Zeugenverhör in der vor dem Ratsgericht anhängigen Sache des Fleischhaueramts in Münster ./. Christine Scholbroch, Frau Jobst Modersohn. Die Zeugen wurden gefragt, ob Gertrud, die Mutter des Beklagten, das Kind einer Dirne und des Jakob Becker in Beckum war.
Vollständigen Titel anzeigen
B-Acta jud, 770
B-Acta jud Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten)
Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten) >> 1601-1700
1611 - 1611
Enthält: Das Fleischhaueramt hat i.J. 1602 ein neues Statut erhalten; damals war Henrich Jonas Gildemeister. Es wurden durch die Bürgermeister Johan Westarp und Diederich Lindenkampf in Beckum folgende dort wohnende Zeugen vernommen: 1. der frühere Bürgermeister Steffen Everke, 60 J. alt; 2. Baltasar Tegeler, Weißgerber, 84 J. alt; 3. Johan Aristoteles Buschman, Haußner, 60 J. alt; 4. Schneider Sebastian Maes gen. Davensberg, 66 J. alt, und dessen Frau, 50 J. alt. Erwähnt werden aus Münster: Henrich Moderson gen. Beckerhenrich; die Gildemeister Andreas Stille, Johan Stael und Herman zur Mühlen; Melchior Hanekow; Ratsherr Johan Werneke; aus Schüttorf: Bartold Potken; aus Beckum: Notar Henrich Freye; Ratsdiener Johan Loman; die Ratsherren Johan Tegeler und Jorgen Hagedorn; Johan Kruckenberg; Jakob Kleipohl.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:25 MEZ