großen Weitläufigkeit des Geschäfts von seinem Vetter getrennt hat und ein eigenes Seidenwerk mit seinen beiden Söhnen Justus Jacob und Johann Friderich anfangen will, das ihm früher als Handelsgesellschafter bereits verliehene Privileg zu einer Seidenmanufaktur zugleich für seine beiden Söhne und ihre Leibeserben ..., verbietet anderen dort ein weiteres "incannatorio" und "fillatori" zu errichten sowie die oben für die verschiedenen Warensortimente bewilligten, zwei Handlungszeichen zu führen und gebietet der Landeshauptmannschaft an der Etsch sowie Podesta und Proveditoren zu Roveredo die genannten Sichart von Sichartshofen in ihrem Seidengewerbsprivileg zu schützen. Besiegelt ..., Wien ..., mit eigenhändiger Unterschrift von Maria Theresia sowie Kanzleivermerken

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Stadtarchiv Nürnberg
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