Mainz, 1575.11.19. (Richter Martin Weidmann). Wilhelm Zweifel bekennt, daß er etwa drei Wochen vor Bartholomäi 1575 dem Zimmermann Anton Hain ein Halbteil an dem Haus zum Kleeberg, uff dem Graben, hinten an Thiebolt Kercher, unten an Paulus Nagelschmidts Ww., für 130 fl. (davon 50 fl. binnen dreier Wochen, 30 fl. auf Ostern, 50 fl. auf Weihnachten 1576) verkauft hat. Das Haus ist mit 28 fl. Hauptsumme belastet, davon die Käufer die Hälfte übernehmen. - Die Aufgift geschah in der Wohnung des erkrankten Richters; die Niederschrift machte sein Substitut Hans Friedrich von Siglingen aus Freiburg, stud. jur. Z.: Eucharius Caterling und Hans Orb, Nagelschmied.
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Mainz, 1575.11.19. (Richter Martin Weidmann). Wilhelm Zweifel bekennt, daß er etwa drei Wochen vor Bartholomäi 1575 dem Zimmermann Anton Hain ein Halbteil an dem Haus zum Kleeberg, uff dem Graben, hinten an Thiebolt Kercher, unten an Paulus Nagelschmidts Ww., für 130 fl. (davon 50 fl. binnen dreier Wochen, 30 fl. auf Ostern, 50 fl. auf Weihnachten 1576) verkauft hat. Das Haus ist mit 28 fl. Hauptsumme belastet, davon die Käufer die Hälfte übernehmen. - Die Aufgift geschah in der Wohnung des erkrankten Richters; die Niederschrift machte sein Substitut Hans Friedrich von Siglingen aus Freiburg, stud. jur. Z.: Eucharius Caterling und Hans Orb, Nagelschmied.
U / 1575 November 19 (in 5 / 6)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 5 (Stadtgericht)
19.11.1575
Stadtgericht Mainz
In 5 / 06, fol. 36 r.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:31 MESZ