Kölledaer Bank, Kölleda (Bestand)
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I 671 (Benutzungsort: Merseburg)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 07. Wirtschaft (mit Bergbehörden bis 1990 und Bankwesen) >> 07.16. Bankwesen >> 07.16.02. Private Banken 19. Jh. - 1945
1889 - 1945
Findhilfsmittel: Findbuch
Registraturbildner: Am 15. Sept. 1889 fand die Gründungsversammlung der Kölledaer Bank von Wicht, Voigt, Töpfer und Co. in Kölleda statt. Persönlich haftende Gesellschafter waren Kaufmann Wilhelm Wicht sowie die Rentiers Andreas Karl Voigt und Friedrich Töpfer.
Gegenstand des Unternehmens war der Betrieb von Bank- und Kommissionsgeschäften zur Beförderung landwirtschaftlicher, kommerzieller industrieller und gewerblicher Interessen. Im April 1914 ging die Bank in Liquidation, 1920 erfolgte die Schließung.
Zu Beginn des Jahres 1924 wurde die Kölledaer Bank Gerhardt, Richter & Co. KG in Kölleda gegründet. Der Gesellschafter Karl Gerhardt war bereits Kommanditist der Kölledaer Bank von Wicht, Voigt, Töpfer und Co. gewesen, sowie auch Mitglied des Lokalausschusses der Mitteldeutschen Privatbank AG, Fil. Erfurt Abt. Kölleda (mindestens 1914 – 1915).
Die Bankgeschäfte in Kölleda wurden 1935 von fünf Personen bearbeitet. Neben dem Standort Kölleda verfügte die Bank zumindest zeitweise über Kassenstellen in Heldrungen und Kindelbrück. Zum 31. Dez. 1939 schied der letzte Kommanditist aus, das Geschäft ging ganz auf den Kaufmann Karl Gerhardt über. Gemäß § 1 Abs. 2 des Gesetzes zur Sicherung des Kreditwesens vom 12. März 1948 wurde die Bank noch im gleichen Jahr geschlossen.
Bestandsinformationen: Bestandsinhalt: Protokolle von Gesellschafterversammlungen und Aufsichtsratssitzungen (1889-1916).- Rechtsauseinandersetzungen.- Buchhaltung.
Die Akten wurden 1977 vom Verwaltungsarchiv der Staatsbank, Bezirksdirektion Halle, an das Staatsarchiv Magdeburg übergeben. 1994 gelangte der Bestand an das neu gegründete Landesarchiv Merseburg (heute Abt. Merseburg des Landesarchivs Sachsen-Anhalt). Weitere Akten wurden 1995 von der Kreditanstalt für Wiederaufbau, Niederlassung Berlin, übernommen.
2002 erfolgte die Retrokonversion der Findkartei in die Archivdatenbank, 2015 eine Erschließungsverbesserung und die Überarbeitung der Gliederung.
Registraturbildner: Am 15. Sept. 1889 fand die Gründungsversammlung der Kölledaer Bank von Wicht, Voigt, Töpfer und Co. in Kölleda statt. Persönlich haftende Gesellschafter waren Kaufmann Wilhelm Wicht sowie die Rentiers Andreas Karl Voigt und Friedrich Töpfer.
Gegenstand des Unternehmens war der Betrieb von Bank- und Kommissionsgeschäften zur Beförderung landwirtschaftlicher, kommerzieller industrieller und gewerblicher Interessen. Im April 1914 ging die Bank in Liquidation, 1920 erfolgte die Schließung.
Zu Beginn des Jahres 1924 wurde die Kölledaer Bank Gerhardt, Richter & Co. KG in Kölleda gegründet. Der Gesellschafter Karl Gerhardt war bereits Kommanditist der Kölledaer Bank von Wicht, Voigt, Töpfer und Co. gewesen, sowie auch Mitglied des Lokalausschusses der Mitteldeutschen Privatbank AG, Fil. Erfurt Abt. Kölleda (mindestens 1914 – 1915).
Die Bankgeschäfte in Kölleda wurden 1935 von fünf Personen bearbeitet. Neben dem Standort Kölleda verfügte die Bank zumindest zeitweise über Kassenstellen in Heldrungen und Kindelbrück. Zum 31. Dez. 1939 schied der letzte Kommanditist aus, das Geschäft ging ganz auf den Kaufmann Karl Gerhardt über. Gemäß § 1 Abs. 2 des Gesetzes zur Sicherung des Kreditwesens vom 12. März 1948 wurde die Bank noch im gleichen Jahr geschlossen.
Bestandsinformationen: Bestandsinhalt: Protokolle von Gesellschafterversammlungen und Aufsichtsratssitzungen (1889-1916).- Rechtsauseinandersetzungen.- Buchhaltung.
Die Akten wurden 1977 vom Verwaltungsarchiv der Staatsbank, Bezirksdirektion Halle, an das Staatsarchiv Magdeburg übergeben. 1994 gelangte der Bestand an das neu gegründete Landesarchiv Merseburg (heute Abt. Merseburg des Landesarchivs Sachsen-Anhalt). Weitere Akten wurden 1995 von der Kreditanstalt für Wiederaufbau, Niederlassung Berlin, übernommen.
2002 erfolgte die Retrokonversion der Findkartei in die Archivdatenbank, 2015 eine Erschließungsverbesserung und die Überarbeitung der Gliederung.
Laufmeter: 1.2
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ