Graf Joachim von Fürstenberg zu Heiligenberg und Werdenberg, Landgraf in [der] Baar etc., beurkundet, dass er Valentin Schnabel und dessen Ehefrau Anna Weisenrieter, beide zu Wittenhofen, gegen Zahlung einer Summe Geldes in nicht genannter Höhe, für deren Empfang er hiermit quittiert, aus seiner Leibherrschaft entlassen hat. Der Aussteller spricht genannte Eheleute von der Eigenschaft ihres Leibes und Gutes und allen daran hängenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los, verzichtet auch namens seiner Erben und Nachkommen auf sein bisheriges Eigentum an ihnen und die daraus resultierenden Gerechtigkeiten, Ansprüche und Forderungen und stellt ihnen anheim, dass sie künftig anderer Herren Schutz und Schirm "in stetten oder vf dem landt allenthalben" annehmen, "sich daselbsten enthalten vnd der leibaigenschaft halber gefahren, handlen thun vnd lassen mögen ires gefallens", ohne von seiner oder seiner Erben Seite Eintrag oder Behinderung gewärtigen zu müssen. Falls die Freigelassenen sich "vber kurtz oder lang zeit" wieder in des Ausstellers oder seiner Erben Graf- und Herrschaften niederzulassen wünschen, "sollen sie alsdann wie andere vnser inwohner vnd hindersassen gehalten werden".
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Graf Joachim von Fürstenberg zu Heiligenberg und Werdenberg, Landgraf in [der] Baar etc., beurkundet, dass er Valentin Schnabel und dessen Ehefrau Anna Weisenrieter, beide zu Wittenhofen, gegen Zahlung einer Summe Geldes in nicht genannter Höhe, für deren Empfang er hiermit quittiert, aus seiner Leibherrschaft entlassen hat. Der Aussteller spricht genannte Eheleute von der Eigenschaft ihres Leibes und Gutes und allen daran hängenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los, verzichtet auch namens seiner Erben und Nachkommen auf sein bisheriges Eigentum an ihnen und die daraus resultierenden Gerechtigkeiten, Ansprüche und Forderungen und stellt ihnen anheim, dass sie künftig anderer Herren Schutz und Schirm "in stetten oder vf dem landt allenthalben" annehmen, "sich daselbsten enthalten vnd der leibaigenschaft halber gefahren, handlen thun vnd lassen mögen ires gefallens", ohne von seiner oder seiner Erben Seite Eintrag oder Behinderung gewärtigen zu müssen. Falls die Freigelassenen sich "vber kurtz oder lang zeit" wieder in des Ausstellers oder seiner Erben Graf- und Herrschaften niederzulassen wünschen, "sollen sie alsdann wie andere vnser inwohner vnd hindersassen gehalten werden".
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 3166
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1550-1599
1583 Mai 11
13,3 x 26,1 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Ausstellungsort: Heiligenberg
Aussteller: Graf Joachim von Fürstenberg
Empfänger: Valentin Schnabel; Anna Weisenrieter
Siegler: Der Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Eigenhändige Unterschrift des Ausstellers
Aussteller: Graf Joachim von Fürstenberg
Empfänger: Valentin Schnabel; Anna Weisenrieter
Siegler: Der Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Eigenhändige Unterschrift des Ausstellers
Schnabel, Valentin
Weisenrieter, Anna
Baar
Heiligenberg FN
Werdenberg : Grabs, Kt. St. Gallen [CH]
Wittenhofen : Deggenhausertal FN
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:19 MEZ
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