Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass durch den Hofmeister und die Hofmeisterin seiner Gemahlin [Margarethe], Ritter Otto von Hirschhorn und Agnes Böcklin [= Agnes von Hirschberg], sowie seinen Kammermeister Eberhard von Gemmingen und seinen Haushofmeister Hans von Emershofen (Emerßhoven) eine Ehe zwischen seinem Organisten Arnold Schlick (Arnolt Schlicken) und Barbara Strupler (Barbell Struplerin) von Urach, "unser lieben sonn dienerin", beredet worden ist. Arnold soll ihr als Heiratsgut und Ehesteuer 94 Gulden auf einem Haus [zu Heidelberg] in der "Simonis Gassen", 20 Gulden auf einer Fleischschranne, die er von seinem Vater geerbt hat, sowie sein Haus am Burgweg, das er erworben und "etwas gebessert" hat und das auf 200 Gulden geschätzt wird, einbringen. Es folgen Bestimmungen zum Tod und Erbgang der Eheleute, zum Witwenstuhl und zur Wiederverheiratung Barbaras, zum Nutzungsrecht der Witwe an den von Arnolds Vater herrührenden Erbgütern, zum Anfall der Güter Barbaras an Arnold im Falle ihres Todes sowie zu Güterfolge und Erbrecht nach Gewohnheit der Stadt Heidelberg.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass durch den Hofmeister und die Hofmeisterin seiner Gemahlin [Margarethe], Ritter Otto von Hirschhorn und Agnes Böcklin [= Agnes von Hirschberg], sowie seinen Kammermeister Eberhard von Gemmingen und seinen Haushofmeister Hans von Emershofen (Emerßhoven) eine Ehe zwischen seinem Organisten Arnold Schlick (Arnolt Schlicken) und Barbara Strupler (Barbell Struplerin) von Urach, "unser lieben sonn dienerin", beredet worden ist. Arnold soll ihr als Heiratsgut und Ehesteuer 94 Gulden auf einem Haus [zu Heidelberg] in der "Simonis Gassen", 20 Gulden auf einer Fleischschranne, die er von seinem Vater geerbt hat, sowie sein Haus am Burgweg, das er erworben und "etwas gebessert" hat und das auf 200 Gulden geschätzt wird, einbringen. Es folgen Bestimmungen zum Tod und Erbgang der Eheleute, zum Witwenstuhl und zur Wiederverheiratung Barbaras, zum Nutzungsrecht der Witwe an den von Arnolds Vater herrührenden Erbgütern, zum Anfall der Güter Barbaras an Arnold im Falle ihres Todes sowie zu Güterfolge und Erbrecht nach Gewohnheit der Stadt Heidelberg.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 818, 350
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Liber ad vitam II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
fol. 238v-239v [alt: 185v-186v]
Urkunden
Ausstellungsort: [ohne Ort]
Publiziertes Regest: Pietzsch, Gerhard, Quellen und Forschungen zur Geschichte der Musik am Kurpfälzischen Hof zu Heidelberg bis 1622, S. 104.
Publiziertes Regest: Pietzsch, Gerhard, Quellen und Forschungen zur Geschichte der Musik am Kurpfälzischen Hof zu Heidelberg bis 1622, S. 104.
Kopfregest: "Hinlich beredung zwischen Arnolt Slicken organisten und Barbare Struplerin von Urach". Unvollständige Abschrift, ohne Datierung.
Emershofen, Hans von; Haushofmeister, erw. 1483, 1500
Gemmingen, Eberhard d. A. von; kurpfälzischer Haushofmeister, Küchenmeister und Kammermeister, erw. 1465, -1501
Hirschberg, Agnes von; Hofmeisterin der Pfalzgräfin Margarethe, m. Matthias Böcklin von Eutingertal, erw. 1477, 1494
Hirschhorn, Otto von; Ritter, kurpfälzischer Rat, Beisitzer am kurpfälzischen Hofgericht, Amtmann von Oppenheim, erw. 1462, 1490 tot
Strupler von Urach, Barbara; erw. 1493
Heidelberg HD
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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04.04.2025, 08:07 MESZ
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